IDJÜM der Teenys / Sailing-Team Weser-Ems räumt ab

Die internationale Deutsche Meisterschaft der Teenys fand in diesem Jahr im Rahmen der Travemünder Woche auf der Ostsee statt. Aus der Leistungsgruppe des Regionalverbandes Weser-Ems hatten sich in diesem Jahr sechs Teams aus Leer, Emden, Langeoog, Stade und Wilhelmshafen qualifiziert. Mit zweimal Silber und einmal Bronze ersegelten sich die jungen Sportler aus der Region Weser-Ems drei von sechs Podiumsplätzen.
Nach der Vermessung startete die IDJüM mit dem obligatorischen Practice Race der Klassenvereinigung. Für die Teams aus dem Nordwesten Deutschlands lief es noch nicht so gut, zu wenig Wind und Welle. Die Leistungsgruppe des Verbandes hatte vorab mit dem Verbandstrainer Siebo Willms ein Wellentraining zwischen Langeoog und Baltrum absolviert, um sich optimal auf die Meisterschaft vorzubereiten.
Der Wetterdienst hatte vorhergesagt, dass ab Donnerstag zu Beginn der Wettkämpfe der Wind zunehmen und auf Nordost drehen würde. An den folgenden vier Tagen waren acht Wettfahrten geplant. Besonders das Slippen der Boote an der Sliprampe erforderte viele Helfer, da bei auflandigem Wind die Welle direkt auf die Küste zulief. Von Anfang an zeigte sich, dass die sechs Teams gut auf die Ostsee vorbereitet waren und mit den täglich steigenden Anforderungen gut klar kamen. Ab Freitag lief es dann richtig gut für Fabius und Julian Müller-Kauter, die ihrer Favoritenrolle auf den Titel des Deutschen Meisters gerecht wurden. Auch die anderen Teams kamen bestens mit den Wellen klar und segelten sich von Wettfahrt zu Wettfahrt weiter nach vorne. Samstag war der richtige Wind mit 5 Bft, und richtige Wellen, 1,5 m bis 2 m, um sich in den Platzierungen weiter nach vorne zu schieben. Der Teeny mit der Nr. 474, gesegelt von Eva Kromminga aus Leer und Lorena Pancratius aus Emden gab vor der ersten Wettfahrt einen Vorschoterwechsel bekannt, da Lorena aus gesundheitlichen Gründen leider abbrechen musste. Zum Glück war die ehemalige Teenyseglerin Fenja Schoof aus Emden vor Ort, sie segelt jetzt die vorolympische Klasse der 420er, ebenfalls in Travemünde. Kurze Meldung beim Wettfahrtkomitee und in der zweiten Wettfahrt war die Nr. 474 mit Fenja wieder auf der Bahn. Nicht nur Fabius und Julian schoben sich weiter nach vorne, auch Lilly und Rosa Vincke vom KSW Wilhelmshafen sowie Anna Hillers aus Pewsum und Vorschoterin Okka Barghorn aus Emden holten einige Plätze auf. Die vorletzte Wettfahrt am Sonntag brachte einen ersten Platz für Fabius und Julian, die damit zwischenzeitlich die Führung übernahmen. Lilly und Rosa aber auch Anna und Okka verbesserten sich ebenfalls in ihrer Wertung. Die letzte Wettfahrt beendeten Julian und Fabius nur mit einem sechsten Platz, so dass sie wieder um einen Platz zurückfielen. Am Ende fehlte nur ein Punkt zum Deutschen Meistertitel, den Mats Ole Krüss und Tobias Ridder aus Schleswig Holstein für sich entschieden. In der U14-Wertung dominierten die Mädchenmannschaften und auch hier ging der Titel nach Schleswig Holstein. Deutsche Vizemeisterinnen wurden aber Lilly und Rosa Vincke vor Anna Hillers und Okka Barghorn mit der Bronzemedaille.
Auf der Travemünder Woche eine Deutsche Meisterschaft zu segeln und dann noch so erfolgreich, das hat schon was. Sei es die Eröffnungsfeier auf der Passat oder die Partymeile auf der Promenade – es ist eine ganz besondere Atmosphäre
Unterstützt wurde der Verbandstrainer des Regionalverbandes Weser-Ems von der Co-Trainerin Talea Willems vom Yachtclub Greetsiel.

