Stürmisches Training am 3. Advent

Zum letzten Breitensporttraining des Jahres trafen sich über 20 junge Segler aus Niedersachsen am Freitag, den 13. Dezember auf dem Landesstützpunkt Bad Zwischenahn. Der Wetterbericht hatte einen stürmischen Verlauf des Wochenendes vorhergesagt.

Am späten Freitagnachmittag trafen die Teilnehmer ein und es wurden erst einmal die Boote abgeladen und die Masten gestellt. Danach ging es rüber in die Jugendherberge zum Einchecken und Abendessen. Aufgewärmt wurde sich danach noch in den Wellen des Solebads des Kurzentrums Bad Zwischenahn. Im Anschluss trafen sich alle Segler noch im Gemeinschaftsraum zur Vorbesprechung, um mit der Trainerin Nele Willms zu klären, welche Trainingseinheiten geplant waren. Auf dem Programm standen an diesem Wochenende vor allem Trapezwenden.
Samstagmorgen ging es nach dem Trimm der Boote pünktlich um 10 Uhr aufs Wasser zur ersten Trainingseinheit. Bei einem Wind von 3-4 Bft. (in Böen bis 5 Bft.) ging es auf einen Up and Downkurs, bei dem möglichst viele Wenden auf der Kreuz gefahren werden sollten. Die Windbedingungen waren optimal und die Vorschoter wurden gut gefordert, aber auch die Steuerleute mussten sehr viel mit der Großschot arbeiten, um die „Schotten“ zu unterstützen. Nach dem Mittagessen und einem heißen Kakao ging es dann zur Nachmittagseinheit aufs Wasser. Inzwischen hatte der Wind kräftig aufgefrischt und die Bahn wurde auf einen Raumschotskurs umgestellt. Sowohl die Teenys als auch die 420er kamen voll auf ihre Kosten trotz der ein oder anderen Kenterung.

Nach dem Abendessen traf man sich wieder zur Nachbesprechung im Gemeinschaftsraum. Da für den nächsten Tag mindestens so viel Wind gemeldet war, wurde auch das Verhalten bei Sturmböen besprochen. An diesem Abend war es den jungen Seglern freigestellt, ob sie noch einmal baden gehen wollten oder doch lieber zum nahen Weihnachtsmarkt. Diese Wahl fanden alle leicht und so teilte sich die Gruppe auf. Angekommen auf dem Weihnachtsmarkt wurden sie von einem Fernsehteam beim Tanzen gefilmt, was auf NDR 3 später ausgestrahlt wurde. Fazit der Kinder war eindeutig: Sie sind bessere Segler geworden.

Sonntagmorgen waren die Segler schon um 09:00 Uhr im Hafen des ZSK, um die Boote für die lange Sonntagseinheit fertig zu machen. Leider nahm der Wind so sehr zu, dass der Verbandstrainer des Regionalverbandes Siebo Willms in Absprache mit den beiden anderen Trainern entschied, dass dieser Wind nicht mehr segelbar war. In Böen waren es mehr als 8 Bft. Einige junge Segler, die meinten, dass es doch nicht so schlimm wäre, lud der Verbandstrainer zu einer Motorbootsfahrt ein. Nachdem man aus der Abdeckung des Hafens rauskam, einen die volle Wucht des Sturmes traf und die Wellen übers Boot gingen, stand auch für diese Segler fest: Nein – das wollen und brauchen wir nicht! Der Vormittag wurde genutzt, um noch an den Booten zu schrauben. Da die Jugendherberge Bad Zwischenahn sich mittlerweile auf die Segler eingestellt hat, mussten die Zimmer nicht um 10 Uhr geräumt werden, sondern man konnte nach dem Mittagessen noch in Ruhe eine Nachbesprechung machen und erst dann die Zimmer verlassen.

Es war schon ein sonderbares Gefühl, dass man sich zum Abschluss ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünschte. Aber auch dies wird von den Trainern in ihre Saisonplanung mit einbezogen. Die alljährlich bekannte Winterpause unter den Seglern fällt immer mehr in den Januar und Februar, so dass bis kurz vor Weihnachten trainiert werden kann. Dies stellt aber kein Problem dar, da der Trainingsgruppe des Regionalverbandes Weser-Ems auf dem Landesstützpunkt Zwischenahner Meer im Winter ein Trainingswochenende im Monat auf dem Wasser dank des Landkreises Ammerland gestattet ist.

