Inklusionspreis 2016

Inklusion im Sportverein heißt: Menschen mit und ohne Behinderung sind gemeinsam aktiv – sowohl auf dem Spielfeld als auch in der Gremienarbeit. Der LSB will auch in diesem Jahr wieder drei Vereine auszeichnen, die sich auf den Weg gemacht haben, Inklusion vor Ort zu leben. Bewerbungsschluss ist der 20. Oktober.

Die Teilnahme am Inklusionspreis ist ganz einfach:

  1. Laden Sie das Berwerbungsformular herunter
  2. Beschreiben Sie, wie Sie Inklusion in Ihrem Verein umsetzen und wie Menschen mit Behinderung am Vereinsleben teilhaben.
  3. Fügen Sie Ihrer Bewerbung wenn möglich aussagekräftige Fotos Ihrer Inklusionsarbeit bei.
  4. Schicken Sie Ihre Bewerbung per Post oder E-Mail bis zum 20.10.2016 an den LSB Niedersachsen e.V..

Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine voim LSB Niedersachsen e.V. eigesetze unabhängige Jury.

Es warten Preise im Gesamtwert von 10.000 € auf die Teilnehmer!

Weitere Infotmationen erhalten Sie auf der Website des LSB Niedersachsen.

Downloads

Flyer Inklusionspreis 2016

Inklusionspreis Ausschreibung 2016

Rundschreiben Landesfachverbände

BSN fördert Vereine mit bis zu 4000 Euro

Partnervereine des Leistungssports (PVL)
Ein Förderprogramm des BSN

Vereine des Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN) können sich wieder für das Förderprogramm „Partnervereine des Leistungssports“ (PVL) bewerben. Die Flächengröße Niedersachsens stellt für die sportliche Entwicklung talentierter Sportler eine große Herausforderung dar. Die Sportler sind im gesamten Bundesland verteilt und müssen z. T. große Distanzen zu den Landesstützpunkten und dem damit verbundenen Kadertraining zurücklegen. Aus diesem Grund ist es für den BSN von enormer Bedeutung, leistungssportaffine Vereine als Partner zu gewinnen, zu etablieren und zu fördern. Mit dieser Richtlinie verfolgt der BSN den Ausbau bzw. die Stärkung der vereinsinternen leistungssportlichen Infrastruktur. Damit sollen die Rahmenbedingungen im Leistungssport für Menschen mit Behinderung verbessert werden. Sportvereine, die sich in besonderem Maß für die Entwicklung des Behindertenleistungssports engagieren, werden mit diesem Programm gefördert. Dies sind die Partnervereine des Leistungssports (PVL). Das Projekt wird gefördert von den Sparkassen in Niedersachsen aus Mitteln der Lotterie Sparen + Gewinnen und der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung

Die Förderziele sind

  • Aufbau leistungssportaffiner Vereine als Partner
  • Ausbau und Stärkung vereinsinterner leistungssportlicher Infrastruktur
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen im Leistungssport für Menschen mit Behinderung
  • Förderung von bis zu 2.000 € im Jahr

Ihr Verein möchte PVL werden?

Den Bewerbungsbogen und die Förderrichtlinien finden Sie unter http://www.bsn-ev.de/sport/leistungssport/partnervereine-des-leistungssports/. Der BSN entscheidet über die Zustimmung. Die Vergabe wird auf zwei Jahre festgeschrieben. Der Erwerb des Labels „Partnerverein des Leistungssports im BSN“ wird vertraglich zwischen dem betreffenden Verein und dem BSN dokumentiert.

Foto: Bill Blevins

Das geht ja auch ohne anschreien

Das Segeln bei Sturm auch ohne Panik und Schreierei an Bord möglich ist war nur eine von vielen lehrreichen Erfahrungen beim diesjährigen Segeltraining „Frauen an die Pinne“.

Nicht immer, aber immer öfter gibt es auch am Steinhuder Meer stürmische Wochenenden. So auch vom 24. Juli bis 26. Juli 2015. Doch dank der Begleitung durch erfahrene Trainerinnen konnten die Teilnehmerinnen bei „Frauen an die Pinne“ lernen, dass Segeln selbst bei viel Wind relativ stressfrei sein kann. „Ich hab es noch nie erlebt, dass an Bord so eine Ruhe herrscht bei so viel Wind“, stellte Seglerin NAME fest nachdem Sie gemeinsam mit den erfahrenen Trainerinnen Kerstin Lange und Annika Levin bei sieben Windstärken eine Runde auf dem Steinhuder Meer dreht hat.

16Frauen trafen sich bei der KSGH, um ihre seglerischen Fähigkeiten aufzufrischen. Ob erfahrene Küstenseglerin, die keine Erfahrung im Jollensegeln hat, routinierte Mitseglerin, die die Pinne zum letzten Mal zur Segelscheinprüfung übernahm oder einfach Frauen, die ihre Angst beim Segeln verlieren möchten – die Truppe war auch in diesem Jahr bunt gemischt.

Schon zur Tradition ist die Reviererkundungsfahrt mit einem Auswanderer geworden. Leider ließ sich Rasmus nicht mit Sherry besänftigen und schickte den Frauen eine Sturmfront. Doch die zwei ehemaligen Regattaseglerinnen Lange und Levin zeigten den Frauen, dass ein Boot auch bei sieben Windstärken beherrschbar ist und segelten mit jeder Frau, die sich traute, eine Runde über das Steinhuder Meer. „Es geht bei diesem Training nicht darum möglichst viele Runden um ein Dreieck zu drehen, sondern die Frauen sollen vor allem mehr Selbstbewusstsein erlangen, die Angst verlieren und ihren Spaß am Segeln wieder entdecken, so Trainerin Kerstin Lange. Da der Wind im Tagesverlauf bis auf 10 Beaufort auffrischte, wurde der Rest des Tages zur Auffrischung der theoretischen Grundladen genutzt. Außerdem testen die Frauen, wie es ist bei Wind und Welle in verschiedenen Schwimmwesten zu schwimmen. „Das war eine super Erfahrung. Ich war überrascht, was es für Unterschiede gibt. Zu Hause hätte ich das sicherlich nie ausprobiert“, sagt Teilnehmerin Andrea Modeß aus Strausberg Am Sonntag verbesserten sich die Bedingungen und die Frauen konnten doch noch einmal selbst die Pinne übernehmen.

Bereits seit 2009 bietet der Seglerverband Niedersachsen Frauen jeden Alters die Möglichkeit zu einem Segeltraining unter professioneller Anleitung. „Die große Nachfrage zeigt, wie wichtig so ein Trainingsangebot im Breitensport ist. Leider gibt es solche Angebote nicht in regelmäßiger Form in Vereinen. Das wäre jedoch wichtig, denn die reine Ausbildung für den Segelschein reicht bei weitem nicht. Das sehen wir jedes Jahr bei „Frauen an die Pinne “, sagt Kerstin Levin, Fachwartin für Gleichstellung und Inklusion des Segler Verbandes Niedersachsen.

Möglich ist ein Projekt wie „Frauen an die Pinne“ in Zeiten von Mittelkürzungen nur mit vielen ehrenamtlichen Helfern und großzügigen Unterstützern. Hierzu zählen u.a. die Kanu- und Segel Gilde Hildesheim, die ihre Räumlichkeiten für die Unterbringung der Seglerinnen sowie ihre Schulungsboote zur Verfügung stellt. “Nur mit dieser Unterstützung ist ein Projekt wie „Frauen an die Pinne“ möglich und ich hoffe, dass wir auch im nächsten Jahr wieder trainieren können”, betont Kerstin Levin.