Die Ergebnisse des Sailing-Team Weser Ems auf einen Blick:
Deutscher Vizemeister Gesamt: Fabius und Julian Müller-Kauter (SVST)
Deutsche Vizemeisterin U14: Lilly und Rosa Vincke (KSW)
Bronze Medaille: Anna Hiller und Okka Barghorn (WVE)
Platz 17: Eva Kromminga, Lorena Pancratius und Fenja Schoof (SVL)
Platz 24: Finja und Geske Bents (SVL)
Platz 25: Josefine Voget und Hannah Kromminga (WVE)

Siebo Willms

Großes Breitensporttraining mit Schatzsuche auf dem Kleinen Meer

Der Wassersportverein Emden und der Emder Segelverein hatten vom 17. bis 19. Mai zu einem Schnupper- und Umsteiger-Training in den Bootsklassen Opti, Teeny und 420er eingeladen. 25 junge Sportler/innen der Region nahmen dieses Angebot dankend an. Neben den Optis und 420ern sah man auch sechs Teenys auf dem Wasser, und so zeigte sich beim Spitraining oft ein buntes Bild auf der Hieve – wie das Kleine Meer auch genannt wird. Ziel des Landesseglerverbandes als Ausrichter war es, interessierte Jugendliche und Kinder für den Segelsport zu begeistern. Die beiden Trainer – Nele Marie Willms und Detlef Hillers – wurden tatkräftig von den Trainerassistenten des Regionalverbandes Weser-Ems unterstützt. Neben dem Einstieg ins Spisegeln wurden auch die ersten Trapezübungen gemacht. Insgesamt wurde das Ziel, erste Berührungsängste mit der jeweils neuen Bootsklasse zu nehmen, voll erreicht. Das war zum großen Teil ein Verdienst der jungen Trainerassistenten, die mit an Bord waren und einem dadurch das Gefühl der Sicherheit vermittelten. Neben den Zweihandbooten waren auch Optis mit auf dem Wasser, um noch Tipps für die Abschlussregatta zu bekommen. Für diese Boote begann das Training schon am Freitag.

Nele Marie Willms startete am Samstagmorgen mit den Teenys und 420ern, denn das Ziel war, dass alle Boote am Sonntag nach dem Training noch an der Schatzregatta teilnehmen konnten.
Diese Schatzsuche wird immer von Detlef Hillers organisiert und ist das Highlight des Wochenendes. Leider fiel zunächst das Sicherungsboot aus, und es musste kurzfristig für Ersatz gesorgt werden. Zum Glück war das kein Problem, da die Vereine untereinander kooperierten; spontan sprang der Segelwart des ESV – Sven Fischer – ein. Er holte die drei Trainerassistentinnen auf sein Motorboot und legte sich an die Luvbahnmarke. Die Sicherheit auf dem Wasser war gewährleistet und die Regatta konnte starten. Als erstes starteten die Teenys, da sie eine längere Bahn abzusegeln hatten, und dann konnten die Optis zeigen, was sie am Samstag gelernt hatten.

Das ganze Event war wieder ein voller Erfolg und an den steigenden Teilnehmerzahlen sieht man, dass der Segelsport in Ostfriesland immer populärer wird. Ferner zeigt sich, dass der Aufbau von jungen engagierten Trainern über die Schiene der Trainerassistenten langfristig zum Erfolg führt.

Erfolgreiche Zwischenbilanz bei Meisterschaften

Josi Koep (Seglerverein Braunschweig) Deutschlands Jüngsten-Beste im Opti A

Ein Großteil der ausgerichteten Deutschen Meisterschaften der Saison 2019 sind veranstaltet, und es gab so einige Medaillen sowie gute Platzierungen, die niedersächsische Segler und -seglerinnen mit nach Hause brachten.

