Stürmisches Training am 3. Advent

Zum letzten Breitensporttraining des Jahres trafen sich über 20 junge Segler aus Niedersachsen am Freitag, den 13. Dezember auf dem Landesstützpunkt Bad Zwischenahn. Der Wetterbericht hatte einen stürmischen Verlauf des Wochenendes vorhergesagt.

Am späten Freitagnachmittag trafen die Teilnehmer ein und es wurden erst einmal die Boote abgeladen und die Masten gestellt. Danach ging es rüber in die Jugendherberge zum Einchecken und Abendessen. Aufgewärmt wurde sich danach noch in den Wellen des Solebads des Kurzentrums Bad Zwischenahn. Im Anschluss trafen sich alle Segler noch im Gemeinschaftsraum zur Vorbesprechung, um mit der Trainerin Nele Willms zu klären, welche Trainingseinheiten geplant waren. Auf dem Programm standen an diesem Wochenende vor allem Trapezwenden.
Samstagmorgen ging es nach dem Trimm der Boote pünktlich um 10 Uhr aufs Wasser zur ersten Trainingseinheit. Bei einem Wind von 3-4 Bft. (in Böen bis 5 Bft.) ging es auf einen Up and Downkurs, bei dem möglichst viele Wenden auf der Kreuz gefahren werden sollten. Die Windbedingungen waren optimal und die Vorschoter wurden gut gefordert, aber auch die Steuerleute mussten sehr viel mit der Großschot arbeiten, um die „Schotten“ zu unterstützen. Nach dem Mittagessen und einem heißen Kakao ging es dann zur Nachmittagseinheit aufs Wasser. Inzwischen hatte der Wind kräftig aufgefrischt und die Bahn wurde auf einen Raumschotskurs umgestellt. Sowohl die Teenys als auch die 420er kamen voll auf ihre Kosten trotz der ein oder anderen Kenterung.

Nach dem Abendessen traf man sich wieder zur Nachbesprechung im Gemeinschaftsraum. Da für den nächsten Tag mindestens so viel Wind gemeldet war, wurde auch das Verhalten bei Sturmböen besprochen. An diesem Abend war es den jungen Seglern freigestellt, ob sie noch einmal baden gehen wollten oder doch lieber zum nahen Weihnachtsmarkt. Diese Wahl fanden alle leicht und so teilte sich die Gruppe auf. Angekommen auf dem Weihnachtsmarkt wurden sie von einem Fernsehteam beim Tanzen gefilmt, was auf NDR 3 später ausgestrahlt wurde. Fazit der Kinder war eindeutig: Sie sind bessere Segler geworden.

Sonntagmorgen waren die Segler schon um 09:00 Uhr im Hafen des ZSK, um die Boote für die lange Sonntagseinheit fertig zu machen. Leider nahm der Wind so sehr zu, dass der Verbandstrainer des Regionalverbandes Siebo Willms in Absprache mit den beiden anderen Trainern entschied, dass dieser Wind nicht mehr segelbar war. In Böen waren es mehr als 8 Bft. Einige junge Segler, die meinten, dass es doch nicht so schlimm wäre, lud der Verbandstrainer zu einer Motorbootsfahrt ein. Nachdem man aus der Abdeckung des Hafens rauskam, einen die volle Wucht des Sturmes traf und die Wellen übers Boot gingen, stand auch für diese Segler fest: Nein – das wollen und brauchen wir nicht! Der Vormittag wurde genutzt, um noch an den Booten zu schrauben. Da die Jugendherberge Bad Zwischenahn sich mittlerweile auf die Segler eingestellt hat, mussten die Zimmer nicht um 10 Uhr geräumt werden, sondern man konnte nach dem Mittagessen noch in Ruhe eine Nachbesprechung machen und erst dann die Zimmer verlassen.

