Sailing Team Niedersachsen im Opti kaum zu schlagen

Die letzten Regatten sind gerade noch vor der zweiten Coronawelle ins Ziel gerettet worden und die niedersächsischen Optisegler/innen haben noch einmal reichlich Ranglistenpunkte gehamstert. In der Deutschen A-Rangliste bietet sich ein beeindruckendes Bild:

3x Niedersachsen unter den TOP 5 !

  • 2. Paul Ulrich (ZSK)
  • 3. Mirja Dohle (SVG)
  • 5. Clara Bonhagen (ZSK)

Die Trainerarbeit von Tim Kirchhoff trägt wieder einmal Früchte. Seine Newcomerin des Jahres ist Clara Bonhagen (Bad Zwischenahn). Mit Talent, Trainingsfleiß und unbändigem Siegeswillen war sie bereits im Mai 2019 so schnell unterwegs, dass das Trainerteam Claras vorzeitigen Wechsel vom B- zum A-Kader vollzogen. Sie qualifizierte sich auf Anhieb für die Meisterschaft und landete gleich im ersten Viertel. Mittlerweile gehört Clara definitiv zu den schnellsten und wenn die Starts noch ein wenig besser werden, wäre sie ganz vorne – so Trainer Kirchhoff.

Aber auch auf den weiteren Plätzen schlummern die Talente:

  • 16. Constantin Streicher (SVG)
  • 30. Felix Bonhagen (ZSK)
  • 48. Peer Kruse (YCN)
  • 55. Charlotte Frobenius (BSV)
  • 64. Jule-Johanna Blank (ZSK)
  • 65. Maximilian von Geyer (WSCG)
  • 66. Joana Luisa Pfingsten (SVG)
  • 75. Lea Marie Winkler (SVG)

Insgesamt sind 231 Segler/innen mit mind. 9 gültigen Wettfahrten in der Deutschen A-Rangliste 2020 vertreten.
https://www.dodv.org/regatta/rangliste/ranglistenuebersicht/

„Im Team puschen sich alle gegenseitig und jeder will der/die Beste sein. Bei jedem Training entsteht sofort ein positiver Wettkampfgedanke, der die Qualität des Trainings, wenn man ihn richtig steuert und lenkt, enorm steigert. Anfang Mai 2020 waren wir einer der ersten Verbände, die mit einem Hygienekonzept erfolgreich durchstarten konnten, die vielen Trainings haben sich ausgezahlt“ resümiert Tim Kirchhoff.

Neun neue C-Trainer sind ausgebildet

Mit 5 Monaten Verspätung konnte doch noch die erste Gruppe des im November letzten Jahres gestarteten Lehrgangs zur Trainer-C-Breitensportlizenz mit der praktischen Prüfung abschließen. Trotz der Einschränkungen durch Corona war es aufgrund des sehr guten Hygienekonzepts des Segelvereins Speichersee Emsland e.V. möglich, auf dem Speichersee in Geeste eine praktische Prüfung zu absolvieren. Der SvSE ist deshalb so aufgestellt gewesen, weil er an den vorherigen Wochenenden neben der Weser-Ems-Meisterschaft der Opti, Teeny und 420er auch noch die IDJüM der Teenys ausgerichtet hat. Das schlüssige Hygienekonzept ermöglicht dem Verein zurzeit noch einen eingeschränkten Betrieb.
Erfreulich in diesem Jahr war die hohe Präsenz der Inseln bei diesem Trainerlehrgang. So gibt es jetzt neue engagierte Trainer auf Spiekeroog, Langeoog und Borkum.
Lehrproben wurden unter anderem in den Bootsklassen Opti, Teeny und 420er durchgeführt. Neben dem Verbandstrainer, Siebo Willms SvSE, des Regionalverbandes Segeln Weser-Ems waren auch die Klassenvertreterinnen des Regionalverbandes vor Ort, um die Prüfungen abzunehmen. Für die Optis war in diesem Jahr Katja Sinning vom Yachtclub Papenburg und die 420er Trainerin Nele Willms vom SvSE vor Ort. Unterstützung gab es auch von einigen jungen Seglern des Niedersächsischen Landeskaders der Teenys. Da noch Herbstferien waren, konnte der Lehrgang am Freitagmorgen wie geplant starten. Von Seiten des SvSE standen neben den Segeljollen auch 4 Motorboote zur Verfügung. Alle angehenden Trainer nutzten dieses Wochenende, um neben ihren eigenen Lehrproben auch Einblick in die Arbeit der anderen Trainer zu bekommen.