Die Optimisten hatten ihre Jüngstenmeisterschaft an den Plauer See gelegt und erwischten eine in ganz Deutschland so windarme Woche, dass nur drei von 12 Wettfahrten in die Wertung kamen. Josi Koep (Seglerverein Braunschweig) ersegelte sich als bestes Mädchen den Titel, der allerdings in Int. Deutsche Jüngsten-Bestenermittlung umbenannt werden mußte. Leon Senftleben (SVGroßenheidorn) als Vierter bei den Jungen konnte sich nur bedingt freuen, denn er hatte in seiner Gruppe bereits die vierte Wettfahrt erfolgreich gesegelt und hätte sich weiter nach vorne geschoben. Insgesamt beteiligten sich 200 Optimisten – Team Niedersachsen machte als viertstärkstes Bundesland auf sich aufmerksam.
Von den Int. Deutschen Jüngstenmeisterschaften der Teeny-Klasse in Travemünde kehrten die Gebrüder Fabius und Julian Müller-Kauter (SVStade) als Vizemeister zurück, Lilly und Roosa Vincke (KSWilhelmshaven) belegten den gleichen Platz in der U14-Wertung, gefolgt von Anna Hillers/Okka Barghoorn (WVElmshorn) auf dem Bronzerang. Batbold Gruner (ZwischenahnerSK) holte an gleichem Ort bei den Int. Deutschen Jüngstenmeisterschaften der Laser 4.7 die Bronzemedaille in der U16-Wertung.
Schon erwähnt waren die Erfolge von Europeseglerin Sophie Menke (SCClarholz) mit ihrem U17-Europameistertitel in Faaborg/Dänemark und der Silbermedaille bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auf dem Partwitzer See. Larson Schütze (SVH) erreichte bei der gleichen Veranstaltung ebenso den Silberrang in der U17 Wertung.
Herzlichen Glückwunsch allen Nachwuchsseglern und ein Dank für die gute Arbeit von Landestrainer Tim Kirchhoff mit seinem Team.

Auch die Erwachsenen haben gepunktet: Die erfolgsverwöhnten 15qm-P-Jollenkreuzer vom Dümmer und Steinhuder Meer belegten bei ihrer IDM auf dem Schweriner See mit den Mannschaften Jens Dannhus/Eike Lauzsus (SCDümmer) als Zweite und Wilfried Schweer/Olaf Bertallot (Steinhuder Seglervereinigung) als Dritte zwei Podiumsplätze. Trotz schwieriger Windverhältnisse, die letztlich nur fünf Wettfahrten zuließen, ersegelten insgesamt fünf niedersächsische Teams einen TOP10 Platz.

In der Piraten-Klasse konnte Butze Bredt (HYC) als Vorschoter bei Svenja Thoroe (Schilksee) an der Schlei seinen Vorjahressieg zwar nicht wiederholen, landete aber nach sechs Wettfahrten auf einem guten fünften Rang. Mit 57 Mannschaften und vielen jungen Gesichtern zeigte die Klasse ein starkes Lebenszeichen.

In der Conger-Klasse war es der SVN-Präsident Dr. Thomas Gote selbst, der mit Peter Nagel (beide SVHüde) am Steinhuder Meer mit einem vierten Rang knapp am Podest vorbei segelte. Wettfahrtleiter Bernd Bühmann vom ausrichtenden Schaumburg-Lippischen Seglerverein hatte keine Mühe, alle 12 (Kurz-)wettfahrten bei mäßigen bis frischen Winden über die Bühne zu bringen. Neben der erfolgreichen Titelverteidigung durch Frank Schönfeldt/Julius Raithel (Hamburg), sei hier die Teilnahme von Olympiamedaillengewinner Ulli Libor mit Tochter Anna (7.) erwähnt und sein besonderer Vortrag über die Entstehungsgeschichte der Conger-Klasse aus den 60er Jahren – ein emotionaler Höhepunkt im Abendprogramm. Alle 45 Regattateams hatten eine tolle Woche am Steinhuder Meer und mit dem SLSV einen sympatischen und gut organisierten Gastgeber.