Es war schon ein sonderbares Gefühl, dass man sich zum Abschluss ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünschte. Aber auch dies wird von den Trainern in ihre Saisonplanung mit einbezogen. Die alljährlich bekannte Winterpause unter den Seglern fällt immer mehr in den Januar und Februar, so dass bis kurz vor Weihnachten trainiert werden kann. Dies stellt aber kein Problem dar, da der Trainingsgruppe des Regionalverbandes Weser-Ems auf dem Landesstützpunkt Zwischenahner Meer im Winter ein Trainingswochenende im Monat auf dem Wasser dank des Landkreises Ammerland gestattet ist.

Siebo Willms

Niedersächsische Vereine für erfolgreiche Ausbildung ausgezeichnet

Im Rahmen seiner Initiative „Gemeinschaftsprojekt Vereinsausbildung“ zeichnete der DSV in diesem Jahr auf seinem Seglertag in Hamburg insgesamt 44 Mitgliedsvereine für ihre besonders hochwertige Ausbildung aus. Bis zum 31.7. konnten Vereine ihren Bewerbungsbogen einreichen und dabei zurückliegende Maßnahmen und Qualifikationen benennen. Zur Ausbildung zählte dabei neben dem direkten Vereinsangebot wie Jugendtraining oder Führerscheinkurse auch das mittelbare Engagement eines Vereins, wie z.B. das Entsenden von Mitgliedern zu externen Fortbildungen. Kleinere Vereine hatten dabei die gleiche Chance auf die Auszeichnung, weil bei der Bewertung die Aktivitäten im Verhältnis zur Größe des Vereins gesetzt wurde. Seit 2007 wird diese Maßnahme alle zwei Jahre durchgeführt.

Folgende Vereine erhielten beim Deutschen Seglertag 2019 die Auszeichnung für herausragende Ausbildung

  • Northeimer Segelclub e.V. (N.117) – schon zum siebten Mal in Folge –
  • Segel-Club Sarstedt e.V. (N.135)
  • Segelverein Speichersee Emsland e.V. (N.174)
  • Segler-Verein Braunschweig e.V. (N.072)
  • Turnklub Jahn Sarstedt e.V. (N.151)
  • Wassersportverein “Luv-Up” Jemgum e.V. (N.025)

Die Clubs erhielten eine DSV-Plakette, eine Urkunde sowie eine Flagge. Mit dieser Auszeichnung können die Vereine ab sofort einfacher neue Mitglieder werben, aber auch bei potentiellen Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung selbstbewusster auftreten.

Herzlichen Glückwunsch !

Lehrgänge für Wettfahrtleiter und Schiedsrichter im Frühjahr 2020

Im kommenden Frühjahr finden folgende Lehrgänge des SVN in Niedersachsen statt:

  • 22. / 23. Februar 2020  : Fortbildungslehrgang für Lizenzinhaber regionaler und nationaler Lizenzen im ZSK in Bad Zwischenahn
  • 29.02./01.03. 2020    : Grundlehrgang für Lizenzinhaber und Lizenzanwärter der regionalen Lizenz im SLSV in Steinhude
  • 07./08. März 2020 : Grundlehrgang für Lizenzinhaber und Lizenzanwärter der regionalen Lizenz im SCC in  Dümmerlohhausen
  • 07./08. März 2020 : Fortbildungslehrgang für Lizenzinhaber regionaler und nationaler Lizenzen im HYC in Steinhude

Weiterhin sind in der kommenden Saison erstmals Praxisseminare geplant, die ebenfalls Punkte für die Lizenzerhaltung oder Lizenzerteilung liefern.

  • 21./22. März 2020 : Praxisseminar für Wettfahrtleiter im Rahmen der Laser Regatta Steinhuder Meer  (Regionale Lizenz und Anwärter)
  • 31.Mai 2020  : Praxisseminar für Wettfahrtleiter im Rahmen der Pfingstregatta am Dümmer  (Regionale Lizenz und Anwärter)
  • Datum noch offen, Info folgt! : Praxisseminar für Schiedsrichter (Regel 42 ) in Verbindung mit dem Kadertraining Opti und / oder  Europetraining am Dümmer.