Herzlichen Glückwunsch an:
Susanne Nolte (Borkum)
Guido Weber (Leer)
Jan Peterson (Cuxhaven)
Tammo Janssen (Jemgum)
Gudrun Steffesen (Borkum)
Jule Lauterjung (Spiekeroog)
Fabius Müller-Kauter (Stade)
Helge Bents (Langeoog)
Oliver Scheffler (Nordhorn
)

Bei den Lehrproben war zu erkennen, dass alle sich sehr intensiv auf dieses Wochenende vorbereitet hatten und froh waren, diesen Lehrgang endlich zum Abschluss zu bringen. Sie alle freuen sich auf die Arbeit mit den jungen Segler in ihren Vereinen. Alle Teilnehmer lobten den ausrichtenden Verein für die guten logistischen Voraussetzungen und das anspruchsvolle Revier.

Siebo Willms

Corona Update vom 1.11.2020

Die Niedersächsische Landesregierung hat die Niedersächsische Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus SARS-CoV-2 (Niedersächsische Corona-Verordnung) vom 30. Oktober 2020 veröffentlicht, die am Montag, den 02. November 2020 in Kraft tritt.

Wichtig für die Einschränkungen im Bereich des Sports ist vor allem der §10 der Verordnung.

Hier der Link zur Verordnung auf der Seite der Landesregierung.

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html

Hilfreich zur Einordnung ist auch die FAQ Seite des Landes mit Antworten auf häufig gestellte Fragen_

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/antworten_auf_haufig_gestellte_fragen_faq/antworten-auf-haufig-gestellte-fragen-faq-185463.html

König/Brack fliegen zum DM-Titel der FDs

Der Zwenkauer See südlich von Leipzig wird dieses Jahr zum Lieblingssee der niedersächsischen Segler: Nach Pia Kuhlmann im Laser Radial räumten nun auch Kilian König/Johannes Brack (Hannoverscher YC) bei der Deutschen Meisterschaft der Flying Dutchman souverän ab und verwiesen nach sieben anspruchsvollen Wettfahrten 41 weitere Teams auf die Plätze. Beide setzten sich ebenso souverän von Beginn an an die Spitze des Feldes und legten mit den Plätzen 1 – 2 – 3 – 3 erstmal konstant vor. Auch der Frühstart im fünften Rennen konnte als Streicher eliminiert werden. Und mit den Plätzen 11 – 4 ging die Leistungskurve am Ende wieder nach oben, zumal sich die Konkurrenz häufig Ausrutscher erlaubte.
Für den 39-jährigen Segelmacher König und seinem 36-jährigen Vorschoter war es zwar der erste ersegelte DM-Titel, aber auf den Weltmeisterschaften der Jahre 2015 und 2016 klappte es mit zweimal Bronze schon sehr gut.

Damit nicht genug: Auch ein halber Vizetitel wurde noch mit Lukas Merz vom Sail-Lollipop-RV nach Niedersachsen vergeben, der als Vorschoter bei Felix Albert (SSEPlauen) mit den Plätzen 5 – 6 – 5 – 9 – (dnf) – 5 – 2 ins Ziel kam. Lars Stöckmann (SLSV) segelte als Vorschoter bei Shmuel Markhoff (Frankfurter YC) als Vierter mit drei Tagessiegen knapp am Podestplatz vorbei. Die Steinhuder FD-Flotte war mit vielen weiteren Mannschaften sehr aktiv an dieser Meisterschaft beteiligt.