Noch im Blick sind die IDJMs der 420er in Warnemünde und der 29er am Ammersee, die zeitgleich Anfang Oktober stattfinden. Ferner beginnen die Europameisterschaften der Piraten in Bayramoglu (Türkei) Mitte September und die O-Jollen Ende September mit ihrer IDM am Ammersee. Der Segelverband Niedersachsen drückt allen Seglern und -seglerinnen für die letzten Saisonhöhepunkte die Daumen.

Jugendtörn 2019 – Plattbodenschiff statt Jolle – Segeln einmal anders

Ein Wunsch der Jugendlichen vom Segel-Club Hameln wurde wahr: Mal mit einem großen Schiff segeln. Gemeinsam mit Jugendlichen aus befreundeten Vereinen, vom Segel-Club Schieder-Emmersee und vom Segelverein Speichersee Emsland, waren 10 Jugendliche mit ihren Betreuern in der letzten Woche der Sommerferien (5.-9.August) unterwegs auf dem Ijsselmeer und dem angrenzenden Wattenmeer.

Am Montagmorgen trafen wir uns bereits um 6:00 Uhr in Hameln zur Abfahrt. Mit drei Autos und einem Anhänger voller Gepäck und Proviant ging es auf die Autobahn Richtung Niederlande. Als wir gegen 11:00 Uhr in Stavoren ankamen, wartete die 23m lange Tjalk Middelsee bereits auf uns. Auch waren weitere Mitsegler aus dem Segelverein Speichersee Emsland schon vor Ort. In Windeseile wurden das Gepäck und die Vorräte in das Schiff geladen und verstaut. Nach Begrüßung durch unseren Skipper Stephan und Matrosin Rebecca, Sicherheitseinweisung und Routenplanung legten wir um zum späten Mittag ab. Noch im Hafen wurden die Segel gesetzt und das Ijsselmeer begrüßte uns mit 5-6 Bft. und ordentlich Welle. Gegen den Wind kreuzend ging es nach Medemblik. Bei den Manövern waren immer alle Hände gefragt. Bei jeder Wende mussten das Luvschwert hochgekurbelt, das Leeschwert abgelassen, die Backstagen umgesetzt und die Segel bedient werden. Nach unserer Ankunft im Hafen von Medemblik wurde erstmal Essen gekocht, um noch Kraft für die örtliche Kirmes zu tanken. Als wir um 22:00 Uhr wieder alle auf dem Schiff waren, sind wir hundemüde ist Bett gefallen.

Nach einer guten Portion Schlaf in den doch etwas beengten Kojen und anschließendem Frühstück haben wir am Dienstag um 9:00 Uhr den Westerhaven wieder verlassen. Bei einem ruhigen Halbwindkurs bei nach wie vor strammer Brise segelten wir Richtung Abschlussdeich. Am frühen Mittag passierten wir die Schleuse ins Wattenmeer. Auf einem Schlängelkurs fuhren wir Richtung Oost-Vlieland. Dabei mussten wir immer wieder Untiefen, Tonnen und anderen Schiffen ausweichen. Ab und zu schleifte auch schon mal das Lee-Schwert über den Sand. Gegen 16:00 Uhr lagen wir dann mit vielen anderen Schiffen im Hafen von Vlieland. Am Nachmittag haben wir mit Schwimmen und Stadtbummel vergnügt.

Am Mittwoch nach dem Frühstück war erstmal Hafenkino angesagt. Das Hafenbecken hatte sich am Dienstagabend fast vollständig mit Schiffen gefüllt. Viele Segler, die im Päckchen lagen, wollten Vlieland am Vormittag verlassen. Wir selbst hatten auf unserem Schiff Plätze in der ersten Reihe. Nach 2 Stunden Umparken war das Spektakel vorbei. Um 13:00 Uhr haben wir dann auch den Hafen verlassen. Bei 7 Bft. ging es auf einem Halbwindkurs zügig Richtung Festland. Am Nachmittag erreichten wir den Hafen von Harlingen, erkundeten gleich die Stadt und füllten die Vorräte an Bord auf. Den Abend haben wir dann entspannt beim Kartenspielen ausklingen lassen.