Detailinformationen und Ausschreibungen findet Ihr auf unserer Seite Aus- und Forbildung / Wettfahrtleiter & Schiedsrichter

„Lasst uns Starten üben“ – Breitensport-Training beim Northeimer Segelclub e.V.

Auf dem Kiessee beim NSC waren beste Segelbedingungen vorhanden, um das Motto zum diesjährigen Lehrgang am 13. und 14. August 2019 für Teenies und 420er optimal umzusetzen. So trafen alle Segler pünktlich ein und lauschten erstmal gespannt den theoretischen Ausführungen. Als dann alle auf dem Wasser waren, stellte sich schnell heraus, dass es gar nicht so leicht war, den idealen Startplatz zu ergattern und bis zum Start zu halten. So war schnell klar, dass alle noch viel üben müssen. Auch mit Speed über die Linie zu fahren, klappte nicht bei allen auf Anhieb.
Zur Mittagspause hatten uns die Eltern mit einer leckeren Mahlzeit verwöhnt und als Nachtisch gab es zur Stärkung für alle Segler reichlich Obst.
In der zweiten Einheit begannen wir erstmal mit Achten um 2 Tonnen, so dass jeder seine Wenden noch verbessern konnte, bevor es dann wieder ans Starten ging. Nach dem Starten ging es auf einen Up-and Down Kurs, damit auch alle Manöver für eine Regatta geübt werden konnten. Einige Teams zeigten sogar ihren Spi und alle waren mit Freude dabei. Abends erfolgte noch eine Einführung ins Segeln nach Bändseln. So fuhren alle mit vielen neuen Eindrücken nach Hause. Auch am nächsten Tag trafen alle Segler pünktlich ein und wir waren zeitig auf dem Wasser. Doch jetzt spielte der Wind mit uns, erst kam die Böe aus der einen Richtung und dann wieder aus der anderen, also fahren wir erstmal Achten um die Tonnen. Als sich der Wind stabilisiert hatte, ging es wieder an die Startlinie und nach dem Start folgte wieder der Up-and-Down Kurs. Es gab zwar immer noch Dreher, aber das übt ja bekanntlich.
Mittags verwöhnten uns die Eltern wieder mit einer leckeren Mahlzeit – dazu vielen Dank, denn auf dem Wasser wird man schnell hungrig.
Am Nachmittag verbesserte sich der Wind und wir konnten noch ordentlich Starten. Zuerst mal im 3er-Pack, also Start, Startkreuz anfangen und gleich wieder hinter die Linie, nach drei Minuten folgte schon der nächste Start. Dabei kommt man schnell aus der Puste, aber das trainiert auch. Beim dritten Start ging es dann auf einen Up-and-Down Kurs mit drei Runden. Vor dem letzten Start wechselten alle mal ihre Position im Boot, die Vorschoter übernahmen das Ruder und die Steuerleute waren jetzt Vorschoter. Das war für viele doch sehr ungewohnt, aber alle schafften die Runde und können jetzt auch mitreden, wie man ein Segelboot steuert. So verging die Zeit rasend schnell und wir mussten wieder zurück in den Hafen. Dort wartete schon ein leckeres Kuchenbuffet auf die Segler. So war das Wochenende viel zu schnell vorbei und am Ende wollten alle Segler beim kommenden Harzpokal an den Start gehen.  