Kilian König (2.v.l.) und Johannes Brack umrahmt von den Drittplatzierten Malte Burkert (links) und Kai Schäfers (rechts)

Stiftung Elbefonds zahlt erstmalig Fördergelder aus

Nach endgültigen Genehmigungen der Elbvertiefung vom Frühjahr 2020 konnte nun die Stiftung Elbefonds tätig werden: Von über 68 Vereinen, die in der Hafendatenbank gemeldet sind, haben 22 Vereine einen Antrag auf Unterstützung der Baggerkosten durch die Elbvertiefung beantragt. Max. 30% der entstandenen Baggerkosten sind lt. Vergaberichtlinien förderungswürdig.
Von den beantragten Vereinen konnten 20 Anträge durch den Vergabeausschuss geprüft werden, zwei Vereine waren nicht berechtigt. Förderungen werden an die 13 Vereine in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen ausgezahlt, die die geforderten Unterlagen vollständig eingereicht hatten.
Der Vergabeausschuss – unter Vorsitz von Staatsrat a.D. Karl Schwinke – hat nach Prüfung der Anträge eine Summe von über 53.000 € bewilligt und an die Vereine ausgezahlt.
Zu den Vereinen gehören auch sechs Vereine dem Segler-Verband Niedersachsen an, die mit ca. 18.000 € gefördert worden sind.

Für 2021 besteht erneut die Möglichkeit, Anträge an die Stiftung Elbefonds zu stellen (Abgabefrist ist der 30.November 2020). Alles zum Verfahren und den Richtlinien findet Ihr auf der Internetseite:

www.maritime-elbe.de

Detlef Lohse
SVN-Schriftwart

Corona Update des SVN vom 22.06.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde des Segelsportes in Niedersachsen,

heute am 22.6.20 treten in Niedersachsen neue Corona-Pandemie-Verordnungen (VO) in Kraft, die einigen Einfluss auf die Ausübung unseres schönen Sportes haben:

  1. Im öffentlichen Raum, und dazu gehören auch die meisten vom Segelsport genutzten Gewässer, dürfen sich jetzt Gruppen bis zu 10 Personen ohne Einhaltung eines Mindestabstandes aufhalten. Dies gilt auch für die kontaktlose Sportausübung im Freien außerhalb von Sportanlagen. (Ein Hafen ist keine Sportanlage – ein Regattafeld schon)
    Daher benötigen Vereine zur Regattadurchführung weitergehende Genehmigungen von Landkreis oder örtlichen Behörden.
    (Gelöscht – Info dazu im Update vom 01.07.2020).
  2. In Sportanlagen gilt weiterhin die Abstandsregel von 2 Meter. Achtung: einige See(abschitte) sind in Niedersachsen als Sportanlage ausgewiesen (z.B. Salzgittersee), hier gilt die 10-Personenregeln nicht!
  3. Jugendreisen mit Übernachtung sind für bis zu 16 Jugendliche wieder erlaubt.
  4. Die Begrenzungen für touristische Reisen/Beherbergungen sind aufgehoben.
  5. Gemeinnützige Vereine dürfen wieder Versammlungen abhalten, wenn dabei jederzeit der Abstand von 1,5m zwischen Personen eingehalten wird, die nicht zu einem Hausstand gehören. Die bisherige Beschränkung auf gewählte Gremien (z.B. Vorstand) ist aufgehoben.

Liebe Segelsportfreunde, bei allen Lockerungen, bedenken Sie bitte, das alles Handeln streng nach §1 Satz 1 der niedersächsischen VO erfolgen sollte:

Jede Person hat physische Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes gehören, auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren!

Die niedersächsische Verordnung von heute (22.6.20) zur Beschränkung sozialer Kontakte regelt alle weiteren Details:

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html

Bitte bedenken Sie, dass von unserem persönlichen Verhalten die Entwicklung der Pandemie, sowie mittelbar die Ver- bzw. Entschärfung der Verordnungen durch die Behörden abhängen.