Siebo Willms

Landes-Jugendseglertreffen 2020 in Bad Zwischenahn

Es ist wieder so weit: Am 25. Und 26. Januar 2020 findet endlich wieder das Landes-Jugendseglertreffen der Seglerjugend Niedersachsen statt. Es sind alle Jugendwarte und Jugendsprecher der Niedersächsischen Segelvereine herzlich eingeladen.

Ort:     Jugendherberge Bad Zwischenahn

            Schirrmannweg 14

            26160

Achtung: Die Jugendherberge ist mit dem Auto nur über den Seerosenweg zu erreichen!!!

Eine Anfahrtsbeschreibung befindet sich auf der JHB Website: https://www.jugendherberge.de/jugendherbergen/bad-zwischenahn-602/lage-und-anreise/

Samstag, 25. Januar 2020   –   Workshops            

Beginn: 11 Uhr

Workshop-Themen

  1. Segeljugend im Verein – Wir entwickeln einen Aktionsplan
  2. Gemeinsam in Niedersachsen – Wir organsieren neue Jugendprojekte
  3. Unsere nächste Jugendregatta – Wie machen wir sie attraktiv?
  4. Forum Zukunft – Wohin steuern wir?

Sonntag, 26. Januar 2020   –   Versammlung der Seglerjugend Niedersachsen

Beginn: 10:30 Uhr

Tagesordnung

  • TOP 1  Begrüßung
  • TOP 2  Bericht des Jugendobmanns (komm.)
  • TOP 3  Berichte aus dem Jugendsegelausschuss
  • TOP 4  Berichte aus den Workshops
  • TOP 5  Anträge zum Jugendseglertreffen
  • TOP 6  Entlastungen
  • TOP 7  Jugendhaushaltsplan 2020
  • TOP 8  Wahlen (Jugendobmann/-frau, Stellv. Jugendobmann/-frau, Jugendsprecher)
  • TOP 9  Empfehlungen in Fragen des Jugendsegelns

Wer bei den Workshops am Samstag dabei sein möchte, der kann sich noch anmelden per E-Mail an jugendobmann@segeln-niedersachsen.de . Die Kosten für die Übernachtungen in der JHB in Mehrbettzimmern und die Verpflegung werden von der Seglerjugend Niedersachsen übernommen.

Zur Versammlung am Sonntag haben die Jugendwarte und Jugendsprecher der SVN-Mitgliedsvereine jeweils ein Stimmrecht. Die Jugendvertreter können sich im Falle ihrer Verhinderung von einer geeigneten Person desselben Vereines vertreten lassen (wobei die Stimme des Jugendsprechers nur auf einen Jugendlichen übertragen werden kann). Inselvereine hingegen dürfen Stimmen auf andere Küstenvereine übertragen.

„Lasst uns Starten üben“ – Breitensport-Training beim Northeimer Segelclub e.V.