Birgit Henke TC-L    

Karibikfeeling im Wattenmeer

Vom 21. bis zum 23. Juni fanden sich die Zweihandsegler des Regionalverbandes Weser-Ems am Wattenmeer zusammen, um auf Langeoog ein Wellentraining durchzuführen. Am Freitagnachmittag starteten mehrere Teenys und 420er sowie ein 470er vom Yachtclub Accumersiel e.V. zum Segelverein Langeoog e.V., um über das Fahrwasser bis in den Hafen von Langeoog zu segeln. Wichtig hierbei war, dass die Segler rechtzeitig den Hafen von Accumersiel verließen, da sie sonst durch die Tide den Hafen nicht mehr hätten verlassen können. Rund 1 ½ Stunden waren die jungen Segler bis zum Abend unterwegs.
Übernachtet haben die Segler und Trainer im Hafen von Langeoog, die gesamte Verpflegung und Übernachtung lief über den Segelverein Langeoog. Samstag konnten die Segler des Regionalverbandes erst ab 11:00 Uhr den Hafen von Langeoog verlassen, da sie auf das Wasser warten mussten. Ein Anblick, an den sich die jungen Segler gewöhnen müssen, ist, dass die Boote im Schlick liegen und keine Handbreit Wasser unterm Schwert ist. Vor dem Ablegen gab es von Helge Bents, dem Jugendwart des Segelverein Langeoog e.V., eine Einweisung in die Grundlagen des Wattenmeeres, wie man mit der Tide segelt und was die jungen Segler erwartet, wenn sie später am Tag im Seegatt zwischen den Inseln Langeoog und Baltrum trainieren würden. Danach ging es für die Segler ans Boote aufbauen, um den Hafen verlassen zu können. Gesegelt wurde im Seegatt, wo durch 4-5 Bft. eine gute Welle herrschte. Im Fokus stand hierbei, nicht die Technik der Boote zu verbessern, sondern das Gefühl für das Anfahren von Wellen zu stärken, sowohl auf der Kreuz als auch auf Vorwindkursen. Zur Mittagspause wurden die Boote an den Strand gezogen, der bis auf die Trainingsgruppe menschenleer war. Nach der Pause verließen die Segler das Seegatt, um eine lange Kreuz über Baltrum zurück zum Hafen von Langeoog zu fahren.
Am Sonntag konnten die Segler den Hafen um 10 Uhr verlassen. An diesem Tag ging es für die jungen Sportler nicht in das Seegatt, sondern sie segelten in Richtung Ostende der Insel Langeoog. Auch hier hatten die Segler Glück mit dem Wetter, Sonnenschein und guter Wind begleiteten sie bei ihrem Training. Nach einer weiteren Trainingseinheit ging es bei Hochwasser über das Wattenmeer zurück zum Hafen von Accumersiel. Die jungen Segler haben durch dieses Wochenende viele neue Erfahrungen gesammelt und bedankten sich herzlich bei den Vereinen von Accumersiel und Langeoog. Erstmalig dabei war auch eine 470er Crew; es zeigte sich, dass auch dieses Boot voll in das Konzept der Aufbauarbeit im Jollensegeln des Regionalverbandes passt. Die jüngsten internationalen Erfolge bei der WM zeigen, dass dieser Ansatz richtig ist. Auf der Internetseite www.segeljugend-weser-ems.de gibt es auch einen tollen Videoclip zu diesem schönen Wochenende.  

Siebo Willms

Großes Breitensporttraining mit Schatzsuche auf dem Kleinen Meer

Der Wassersportverein Emden und der Emder Segelverein hatten vom 17. bis 19. Mai zu einem Schnupper- und Umsteiger-Training in den Bootsklassen Opti, Teeny und 420er eingeladen. 25 junge Sportler/innen der Region nahmen dieses Angebot dankend an. Neben den Optis und 420ern sah man auch sechs Teenys auf dem Wasser, und so zeigte sich beim Spitraining oft ein buntes Bild auf der Hieve – wie das Kleine Meer auch genannt wird. Ziel des Landesseglerverbandes als Ausrichter war es, interessierte Jugendliche und Kinder für den Segelsport zu begeistern. Die beiden Trainer – Nele Marie Willms und Detlef Hillers – wurden tatkräftig von den Trainerassistenten des Regionalverbandes Weser-Ems unterstützt. Neben dem Einstieg ins Spisegeln wurden auch die ersten Trapezübungen gemacht. Insgesamt wurde das Ziel, erste Berührungsängste mit der jeweils neuen Bootsklasse zu nehmen, voll erreicht. Das war zum großen Teil ein Verdienst der jungen Trainerassistenten, die mit an Bord waren und einem dadurch das Gefühl der Sicherheit vermittelten. Neben den Zweihandbooten waren auch Optis mit auf dem Wasser, um noch Tipps für die Abschlussregatta zu bekommen. Für diese Boote begann das Training schon am Freitag.