Dem Kanu-Verband Niedersachsen und dem Ruderverband Niedersachsen danke ich für die erfolgreichen internen Abstimmungen, sodass die „Bootsfahrer“ mit eine Stimme sprechen. Dem LSB danke ich für die zielführende Koordination!

SVN-See how the wind blows

Mit Seglergruß wünsche ich Ihnen eine irgendwann coronafreie Segelsaison. Bleiben Sie gesund!

Dr. Thomas Gote

50 Jahre Segler-Vereinigung Seeburger See e.V.

Was für ein tolles Gefühl, dass es unseren Verein nun schon so lange gibt. Immer haben sich begeisterte Segler gefunden, die mit Leuten aus der Region gemeinsam den Weg zum Segeln auf dem Seeburger See – dem Auge des Eichsfelds – geebnet haben.

In den 60er Jahren ließen ein paar Segler beim Anglersteg ihre Boote ins Wasser und einigten sich mit der Seepächterin und Berufsfischerin über die Bedingungen fürs Segeln. Durch die geografische Lage wehte ein für Segler bestens geeigneter Wind. Schon damals wurde für Regatten hart trainiert.

Ende der 60er Jahre zog sich die Fischerei zurück und es entstand die Idee, den See in ein Naturschutzgebiet zu verwandeln. Es bestand akuter Handlungsbedarf zur Vereinsgründung. Die Satzung und das Logo wurden auf der Gründungsveranstaltung am 5. September 1970 in der Cafeteria des Supermarktes Bono dem Kreis der künftigen Mitglieder vorgestellt und verabschiedet. Unser Verein wurde ins Vereinsregister eingetragen und in der Satzung als Zweck neben der Freizeitsegelei gleich der Wettsegelgedanke mit aufgenommen. Da der Platz neben der Fischereihütte zu klein war, wurde uns eine feuchte Wiese mit Seezugang angeboten, groß genug, um den kurzen Feststeg mit einem Schwimmsteg zu erweitern. Vorgesehen war auch zügig einen Geräteschuppen zu bauen, unsere jetzige „Vereinshütte“.

Mitte der 70er Jahre entwickelte sich trotz einer neuen Naturschutzordnung die sportliche Seite des Vereins prächtig. Die Reduzierung der Klassen auf Optis, 420er, 470er und 505er erlaubte Clubregatten mit Wettkämpfen in Klassen. Die Seeburger 505er Segler waren zu dieser Zeit auf vielen int. Regatten unterwegs und in ganz Deutschland bekannt.

Seit Gründung gab es im Verein immer eine lebendige Jugendszene mit einzelnen herausragenden Optiseglern. Unvergessen ist der Teamerfolg, den renommierten „Opti-Teller“ vom Steinhuder Meer nach Seeburg zu entführen. Unsere Optisegler nahmen als Landeskadersegler an int. Jüngstenmeisterschaften teil.

Dem SVSS wurde von der Wettsegelgemeinschaft Südniedersachsen die Durchführung verschiedener RL-Regatten übertragen, so der landesweit bekannte Eichsfeldpokal für 420er und 470er oder der Graf-Isang-Cup für Teenies und 420er (seit 2007). Ein Highlight aus 2014 war die Landesjüngstenmeisterschaft der Teenies.

Seit Anfang der 90er Jahre setzte der SVSS auf die neue Zweihand-Jüngstenjolle Teeny. Jetzt konnten Kinder auch gemeinsam mit Spi und Trapez segeln. Durch Vereinsspenden wuchs die Flotte schnell auf fünf Boote. 2011 kamen die Deutschen Jüngstenmeister sowie U14 Meister vom Seeburger See – ein herausragendes Ereignis in unserer Vereinsgeschichte. In den Folgejahren gab es noch zwei Vize-Meistertitel und danach 2 weitere Meistertitel. Diese Teenysegler stiegen dann begeistert in den 420er um und besuchten hochkarätige Events wie die Kieler Woche und IDMs.