Auf dem Kiessee beim NSC waren beste Segelbedingungen vorhanden, um das Motto zum diesjährigen Lehrgang am 13. und 14. August 2019 für Teenies und 420er optimal umzusetzen. So trafen alle Segler pünktlich ein und lauschten erstmal gespannt den theoretischen Ausführungen. Als dann alle auf dem Wasser waren, stellte sich schnell heraus, dass es gar nicht so leicht war, den idealen Startplatz zu ergattern und bis zum Start zu halten. So war schnell klar, dass alle noch viel üben müssen. Auch mit Speed über die Linie zu fahren, klappte nicht bei allen auf Anhieb.
Zur Mittagspause hatten uns die Eltern mit einer leckeren Mahlzeit verwöhnt und als Nachtisch gab es zur Stärkung für alle Segler reichlich Obst.
In der zweiten Einheit begannen wir erstmal mit Achten um 2 Tonnen, so dass jeder seine Wenden noch verbessern konnte, bevor es dann wieder ans Starten ging. Nach dem Starten ging es auf einen Up-and Down Kurs, damit auch alle Manöver für eine Regatta geübt werden konnten. Einige Teams zeigten sogar ihren Spi und alle waren mit Freude dabei. Abends erfolgte noch eine Einführung ins Segeln nach Bändseln. So fuhren alle mit vielen neuen Eindrücken nach Hause. Auch am nächsten Tag trafen alle Segler pünktlich ein und wir waren zeitig auf dem Wasser. Doch jetzt spielte der Wind mit uns, erst kam die Böe aus der einen Richtung und dann wieder aus der anderen, also fahren wir erstmal Achten um die Tonnen. Als sich der Wind stabilisiert hatte, ging es wieder an die Startlinie und nach dem Start folgte wieder der Up-and-Down Kurs. Es gab zwar immer noch Dreher, aber das übt ja bekanntlich.
Mittags verwöhnten uns die Eltern wieder mit einer leckeren Mahlzeit – dazu vielen Dank, denn auf dem Wasser wird man schnell hungrig.
Am Nachmittag verbesserte sich der Wind und wir konnten noch ordentlich Starten. Zuerst mal im 3er-Pack, also Start, Startkreuz anfangen und gleich wieder hinter die Linie, nach drei Minuten folgte schon der nächste Start. Dabei kommt man schnell aus der Puste, aber das trainiert auch. Beim dritten Start ging es dann auf einen Up-and-Down Kurs mit drei Runden. Vor dem letzten Start wechselten alle mal ihre Position im Boot, die Vorschoter übernahmen das Ruder und die Steuerleute waren jetzt Vorschoter. Das war für viele doch sehr ungewohnt, aber alle schafften die Runde und können jetzt auch mitreden, wie man ein Segelboot steuert. So verging die Zeit rasend schnell und wir mussten wieder zurück in den Hafen. Dort wartete schon ein leckeres Kuchenbuffet auf die Segler. So war das Wochenende viel zu schnell vorbei und am Ende wollten alle Segler beim kommenden Harzpokal an den Start gehen.  

Birgit Henke TC-L    

Karibikfeeling im Wattenmeer

Vom 21. bis zum 23. Juni fanden sich die Zweihandsegler des Regionalverbandes Weser-Ems am Wattenmeer zusammen, um auf Langeoog ein Wellentraining durchzuführen. Am Freitagnachmittag starteten mehrere Teenys und 420er sowie ein 470er vom Yachtclub Accumersiel e.V. zum Segelverein Langeoog e.V., um über das Fahrwasser bis in den Hafen von Langeoog zu segeln. Wichtig hierbei war, dass die Segler rechtzeitig den Hafen von Accumersiel verließen, da sie sonst durch die Tide den Hafen nicht mehr hätten verlassen können. Rund 1 ½ Stunden waren die jungen Segler bis zum Abend unterwegs.
Übernachtet haben die Segler und Trainer im Hafen von Langeoog, die gesamte Verpflegung und Übernachtung lief über den Segelverein Langeoog. Samstag konnten die Segler des Regionalverbandes erst ab 11:00 Uhr den Hafen von Langeoog verlassen, da sie auf das Wasser warten mussten. Ein Anblick, an den sich die jungen Segler gewöhnen müssen, ist, dass die Boote im Schlick liegen und keine Handbreit Wasser unterm Schwert ist. Vor dem Ablegen gab es von Helge Bents, dem Jugendwart des Segelverein Langeoog e.V., eine Einweisung in die Grundlagen des Wattenmeeres, wie man mit der Tide segelt und was die jungen Segler erwartet, wenn sie später am Tag im Seegatt zwischen den Inseln Langeoog und Baltrum trainieren würden. Danach ging es für die Segler ans Boote aufbauen, um den Hafen verlassen zu können. Gesegelt wurde im Seegatt, wo durch 4-5 Bft. eine gute Welle herrschte. Im Fokus stand hierbei, nicht die Technik der Boote zu verbessern, sondern das Gefühl für das Anfahren von Wellen zu stärken, sowohl auf der Kreuz als auch auf Vorwindkursen. Zur Mittagspause wurden die Boote an den Strand gezogen, der bis auf die Trainingsgruppe menschenleer war. Nach der Pause verließen die Segler das Seegatt, um eine lange Kreuz über Baltrum zurück zum Hafen von Langeoog zu fahren.
Am Sonntag konnten die Segler den Hafen um 10 Uhr verlassen. An diesem Tag ging es für die jungen Sportler nicht in das Seegatt, sondern sie segelten in Richtung Ostende der Insel Langeoog. Auch hier hatten die Segler Glück mit dem Wetter, Sonnenschein und guter Wind begleiteten sie bei ihrem Training. Nach einer weiteren Trainingseinheit ging es bei Hochwasser über das Wattenmeer zurück zum Hafen von Accumersiel. Die jungen Segler haben durch dieses Wochenende viele neue Erfahrungen gesammelt und bedankten sich herzlich bei den Vereinen von Accumersiel und Langeoog. Erstmalig dabei war auch eine 470er Crew; es zeigte sich, dass auch dieses Boot voll in das Konzept der Aufbauarbeit im Jollensegeln des Regionalverbandes passt. Die jüngsten internationalen Erfolge bei der WM zeigen, dass dieser Ansatz richtig ist. Auf der Internetseite www.segeljugend-weser-ems.de gibt es auch einen tollen Videoclip zu diesem schönen Wochenende.  