Nele Marie Willms startete am Samstagmorgen mit den Teenys und 420ern, denn das Ziel war, dass alle Boote am Sonntag nach dem Training noch an der Schatzregatta teilnehmen konnten.
Diese Schatzsuche wird immer von Detlef Hillers organisiert und ist das Highlight des Wochenendes. Leider fiel zunächst das Sicherungsboot aus, und es musste kurzfristig für Ersatz gesorgt werden. Zum Glück war das kein Problem, da die Vereine untereinander kooperierten; spontan sprang der Segelwart des ESV – Sven Fischer – ein. Er holte die drei Trainerassistentinnen auf sein Motorboot und legte sich an die Luvbahnmarke. Die Sicherheit auf dem Wasser war gewährleistet und die Regatta konnte starten. Als erstes starteten die Teenys, da sie eine längere Bahn abzusegeln hatten, und dann konnten die Optis zeigen, was sie am Samstag gelernt hatten.

Das ganze Event war wieder ein voller Erfolg und an den steigenden Teilnehmerzahlen sieht man, dass der Segelsport in Ostfriesland immer populärer wird. Ferner zeigt sich, dass der Aufbau von jungen engagierten Trainern über die Schiene der Trainerassistenten langfristig zum Erfolg führt.

Greetsiel 2019 wieder ein voller Erfolg

Auch in diesem Jahr war der wunderschöne Hafen von Greetsiel Treffpunkt für fast 60 junge Segler der ostfriesischen Nordseeküste. Vom Segler-Verband Niedersachsen wurden im Rahmen eines Breitensporttrainings die Trainer Siebo Willms und Detlef Hillers an die Küste entsandt. Schnell zeichnete sich ab, dass die jungen Segler der A-Watt Gemeinschaft in diesem Jahr mehr wollten. Der Wunsch war, dass neben dem klassischen Opti als Jüngstenboot, auch der Focus auf das Zweimannboot Teeny gelegt würde. Der Verbandstrainer Siebo Willms vom Regionalverband Weser-Ems zog daraufhin die Boote der Förder- und Leistungsgruppe des Verbandes zusammen. Insgesamt waren an diesem Wochenende 15 Teenys und über 20 Optis im Einsatz. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl schickte der Regionalverband die Trainerin Nele Willms zur Unterstützung hinzu. Sie wurde zusätzlich von erfahrenen Regattaseglern und ausgebildeten Trainerassistenten ihrer Trainingsgruppe unterstützt. Somit stand jedem Anfänger ein erfahrener Teenysegler zur Seite.
Gestartet wurde das Training schon am Freitag, da die Fährverbindung und die Gezeiten es so vorgaben. Nach Einteilung in die Gruppen Opti-Anfänger (Siebo Willms), Opti-Fortgeschrittene (Detlef Hillers) und Zweihandsegler (Nele Willms) ging es am Samstagmorgen gleich los. Mit 2 bis 3 Bft. und sommerlichen Temperaturen waren die Bedingungen ideal. Während die Opti-Anfänger im Hafenbereich das Segeln auf Kante mit Pinnenausleger trainierten, waren die Opti-Fortgeschrittenen mit Detlef Hillers im Vorhafen beim Regattatraining und Bootshandling. Die Zweihandsegler übten in Richtung Schleuse Trapezsegeln und Spi fahren. Der Abend endete mit einem riesen Badespaß und die drei Trainer setzten sich mit den Vereinstrainern der Inseln auf dem Vereinsschiff des Greetsieler Yachtclubs zum Trainermeeting zusammen.
Der Sonntag startete wie der Samstag. Da es sich aber abzeichnete, dass es ab Mittag sehr böig werden würde, brachen die Optis bei 5 Bft. das Training ab und fuhren zurück in den Hafen. Nun stand das gesamte Hafenbecken den Teenys  zur Verfügung. Die jungen Optisegler stellten sich auf die Brücke und schauten den Teenys zu, wie die Anfänger mit den erfahrenen Trainerassistenten die Boote übers Wasser jagten.
In der Abschlussrunde zeigten sich alle begeistert von dem Wochenende. Es konnte nicht nur Wissen an die jungen Segler vermittelt werden, auch die Trainer und Betreuer haben viel an Information mitgenommen. Das Fazit war, nächstes Jahr gerne wieder. Auf www.segeljugend-weser-ems.de und bei youtube gibt es übrigens den Videoclip Greetsieler Hafenflair.
Martin Hartmann (SVN Lehrwart)