Nach der Jahrtausendwende gab es über viele Jahre für die jugendlichen Segler die tolle Sommerfreizeit an der Schlei. 2019 wurde diese für alle Mitglieder mit vielen unterschiedlichen Booten erweitert.

In eine moderne Richtung entwickelte sich der Verein durch die Einführung des 29er Skiffs. Das Segeln mit dem großen Gennaker ist Freude pur und Dank der Spende eines Clubmitglieds haben wir jetzt schon drei Schiffe.

Im Jubiläumsjahr sind viele Aktionen am und auf dem Seeburger See geplant, z.B. am 29./30. August eine Regatta mit Gästen und Schnuppersegeln. Wir werden sehen, was mit Corona möglich ist. Nach 49 Jahren musste das Ansegeln als Veranstaltung erstmals ausfallen, Segeln war dank unseres 1.Vorsitzenden trotzdem erlaubt.

Birgit Henke (SVSS Pressewartin)

WorkIN statt WorkOUT von SchulSportWelten und LSB – in Zeiten des Corona Virus

WorkIN statt WorkOUT: Videos für Schülerinnen und Schüler

Sportlehrer Detlef Knorrek, Judoka Anna Monta Olek , die Rugby-Nationalspieler Niklas undDaniel Koch und weitere Sportler zeigen Schülerinnen und Schülern, wie sie sich zu Hause bewegen und fit halten können. Die Video-Reihe ist ein Projekt von SchulSportWelten mit dem LandesSportBund Niedersachsen und dem Niedersächsischen Kultusministerium.

Weblink zu den Videos: https://schulsportwelten.de/workin-statt-workout

Corona Update des SVN vom 23.04.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde des Segelsportes in Niedersachsen,

durch die vielen mich erreichenden mails, Anrufe und persönlichen Kontakte halten wir es für notwendig, eine weitere Stellungnahme des SVN für etwas Aufklärung in unseren allen Coronasituation heraus zu geben.

Bereits am 7.4. konnte der SVN Kontakt mit dem Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung – Lagestab eine bundesweit bis dahin einmalige Klarstellung auf nds. Landesebene erreichen, die bis heute unverändert gilt:

  • Segeln auf einem Einmannboot gilt als Individualsportart und ist damit erlaubt.
  • Dabei ist es egal, ob das Segeln in einem öffentlichen oder einem Vereinshafen beginnt.
  • Sportstätten bleiben gesperrt. Vereinsgelände und Hafen sind auf nds. Landesebene keine Sportstätte!
  • Hygiene-/Abstandsregeln gelten bundesweit einheitlich. Bei Beachtung dieser sind 2-Personensegeln oder Kranen erlaubt.
  • Arbeiten durch Betriebe am Boot, in der Bootshalle, im Clubhaus oder am Kran sind erlaubt.
  • Arbeiten in der Bootshalle sind  (s.o.) nicht gestattet.
  • Gruppenbildungen sind bundesweit weiterhin verboten, außer für Familie, Arbeit/Betriebe, das gilt auch für Segelclubs, Gelände und Häfen.

Andere Landesverbände sind danach ebenfalls aktiv geworden und konnten z.T. ähnliche Erleichterungen erreichen, die wir schon seit Wochen genießen. Nur hat der SVN (bewusst als Vorreiter) keine große Medienwelle geworfen und nur die Fachkreise/Vereine über mails und Homepage informiert.

Presseartikel aus ganz Deutschland suggerieren nun große Erfolge und verunsichern einige Vereine. Seien Sie versichert, mir ist, Stand heute, kein Land bekannt in dem weitergehende Freigaben existieren.

Warum dürfen dann trotzdem in Niedersachsen einige Vereine aufs Wasser, andere aber nicht?