Siebo Willms

Erfolgreiches Opti-Camp mit Teenygruppe im SCD

Das diesjährige Opti-Camp fand bei sehr unterschiedlichen Wetter- und Windbedingungen mit 21 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter von 7 – 14 Jahren statt. Acht Kinder nutzten die Gelegenheit, um erste Erfahrungen im Opti auf dem Wasser zu sammeln. Es wurde gepaddelt, geknotet und bei zunächst mäßigen Windbedingungen erste Segelerfahrungen gesammelt. Dabei stand bei allen Aktivitäten der Spaß im Vordergrund. Zum Ende der Woche konnten die Kinder selbstständig ihre Boote aufbauen, einfache Kurse segeln, wenden und halsen.
Die fortgeschrittenen Seglerinnen und Segler hatten im Laufe der Woche Zeit erste Regattataktiken zu erproben. Dabei stand das Starten und Kreuzen sowie das richtige Handling an der Pinne bei den verschiedenen Manövern im Vordergrund.
Auch in diesem Jahr gab es wieder eine Teenygruppe.  Zwei erprobte Regattateams konnten ihre Kenntnisse erweitern und vier weitere Kinder hatten die Möglichkeit zum ersten Mal einen Teeny zu segeln. Dabei war das Trapezsegeln und das Setzen und Bergen des Spinnakers eine besondere Herausforderung.  Auch die unerfahrene Seglerinnen und Segler konnten sofort und unkompliziert von den Erfahrungen der „Jungprofis“ profitieren. Dies führte zu einem tollen Gemeinschaftserlebnis!
Neben den seglerischen Aktivitäten wurde viel Sport getrieben: Es gab u.a. ein Fußballturnier am Strand, Ball über das Netz, einen Ausflug zum Abenteuer-Golfplatz und Aquafitness. Außerdem wurden mehrere Tänze eingeübt und vorgeführt. Zum Programm gehörte auch das Helfen bei den täglichen Mahlzeiten sowie das Säubern der sanitären Anlagen. Mit viel Spass und Musik kann daraus auch mal eine ordentliche Putzparty werden! Am letzten Abend wurde in gemütlicher Atmosphäre gemeinsam Stockbrot im Feuerkorb gebacken.
Das Opticamp war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg! Einige Kinder haben sich schon für das nächste Jahr wieder angemeldet, dann gibt es sicher auch wieder den traditionellen Opti-Camp-Kuchen.

C. Dahm

Fast 200 jugendliche Segler ermittelten auf dem Dümmer ihre Landesjugend- und jüngstenmeister

Die Seglervereinigung Hüde e.V. / Dümmer (SVH) führte am letzten August-Wochenende an ihrem Landesstützpunkt Segeln Niedersachsen als Ausrichter und Gastgeber die gemeinsamen Niedersächsischen Landesjugend- und Jüngstenmeisterschaften der Jugendbootklassen durch. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Ministers für Inneres und Sport Boris Pistorius.

Zu diesem wohl größten Segelereignis des Jahres in Niedersachsen starteten 192 jugendliche Segler in 145 Segeljollen. Nochmals die gleiche Anzahl von Begleitpersonen wie Trainer, Funktionäre und vor allem Eltern der Segler waren angereist, um ihrem Segelnachwuchs die erforderliche Unterstützung zu geben. Damit rangierten diese Segelwettbewerbe nach ihrer Meldezahl unter den bundesweit Top 10 in 2019.