“Wir holen die Jugend ins Boot” – das Motto im Sommercamp am Dümmer

Für den Seglernachwuchs stand in Hüde ein wahres Highlight auf dem Programm: Mehr als 40 Jugendliche aus niedersächsischen Segelvereinen waren laut einer Pressemitteilung eine Woche lang im Landesstützpunkt Segeln der Seglervereinigung Hüde (SVH) zu ihrem jährlichen Sailing Camp auf dem Dümmer zusammengekommen.
Das Sailing Camp unterscheidet sich von den üblichen Trainingswochenenden dadurch, dass es nicht nur um das Erlernen und Einüben harter Wettkampfpraxis für die nächste Regatta geht, sondern auch viel Spaß und Geselligkeit im Vordergrund des Ferien-Events für die Jugendlichen steht.
Das Ausprobieren neuer Bootsklassen für Jugendliche stand genauso auf dem Wochenprogramm des Camps wie Stand-up-Paddeling oder Match-Race sowie das Lösen von Teamaufgaben auf dem Wasser.
Der Landestrainer des Seglerverbandes Niedersachsen und Campleiter Tim Kirchhoff freute sich besonders, dass nicht nur jugendliche Leistungssegler den Weg zur SVH in das Sailing Camp gefunden hatten. Kirchhoff resümierte, dass solch ein Camp auch maximalen Spaß für solche Jungen und Mädchen aller Altersgruppen garantiert, die bisher wenig mit Segelsport in Berührung gekommen sind.
Getreu dem Motto “Wir holen die Jugend ins Boot” waren jugendliche Anfänger im Segeln in gleicher Weise wie junge Leistungssegler beim Sailing Camp dabei. Insbesondere in der Einsteiger-Bootsklasse OPTI standen auch die Vereinsboote der SVH während der Woche für die Kinder und Jugendlichen zur Verfügung, die bisher noch nicht mit einem eigenen Boot aufwarten können.
“Uns ist extrem wichtig, eine breite Basis für den Segelsport zu schaffen. Wir wollen Niedersachsen wieder zu einem der führenden Bundesländer im Segelsport machen”, unterstrich Tim Kirchhoff.
Wie es sich für ein Sommercamp gehört, übernachteten die Jugendlichen mit ihren fünf Trainern in eigenen Zelten auf dem Clubgelände der SVH, verpflegt durch Clubwirt Andreas Mattey.
“Vielleicht nimmt ja hier wieder die nächste Segelkarriere eines Champions oder Meisters ihren Ausgang”, hoffte Tim Kirchhoff. Möglich wäre es, zumal der aktuelle Weltmeister in der für Jugendliche besonders geeigneten Bootsklasse EUROPE – Fabian Kirchhoff (SVH) – sich unter den Trainern befand.