Durch das föderale System in Deutschland, Corona Management ist in Deutschland Ländersache, entstehen teilweise haarstäubende Ungleichbehandlungen:

  1. berät auf Bundesebene die Regierung mit den Ministerpräsidenten der Länder ein gemeinsames Vorgehen, wie es vor wenigen Tagen geschehen ist.
  2. setzen die Landesregierungen durch Verordnungen und deren Interpretationen (s.o.) die unter 1. beschlossenen Vorgaben hoheitlich um. Hier wird bereits vielfach der gemeinsame Weg verlassen, wie wir alle an den derzeitigen Ladenöffnungen und dem Schulbeginn erkennen können (16 Versionen).
  3. kann jeder Landkreis eigene (verschärfende) Erlasse herausgeben, es gibt 294 Landkreise in Deutschland und 37 in Niedersachsen!
  4. jede Gemeinde kann wiederum für sein Gebiet weitere (verschärfende) Vorschriften herausgeben. Es gibt über 400 Gemeinden in Niedersachsen. Auch bei Denen sind oft Unsicherheiten zu verspüren, die im Zweifel die Ordnungsämter eher dazu veranlassen, Vereinsgelände (als Sportstätte) ganz zu sperren.

Bereits am 7.4.20 schrieben wir:

Liebe Vereinsmitglieder, haben Sie Verständnis für die Entscheidungen Ihrer Vereinsvorstände! Sie entscheiden nach bestem Wissen und Gewissen, oft liegt es aber nicht in Ihrer Hand! (siehe Punkt 1-4)

Es sind z. Zt. so krude Zustände denkbar, dass auf dem gleichen See vor einer Gemeinde das Individualsegeln erlaubt ist, wohingegen vor der benachbarten ein Bußgeld verhängt wird.

Hier hilft nur Aufklärungsarbeit! Der SVN steht gerne an Ihrer Seite. Letztlich hat aber das o.g. föderale System die Entscheidungen in der Hand. Auch unser Dachverband, der DSV hat dieses große Problem erkannt und bereits vor Tagen über den DOSB bei den politischen Entscheidungsträgern gefordert, den Segelsport in Deutschland in diesen Dingen einheitlich zu behandeln. Diese Initiative unterstützt der SVN ausdrücklich!

Hoffen wir, dass in den nächsten Wochen die richtigen Entscheidungen, unter unserer Einbeziehung, getroffen werden. Eine zweite Infektionswelle muss trotzdem unbedingt vermieden werden, über 5000 Corona assoziierte Todesfälle mahnen. Denken Sie bitte auch an die Altersstruktur in vielen unseren Vereinen.

Dennoch hoffe ich, bei weiter fallenden Infektionszahlen, auf weitere Lockerungen. Von diesen wird auch der Segelsport profitieren. Bitte verhalten Sie sich, gerade jetzt, weiterhin so vorbildlich, wie ich es vor 2 Wochen angemerkt habe, wir Alle werden davon unseren Nutzen haben.

Seien Sie versichert, dass der SVN auf allen Ebenen aktiv ist und mit Verantwortung und Fingerspitzengefühl agiert. Viele andere Verbände, selbst fachfremde,  haben uns in den letzten 2 Wochen als Referenz aufgezeigt, das erfüllt mein Team und mich mit etwas Stolz. Ebenso hat unsere letzte Stellungnahme tatsächlich zu Kommunikation und Zustimmung geführt, wofür wir uns ausdrücklich bedanken.

Endlich gibt es eine Kommunikation von den Vereinen in Richtung des SVN, Corona hat scheinbar nicht nur schlechte Effekte. Nutzen Sie die Wege zur Kommunikation, wir sind für unsere Vereine da. Alle Kontaktdaten befinden auf der Homepage und weiter unten.

SVN-See how the wind blows

Mit Seglergruß wünsche ich Ihnen eine irgendwann coronafreie Segelsaison.
Bleiben Sie gesund!

Dr.Thomas Gote