Die Regatten zur Ermittlung des jeweiligen Niedersächsischen Landesjüngsten- bzw. Landesjugendmeisters/in fanden in acht von aktuell neun Jugendbootklassen Optimist A + B, 29er Klasse, Laser Radial und Laser 4.7, Europe und Teeny-Klasse sowie in der 420er Klasse statt. Lediglich bei der Bootsklasse Pirat musste mangels ausreichender Meldungen auf eine Startteilnahme verzichtet werden.
Bei strahlendem Sonnenschein und östlichen Winden am Samstag bis zu 3 Bft. bot der Dümmer nahezu ideale Voraussetzungen für solch eine Veranstaltung. Die ca. 18 qkm freie Wasserfläche ohne Windabdeckung garantierte den jugendlichen Seglern auf 2 Segelbahnen einwandfreie Segelverhältnisse, die auch für revierfremde Segler spannende Wettkämpfe ermöglichten. Die am Sonntag herrschende Flaute tat der gelungenen Großveranstaltung keinen Abbruch, da in allen Bootsklassen zuvor mindestens 3 Regattaläufe absolviert werden konnten.

Ausgangspunkt der Landesjugendmeisterschaften im Segeln war der mit Unterstützung des Landes Niedersachsen und der Deutschen Bundesumweltstiftung zum bundesweit ersten umweltorientierten Binnenhafen für Segelyachten umgestaltete Hafen der SVH. Die Segelwettbewerbe begannen mit dem Ankündigungssignal für vier geplante Wertungsläufe am Samstag um 10.30 h auf dem Wasser.
Die Wettfahrten zur Ermittlung der diesjährigen Meister in den Jugendbooten standen unter Leitung der Wettfahrtleiter Thomas Budde (SVH) und Kai Arendholz (SVH), die  zusammen mit ihren Teams und der großen Anzahl ehrenamtlicher Helfer auf dem Wasser die Garanten für spannende Titelkämpfe gewesen sind.
An Land konnten sowohl die Segler als auch alle Begleitpersonen sich auf ein attraktives Rahmenprogramm freuen. Zuvor gab der 1.Vorsitzende Uwe Fischer (SVH) als Chef der Mission am Samstagmorgen das Eröffnungssignal für dieses Segelevent. Fischer wies in seiner  Ansprache auf die besondere Bedeutung einer derartigen seglerischen Großveranstaltung für die heimische Region hin und rief die jugendlichen Segler zu spannenden und fairen Wettkämpfen auf. Auch der Hinweis auf den aktuellen Wasserstand des Dümmers durfte nicht fehlen.

Trotz der wiederum in diesem Sommer anhaltenden Trockenperiode ergaben sich keine Probleme für Opti, Europe und Co.
Als besonderer Höhepunkt des Rahmenprogramms darf die Einbettung der Veranstaltung in das zeitgleich stattfindende Volksfest „Der Dümmer brennt“ mit dem allseits mehr als gelobten Brilliant-Feuerwerk am Abend angesehen werden. Das Höhenfeuerwerk konnte dieses Jahr in Hüde, abgefeuert von Pontons auf dem Wasser, direkt im nahen Abstand von den Hafenstegen und dem Clubgelände der SVH bewundert werden. Gleicherweise fand besonderen Anklang das tolle Abendessen in Buffetform unter freiem Himmel durch Clubwirt Andreas Mattey und seinem Team.

Die Ermittlung der Niedersächsischen Landesjugend- und Jüngstenmeister/innen fand nach Beendigung der spannenden Titelkämpfe ihren Abschluss in den Siegerehrungen für alle teilnehmenden Bootsklassen. Diese konnten auf dem Clubgelände der SVH – wegen der Flaute am Sonntag bereits ab ca.14.00 h – über die Bühne gehen. Es sorgten auch keine Protestverhandlungen vor dem Schiedsgericht unter Leitung des Obmanns Peter Nagel (SVH) für etwaige Verzögerungen. Die neuen niedersächsischen Landesjugend- und Jüngstenmeistern 2019 erhielten von dem stellvertretenden Diepholzer Landrat Heiner Richmann ihre Siegerpokale einschließlich Wanderpreise für die Erstplatzierten. Zudem erhielt jeder teilnehmende Segler ein Erinnerungsgeschenk überreicht.   Niedersächsische Landesjugend- und jüngstenmeister/innen 2019:  

Optimist A
1. Platz    GER 1388    Bennet Dinter (SVH)
2. Platz    GER 1441    Mirja Dohle (SVH)
3. Platz    GER 13394  Constantin Streicher (SVG)   

Optimist B
1. Platz    GER 2722    Frederik HEISTERKAMP (WSV-AWB)
2. Platz    GER 1099    Charlotte FROBENIUS (NFBS-W)
3. Platz    GER 1379    Lea Marie WINKLER (SVG)  

Teeny
1. Platz    GER 736      Fabius + Julian MÜLLER-KAUTER (SVST)
2. Platz    GER 721     Paul + Florentine BLESKEN (SCD)
3. Platz    GER 685     Monique Chantal LAUE (NSC) / Lara HUMMEL (SVSS) – beide zugleich U15 M.  