Am Donnerstag verließen wir bereits um 8:00 Uhr ohne Frühstück den Hafen von Harlingen, um rechtzeitig an der Schleuse zum Ijsselmeer zu sein. Die fehlende Mahlzeit machte sich laut Skipper in der Leistung unserer Gruppe doch bemerkbar. Nach dem Frühstück nahmen wir Kurs auf Warkum. Dort fuhren wir durch eine Schleuse ins Innere der Stadt. Mit weniger als einen Meter Abstand zu anderen Yachten quätschten wir das 5m breite Schiff durch die Kanäle. Kaum hatten wir die letzte Brücke hinter Warkum passiert, wurden die Segel auch schon wieder hochgekurbelt. Über die Kanäle segelten wir ins Fluessener Meer. Gegen 16:30 Uhr legte wir an der kleinen Insel Nije Krúspôle an. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Badengehen, Grillen und anschließendem Lagerfeuer.

Freitagmorgen regnete es zum ersten Mal in dieser Woche. Auf der letzten Etappe zurück nach Stavoren waren nur noch diejenigen an Deck, die feste Regenbekleidung hatten. Der Rest begann bereits unter Deck zu packen und aufzuräumen. Um 13:00 machten wir wieder in Stavoren fest. Anschließend wurde es noch sehr stressig beim Entladen des Bootes und Beladen der Autos. Nach einer schnellen Abschlussrunde und kurzem Verabschieden fuhren wir wieder zurück nach Hameln.
Besonderen Dank gilt Rebecca und Stephan, die uns sicher durch die Woche gesegelt haben und uns viel mit anpacken ließen. Danke auch an den Segler-Verband Niedersachsen, der diesen Törn mit einem großzügigen Zuschuss unterstützt hat. Uns allen hat diese Freizeit viel Spaß gemacht. Bis zum nächsten Mal …

Felix Weißensteiner
Jugendwart Segel-Club Hameln e.V.

Sophie Menke neue U17 Jugend-Europameisterin in der Europe

Bei der Jugend-Europameisterschaft der Europeklasse in Faaborg/Dänemark gewann Sophie Menke vom Segler-Club Clarholz e.V. den Titel der U17 Jugend-Europameisterin. Nach zehn Wettfahrten verwies sie die letztjährige Titelverteidigerin Marie Kristine Praest aus Dänemark und die Spanierin Nora Lasurt auf die Plätze. Diese herausragende Leistung war das Ergebnis einer sehr konstanten Leistung bei den unterschiedlichsten Windbedingungen. Während die Konkurrenz sich entweder bei den sechs Leichtwindläufen oder bei den abschließenden Finalwettfahrten mit freigegebenen Pump-Bedingungen ihre Ausrutscher leisteten, hatte Sophie bei allen gewerteten Wettfahrten eine TOP-Ten Platzierung ersegelt.
Mit dieser Leistung kam Sophie zugleich auch in der Gesamtjugendwertung bis 19 Jahre auf den Bronzeplatz von insgesamt 44 Teilnehmerinnen aus acht Nationen. Dies ist das beste deutsche Ergebnis bei den Mädchen seit dem Jahr 2005 in dieser Klasse, die traditionell von den skandinavischen Seglerinnen dominiert wird.
Sophie ist Mitglied des Europe-Teams Niedersachsen, welches am Dümmer unter der Leitung des Headcoaches Fabian Kirchhoff regelmäßig und intensiv trainiert. Dass dieses Team in der deutschen Leistungsspitze der Europes ganz vorne mitmischt, zeigten die fünf Top Ten Platzierungen bei der Deutschen Jugendmeisterschaft über Himmelfahrt am Partwitzer See. Jetzt ist auch international der Durchbruch geschafft. Neben Sophie waren sechs weitere niedersächsische Teammitglieder bei der Europameisterschaft am Start. Insbesondere die weiteren Leistungen bei den Mädchen mit Platz 9 von Nadja Kopp (SCSZ), Platz 20 von Pia Priesmeier (SCED) und Platz 28 von Carolin Wohlers (SVH) lassen für die nächstjährige Jugendeuro im Heimatland an der Müritz auf weitere Erfolge hoffen.

