Auf zur Kieler Woche

Europameisterschaft als Trainingseinheit

Am 18. Juni 2016 beginnt in Kiel Schilksee zum 134. Mal die größte Segelveranstaltung der Welt – die Kieler Woche. In 40 Segelklassen messen sich dann etwa 4.000 Segler aus mehr als 50 Nationen. Für die qualifizierten Segler in den olympischen Bootsklassen ist es das letzte Kräftemessen vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Highlight der Segelwoche im Norden ist die Europameisterschaft der J/70 Klasse mit 95 Teilnehmern, das SLSV Segelbundesliga Team nimmt ebenfalls teil.

“95 Boote sind schon der Hammer“ so Alexander Gensch, der seit der gewonnenen Qualifikationsregatta im Herbst 2015 erstmals wieder zum Schaumburg- Lippischen Team dazu stößt. Gemeinsam mit Steuermann Florian Reichel, Niels Hentschel und Andre Steuer wird Gensch versuchen möglichst viel See-Revier Erfahrung aus der Kieler Woche mitzunehmen. “Unser primäres Ziel ist, uns für den Spieltag Ende Juli auf der Lübecker Bucht bestmöglich vorzubereiten und in den 11. Rennen der EM möglichst viele Erkenntnisse mitzunehmen“ so Gensch weiter. Nach den Leichtwind und Flachwasser Regatten Anfang des Jahres in Starnberg und Konstanz blickt die aktuell auf Platz 12. der 2. Segelbundesliga liegende Crew des SLSV’s den Regatten auf einem Seerevier entgegen. “Ein bisschen mehr Wind liegt uns schon etwas besser“ so der Segler aus Steinhude, der gerade erst die Teilnahme an der Flying Dutchmen Weltmeisterschaft erfolgreich beendet hat “und so hoffen wir, dass wir mit der Vorbereitung hier aus Kiel zum Spieltag in Travemünde wieder einstellig segeln können – vielleicht sogar bis ins Finale der besten sechs.“

Neben der Vorbereitung auf den kommenden Bundesliga- Spieltag hat aber auch eine EM ihren sportlichen Wert, so werden es die Segler des SLSV Bundesligateams gegen Teams aus 15 Nationen aufnehmen müssen. Darunter auch der Admirals Cup Sieger und Americas Cup Steuermann Karol Jablonksi, der Steinhude lange als seine Heimat zählte, sowie der aus Italien stammende Vize- Weltmeister Carlo Alberini mit seiner Crew.

“Unter den 47 deutschen Booten der EM finden sich mehr als 20 Segelbundesliga Crews“ sagt der Crewcaptain Niels Hentschel. Das Bundesliga Format und die Segeleigenschaften des etwa 7,00 Meter langen Kielbootes J/70 hätten eine Begeisterung für eine Bootsklasse geschaffen, die es in Deutschland lange Zeit nicht mehr gab. “Es wäre schön, wenn dieser Boom sich weiter fortsetzt und wir so auch in Steinhude mehr junge Menschen für diesen Sport und das Bundesliga- Format begeistern können“ so Hentschel weiter. “Vielleicht zieht ja ein weiterer Verein am Steinhuder Meer nach und wir trainieren hier demnächst mit zwei oder mehr Booten – das wäre schon cool!“

Foto: Lars Wehrmann

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