Europe
1. Patz     GER 1656    Niklas DAHM (SCD)
2. Platz    GER 1685    Sophie MENKE (SCC)
3. Platz    GER 1754    Nadja Kopp (SCSZ)  

Laser 4.7
1. Platz      GER 216464   Leon SENFTLEBEN (SVG)
2. Platz      GER 213673   Hannah Marie BREITENSTEIN (SLSV)
3. Platz      GER 213346   Finja Elisa KOCH (SVH)  

Laser Radial
1. Platz    GER 210922     Moritz BRAND (SCD)
2. Platz    GER 213277     Ben KUHLEMANN (SCC)
3. Platz    GER 216108     Tobias RECK (SVH)  

29er
1. Platz   GER 2005    Charlotte MÜLDNER (SCD) / Amelie MÜLDNER (SCED)
2. Platz   GER 2024    Janne ACHENBACH (SVH) / Carlotta MEYER (SCED)
3. Platz   GER   692    Philipp SCHMECHEL (CUX) / Niko FELMET (SVH)  

420er
1. Platz   GER 55155   Jette KOEP (SVBS) / Charlotte BEILKEN (SVBS)
2. Platz   GER 55363   Muriel HECHT (ZSK) / Lara ECKEBRECHT (SVG)
3. Platz   GER 56086   Kim Hannah THIEMANN (BSV) / Maleen OSTERMANN (WSVI)  

Das größte Seglerteam stellte die SVH mit 23 Teilnehmern, der erfolgreichste Verein war der SCD mit 3 Goldmedaillen und einem Silberrang.  

 