50 Jahre Wassersport-Club Gifhorn e.V.

50 Jahre sind vergangen, dass sich der Wassersport-Club Gifhorn e.V. (WSCG) 1969 gründete. Einige Gründungsmitglieder hatten zuvor auf der Innerstetalsperre erste Erfahrungen gesammelt. Das ersehnte Revier, der 62ha große Tankumsee, entstand gerade im Rahmen der Erstellung des Elbe-Seitenkanals. Dieses künstliche Naherholungsgebiet in der landschaftlich schönen Südheide lässt sich von den Orten Gifhorn, Wolfsburg oder Braunschweig in Kürze erreichen. Das großzügig angelegte Vereinsgelände bietet ausreichend Platz für Boote an Land und ein gemütliches Clubhaus, das für die Jugend- und Segelausbildung und in netter kameradschaftlicher Atmosphäre genutzt wird. An der eigenen Steganlage sind ausreichend Wasserliegeplätze vorhanden und es existieren vereinseigene Boote, die den Einstieg und das Kennenlernen des Segelsports ermöglichen. Ebenso haben sich regelmäßige Seeseglertreffen im Clubhaus etabliert, denn viele Mitglieder haben auch Boote in deutschen Küstenhäfen liegen oder chartern diese für Urlaubstörns.

Zur Jubiläumsfeier begrüßte der 1.Vorsitzende, Karsten Wulfes, bei herrlichem Wetter die Clubmitglieder und Gäste. Die Ehrung seitens des Seglerverbandes Niedersachsen wurde durch den 1.Vorsitzenden des Regionalverband Segeln Südniedersachsen Lothar Bierberg vorgenommen. Er hob hervor, dass im WSCG die Jugendarbeit einen hohen Stellenwert hat und Segelscheinlehrgänge für allen Klassen durchgeführt werden. Mit über 30 Jahren Erfahrung in der Führerscheinausbildung und bereits drei erfolgten Auszeichnungen des Deutschen Segler Verbandes für hervorragende Ausbildung im Verein, ist der WSCG in der Führerscheinausbildung bestens aufgestellt. Herr Bierberg überreichte die Urkunde des SVN mit einer Geldspende für die Jugendarbeit. Bei gutem Essen und Trinken sowie den Klängen einer Jazzband nahm der Tag seinen Verlauf.

 

 

“Wir holen die Jugend ins Boot” – das Motto im Sommercamp am Dümmer

Für den Seglernachwuchs stand in Hüde ein wahres Highlight auf dem Programm: Mehr als 40 Jugendliche aus niedersächsischen Segelvereinen waren laut einer Pressemitteilung eine Woche lang im Landesstützpunkt Segeln der Seglervereinigung Hüde (SVH) zu ihrem jährlichen Sailing Camp auf dem Dümmer zusammengekommen.
Das Sailing Camp unterscheidet sich von den üblichen Trainingswochenenden dadurch, dass es nicht nur um das Erlernen und Einüben harter Wettkampfpraxis für die nächste Regatta geht, sondern auch viel Spaß und Geselligkeit im Vordergrund des Ferien-Events für die Jugendlichen steht.
Das Ausprobieren neuer Bootsklassen für Jugendliche stand genauso auf dem Wochenprogramm des Camps wie Stand-up-Paddeling oder Match-Race sowie das Lösen von Teamaufgaben auf dem Wasser.
Der Landestrainer des Seglerverbandes Niedersachsen und Campleiter Tim Kirchhoff freute sich besonders, dass nicht nur jugendliche Leistungssegler den Weg zur SVH in das Sailing Camp gefunden hatten. Kirchhoff resümierte, dass solch ein Camp auch maximalen Spaß für solche Jungen und Mädchen aller Altersgruppen garantiert, die bisher wenig mit Segelsport in Berührung gekommen sind.
Getreu dem Motto “Wir holen die Jugend ins Boot” waren jugendliche Anfänger im Segeln in gleicher Weise wie junge Leistungssegler beim Sailing Camp dabei. Insbesondere in der Einsteiger-Bootsklasse OPTI standen auch die Vereinsboote der SVH während der Woche für die Kinder und Jugendlichen zur Verfügung, die bisher noch nicht mit einem eigenen Boot aufwarten können.
“Uns ist extrem wichtig, eine breite Basis für den Segelsport zu schaffen. Wir wollen Niedersachsen wieder zu einem der führenden Bundesländer im Segelsport machen”, unterstrich Tim Kirchhoff.
Wie es sich für ein Sommercamp gehört, übernachteten die Jugendlichen mit ihren fünf Trainern in eigenen Zelten auf dem Clubgelände der SVH, verpflegt durch Clubwirt Andreas Mattey.
“Vielleicht nimmt ja hier wieder die nächste Segelkarriere eines Champions oder Meisters ihren Ausgang”, hoffte Tim Kirchhoff. Möglich wäre es, zumal der aktuelle Weltmeister in der für Jugendliche besonders geeigneten Bootsklasse EUROPE – Fabian Kirchhoff (SVH) – sich unter den Trainern befand.