IDJÜM der Teenys / Sailing-Team Weser-Ems räumt ab

Die internationale Deutsche Meisterschaft der Teenys fand in diesem Jahr im Rahmen der Travemünder Woche auf der Ostsee statt. Aus der Leistungsgruppe des Regionalverbandes Weser-Ems hatten sich in diesem Jahr sechs Teams aus Leer, Emden, Langeoog, Stade und Wilhelmshafen qualifiziert. Mit zweimal Silber und einmal Bronze ersegelten sich die jungen Sportler aus der Region Weser-Ems drei von sechs Podiumsplätzen.
Nach der Vermessung startete die IDJüM mit dem obligatorischen Practice Race der Klassenvereinigung. Für die Teams aus dem Nordwesten Deutschlands lief es noch nicht so gut, zu wenig Wind und Welle. Die Leistungsgruppe des Verbandes hatte vorab mit dem Verbandstrainer Siebo Willms ein Wellentraining zwischen Langeoog und Baltrum absolviert, um sich optimal auf die Meisterschaft vorzubereiten.
Der Wetterdienst hatte vorhergesagt, dass ab Donnerstag zu Beginn der Wettkämpfe der Wind zunehmen und auf Nordost drehen würde. An den folgenden vier Tagen waren acht Wettfahrten geplant. Besonders das Slippen der Boote an der Sliprampe erforderte viele Helfer, da bei auflandigem Wind die Welle direkt auf die Küste zulief. Von Anfang an zeigte sich, dass die sechs Teams gut auf die Ostsee vorbereitet waren und mit den täglich steigenden Anforderungen gut klar kamen. Ab Freitag lief es dann richtig gut für Fabius und Julian Müller-Kauter, die ihrer Favoritenrolle auf den Titel des Deutschen Meisters gerecht wurden. Auch die anderen Teams kamen bestens mit den Wellen klar und segelten sich von Wettfahrt zu Wettfahrt weiter nach vorne. Samstag war der richtige Wind mit 5 Bft, und richtige Wellen, 1,5 m bis 2 m, um sich in den Platzierungen weiter nach vorne zu schieben. Der Teeny mit der Nr. 474, gesegelt von Eva Kromminga aus Leer und Lorena Pancratius aus Emden gab vor der ersten Wettfahrt einen Vorschoterwechsel bekannt, da Lorena aus gesundheitlichen Gründen leider abbrechen musste. Zum Glück war die ehemalige Teenyseglerin Fenja Schoof aus Emden vor Ort, sie segelt jetzt die vorolympische Klasse der 420er, ebenfalls in Travemünde. Kurze Meldung beim Wettfahrtkomitee und in der zweiten Wettfahrt war die Nr. 474 mit Fenja wieder auf der Bahn. Nicht nur Fabius und Julian schoben sich weiter nach vorne, auch Lilly und Rosa Vincke vom KSW Wilhelmshafen sowie Anna Hillers aus Pewsum und Vorschoterin Okka Barghorn aus Emden holten einige Plätze auf. Die vorletzte Wettfahrt am Sonntag brachte einen ersten Platz für Fabius und Julian, die damit zwischenzeitlich die Führung übernahmen. Lilly und Rosa aber auch Anna und Okka verbesserten sich ebenfalls in ihrer Wertung. Die letzte Wettfahrt beendeten Julian und Fabius nur mit einem sechsten Platz, so dass sie wieder um einen Platz zurückfielen. Am Ende fehlte nur ein Punkt zum Deutschen Meistertitel, den Mats Ole Krüss und Tobias Ridder aus Schleswig Holstein für sich entschieden. In der U14-Wertung dominierten die Mädchenmannschaften und auch hier ging der Titel nach Schleswig Holstein. Deutsche Vizemeisterinnen wurden aber Lilly und Rosa Vincke vor Anna Hillers und Okka Barghorn mit der Bronzemedaille.
Auf der Travemünder Woche eine Deutsche Meisterschaft zu segeln und dann noch so erfolgreich, das hat schon was. Sei es die Eröffnungsfeier auf der Passat oder die Partymeile auf der Promenade – es ist eine ganz besondere Atmosphäre
Unterstützt wurde der Verbandstrainer des Regionalverbandes Weser-Ems von der Co-Trainerin Talea Willems vom Yachtclub Greetsiel.

Die Ergebnisse des Sailing-Team Weser Ems auf einen Blick:
Deutscher Vizemeister Gesamt: Fabius und Julian Müller-Kauter (SVST)
Deutsche Vizemeisterin U14: Lilly und Rosa Vincke (KSW)
Bronze Medaille: Anna Hiller und Okka Barghorn (WVE)
Platz 17: Eva Kromminga, Lorena Pancratius und Fenja Schoof (SVL)
Platz 24: Finja und Geske Bents (SVL)
Platz 25: Josefine Voget und Hannah Kromminga (WVE)

Siebo Willms

Großes Breitensporttraining mit Schatzsuche auf dem Kleinen Meer

Der Wassersportverein Emden und der Emder Segelverein hatten vom 17. bis 19. Mai zu einem Schnupper- und Umsteiger-Training in den Bootsklassen Opti, Teeny und 420er eingeladen. 25 junge Sportler/innen der Region nahmen dieses Angebot dankend an. Neben den Optis und 420ern sah man auch sechs Teenys auf dem Wasser, und so zeigte sich beim Spitraining oft ein buntes Bild auf der Hieve – wie das Kleine Meer auch genannt wird. Ziel des Landesseglerverbandes als Ausrichter war es, interessierte Jugendliche und Kinder für den Segelsport zu begeistern. Die beiden Trainer – Nele Marie Willms und Detlef Hillers – wurden tatkräftig von den Trainerassistenten des Regionalverbandes Weser-Ems unterstützt. Neben dem Einstieg ins Spisegeln wurden auch die ersten Trapezübungen gemacht. Insgesamt wurde das Ziel, erste Berührungsängste mit der jeweils neuen Bootsklasse zu nehmen, voll erreicht. Das war zum großen Teil ein Verdienst der jungen Trainerassistenten, die mit an Bord waren und einem dadurch das Gefühl der Sicherheit vermittelten. Neben den Zweihandbooten waren auch Optis mit auf dem Wasser, um noch Tipps für die Abschlussregatta zu bekommen. Für diese Boote begann das Training schon am Freitag.