10 Jahre UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer – SVN unterzeichnet Memorandum of Understanding (MoU)

Anlässlich des 10. Jahrestags der Auszeichnung des Wattenmeers als UNESCO-Weltnaturerbe wurde am 30.06.2019 die Hauptveranstaltung in Wilhelmshaven begangen. Zunächst wurde am Südstrand vormittags bei sommerlichen Temperaturen ein ökumenischer Gottesdienst abgehalten, der bereits von vielen Gästen – unter ihnen die Parlamentarische Staatsekretärin des Bundesumweltministeriums und der niedersächsische Umweltminister, der Bremer Umweltsenator sowie Vertreter aus den Nachbarstaaten Dänemark und den Niederlanden, der norddeutschen Küstenländer und der Leiter der Wattenmeer-Nationalparks – besucht war. Die Südstrand-Promenade mit dem “Wattenmeer Welterbe-Erlebnisfest” bot mit einem Erlebnismarkt sowohl Produkte aus der Wattenmeer-Region als auch Mitmachspaß für Groß und Klein. Auch Segler aus den Niederlanden waren gekommen.

Bei der Unterzeichnung des Memorandums of Understanding (MoU) zur künftigen Unterstützung des Weltnaturerbes wurde der SVN von der deutschen Vorsitzenden des trilateralen Wadden Sea Board, Prof. Karin Lochte, namentlich erwähnt. Nachdem mehrere Interessengruppen aus der gesamten Wattenmeerregion das MoU unterzeichnet hatten (hier war das Wattenmeerforum für uns Segler tätig geworden), wurde auch der SVN gebeten seine Unterschrift zu leisten (künftig wohl eher eine Aufgabe unseres Dachverbands DSV).

Ergänzend sei noch eine Schiffstour (Soltwaters) und die trilateral organisierte Fahrradsternfahrt hervorzuheben, deren Radler, aus Dänemark und den Niederlanden kommend, in Wilhelmshaven bei heftigem Gegenwind mittags eintrafen und hier ihre Tour beendeten. Die Jubiläums-Tour und das Schlussfest wurden “vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, dem dänischen Ministerium für Umwelt und Lebensmittel, dem niederländischen Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität, dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz sowie von der Europäischen Union im Rahmen des Interreg-Projekts PROWAD LINK unterstützt.” , informierte das trilaterale Wattenmeersekretariat (CWSS). Insgesamt ein gut besuchtes Fest, das mit Vorträgen im benachbarten Wattenmeer-Besucherzentrum ausklang.

Der Nationalpark Wattenmeer macht unter dem Motto “Ein Wattenmeer: Unser Erbe. Unsere Zukunft” noch bis zum Oktober auf sein Jubiläumsjahr mit einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm auf sich aufmerksam. Einem interessierten Publikum wird dabei die Einzigartigkeit und Bedeutung des Wattenmeers nähergebracht.

Holger Wesemüller – Umweltbeauftragter im Segler-Verband Niedersachsen e.V.

 

Auf dem obigen Gruppenfoto vor dem unterzeichneten Memorandum of Understanding (MoU) sind die wichtigsten Interessenvertreter zusammengekommen, u.a. Prof. Dr. Karin Lochte – Vorsitzende des trilateralen staatlichen Wadden Sea Board (WSB), Carolin Wulke – Tourismusvertreterin Niedersachsen “Die Nordsee GmbH”, Rita Schwarzelühr-Sutter – Parlamentarische Staatssekretärin im BMU, Susanne Gerstner – Landesgeschäftsführerin des BUND Niedersachsen, Preben Friis-Hauge – Vorsitzender des trilateralen Wattenmeerforums (WSF), Dr. Joachim Lohse – Bremer Umweltsenator, Olaf Lies – Niedersächsischer Umweltminister, Peter Südbeck – Wattenmeer-Nationalparkleiter aus Niedersachsen, Detlef Hansen desgl. aus Schleswig-Holstein, Dr. Klaus Janke – desgl. aus Hamburg, Dr. Bettina Taylor (BUND-Expertin Meeresschutz und trilaterale Partnerschaft).

Tag der Niedersachsen 2019 in Wilhelmshaven

Der 150.Geburtstag der Stadt Wilhelmshaven war Anlass genug, den Tag der Niedersachsen Mitte Juni diesen Jahres an die Jadebucht zu vergeben. Der SVN war durch seinen Regionalverband auf der eingerichteten Sportmeile aktiv mit einem Info-Pavillon vor Ort. Der Große Hafen bildete den Schauplatz für eine Kinder- und Jugendregatta.
Im vergangenen Herbst gab es die ersten Gespräche mit dem LSB Niedersachsen (Herrn Carsten Träger), dem örtlichen Stadtsportbund und den Sportvereinen der Stadt Wilhelmshaven. Als Stadt am Meer war frühzeitig klar, dass der Wassersport an diesem Wochenende einen bedeutenden Anteil an der Sportmeile haben sollte. So wurden die weiteren Gespräche in einer separaten Arbeitsgruppe „Wassersport“ durchgeführt. Die örtliche Koordination wurde vom Reviervertreter Segeln übernommen.
Durch den LSB wurde den Vereinen ein Pavillion, eine Bierzeltgarnitur sowie ein Stromanschluss kostenlos zur Verfügung gestellt. Die finanzielle Belastung hielt sich somit für Alle in Grenzen.
Im Rahmen der Reviertagung im Herbst 2018 wurden Ideen gesammelt, die Verbandsaktivitäten und die örtliche Segelszene den Besuchern zu präsentieren.
Auf Anregung eines Tagungsteilnehmers wurde dann durch den Reviervertreter Kontakt mit dem Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven aufgenommen, und es konnte ein gelb/oranges Exponat ausgeliehen werden. Hieran konnte man mit Kindern Knoten üben, aber es wurde auch das moderne Regattasegeln anhand des Admiral-Cups bildlich dargestellt. Ergänzt wurde die Thematik durch entsprechende Aufsteller der SVN-Jugend.
Die Kinder und Jugendlichen aus Wilhelmshaven präsentierten sich den Zuschauern im Rahmen einer Segelregatta im Großen Hafen und waren vier Wettfahrten lang für viele Besucher zu sehen. Für die Jugendlichen flossen diese Läufe auch in die Wertung zur Stadtmeisterschaft ein.
Einige der örtlichen Vereine mit ihren „Dickschiffen“ nutzten den Stand des SVN, um sich dort mit bewegten Bildern, Flyern und einer Ausstellungstafel zu präsentieren. Dieses führte dazu, dass der Stand des SVN sich immer wieder zum Treffpunkt der örtlichen Segelszene entwickelte. Als „Jollen-Verein“ hatte der Segel- und Wassersportverein Wilhelmshaven e.V. einen zusätzlichen Pavillion eingerichtet, der ebenfalls auf große Resonanz stieß.

Regionalverband Segeln Weser-Ems e.V.
Reviervertreter Jade – Hans-Jürgen Leiß