Nele Marie Willms startete am Samstagmorgen mit den Teenys und 420ern, denn das Ziel war, dass alle Boote am Sonntag nach dem Training noch an der Schatzregatta teilnehmen konnten.
Diese Schatzsuche wird immer von Detlef Hillers organisiert und ist das Highlight des Wochenendes. Leider fiel zunächst das Sicherungsboot aus, und es musste kurzfristig für Ersatz gesorgt werden. Zum Glück war das kein Problem, da die Vereine untereinander kooperierten; spontan sprang der Segelwart des ESV – Sven Fischer – ein. Er holte die drei Trainerassistentinnen auf sein Motorboot und legte sich an die Luvbahnmarke. Die Sicherheit auf dem Wasser war gewährleistet und die Regatta konnte starten. Als erstes starteten die Teenys, da sie eine längere Bahn abzusegeln hatten, und dann konnten die Optis zeigen, was sie am Samstag gelernt hatten.

Das ganze Event war wieder ein voller Erfolg und an den steigenden Teilnehmerzahlen sieht man, dass der Segelsport in Ostfriesland immer populärer wird. Ferner zeigt sich, dass der Aufbau von jungen engagierten Trainern über die Schiene der Trainerassistenten langfristig zum Erfolg führt.

Greetsiel 2019 wieder ein voller Erfolg

Auch in diesem Jahr war der wunderschöne Hafen von Greetsiel Treffpunkt für fast 60 junge Segler der ostfriesischen Nordseeküste. Vom Segler-Verband Niedersachsen wurden im Rahmen eines Breitensporttrainings die Trainer Siebo Willms und Detlef Hillers an die Küste entsandt. Schnell zeichnete sich ab, dass die jungen Segler der A-Watt Gemeinschaft in diesem Jahr mehr wollten. Der Wunsch war, dass neben dem klassischen Opti als Jüngstenboot, auch der Focus auf das Zweimannboot Teeny gelegt würde. Der Verbandstrainer Siebo Willms vom Regionalverband Weser-Ems zog daraufhin die Boote der Förder- und Leistungsgruppe des Verbandes zusammen. Insgesamt waren an diesem Wochenende 15 Teenys und über 20 Optis im Einsatz. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl schickte der Regionalverband die Trainerin Nele Willms zur Unterstützung hinzu. Sie wurde zusätzlich von erfahrenen Regattaseglern und ausgebildeten Trainerassistenten ihrer Trainingsgruppe unterstützt. Somit stand jedem Anfänger ein erfahrener Teenysegler zur Seite.
Gestartet wurde das Training schon am Freitag, da die Fährverbindung und die Gezeiten es so vorgaben. Nach Einteilung in die Gruppen Opti-Anfänger (Siebo Willms), Opti-Fortgeschrittene (Detlef Hillers) und Zweihandsegler (Nele Willms) ging es am Samstagmorgen gleich los. Mit 2 bis 3 Bft. und sommerlichen Temperaturen waren die Bedingungen ideal. Während die Opti-Anfänger im Hafenbereich das Segeln auf Kante mit Pinnenausleger trainierten, waren die Opti-Fortgeschrittenen mit Detlef Hillers im Vorhafen beim Regattatraining und Bootshandling. Die Zweihandsegler übten in Richtung Schleuse Trapezsegeln und Spi fahren. Der Abend endete mit einem riesen Badespaß und die drei Trainer setzten sich mit den Vereinstrainern der Inseln auf dem Vereinsschiff des Greetsieler Yachtclubs zum Trainermeeting zusammen.
Der Sonntag startete wie der Samstag. Da es sich aber abzeichnete, dass es ab Mittag sehr böig werden würde, brachen die Optis bei 5 Bft. das Training ab und fuhren zurück in den Hafen. Nun stand das gesamte Hafenbecken den Teenys  zur Verfügung. Die jungen Optisegler stellten sich auf die Brücke und schauten den Teenys zu, wie die Anfänger mit den erfahrenen Trainerassistenten die Boote übers Wasser jagten.
In der Abschlussrunde zeigten sich alle begeistert von dem Wochenende. Es konnte nicht nur Wissen an die jungen Segler vermittelt werden, auch die Trainer und Betreuer haben viel an Information mitgenommen. Das Fazit war, nächstes Jahr gerne wieder. Auf www.segeljugend-weser-ems.de und bei youtube gibt es übrigens den Videoclip Greetsieler Hafenflair.
Martin Hartmann (SVN Lehrwart)