Team Niedersachsen

Es hat schon einen Grund, warum das alljährliche Opti-Treffen am Gardasee „Meeting“ und nicht „Regatta“ genannt wird. Das belegen einmal mehr auch die Zahlen der 36. Auflage des „Lake Garda Meetings“ rund um Ostern. Weit über 1000 Boot aus aller Welt hatten für das „Meeting“ vor der Alpenkulisse gemeldet. Das ist wieder einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde wert. Darunter auch der fast komplette niedersächsische Opti A-Kader mit neun Seglern.

Die 10 bis 14-jährigen Nachwuchssegler hatten sich mit Landestrainer Tim Kirchhoff auf den Weg zum oberitalienischen See gemacht. Die niedersächsischen Segler nutzten die perfekten Bedingungen am Gardasee nicht nur zum Start bei dem Meeting sondern auch zu einem weiteren Trainingslager. Bereits eine Woche vor dem ersten Regattalauf reiste der Truppe an. Und das sollte sich auszahlen.

„Wir hatten in der ersten Woche perfekte Bedingungen. Waren bei Sonne und Wind viel auf dem Wasser“, beschreibt Kirchhoff die ersten Tage in Italien. Den tollen Wetterbedingungen während der Trainingswoche folgten umso miesere während der Regatta. Viel Regen, kein Wind ließen dann nur wenige Läufe zustande kommen. Doch in denen konnte vor allem ein niedersächsicher Opti-Segler überzeugen.

Gesegelt wurde in der Opti-Klasse in sechs Gruppe zu je 175 Booten, was für Trainer Tim Kirchhoff übrigens Schwerstarbeit bedeutete. Da die niedersächsischen Segler per Los auf alle sechs Gruppen verteilt wurden, war der Trainer fast pausenlos auf dem Wasser. Und er konnte sich über die Leistungen seiner Schützlinge freuen. Leon Senftleben vom Segler-Verein Großenheidorn (SVG) ließ mit Platz 94 unter 1100 Startern aufhorchen.  „Leon konnte dabei in zwei Läufen die Plätze 5 und 7 ersegeln“, freut sich sein Trainer.

Und auch eine zweite Seglerin des SVG machte auf sich aufmerksam. Die erst 10-jährige Miriam Dohle landete bei den Jüngsten auf Platz 22 von über 300 Startern. Aber auch die anderen niedersächsischen Segler brachten ihre Leistung und landeten allesamt im „guten Mittelfeld“. „Jeder hat seine Leistung gebracht“, zieht Kirchhoff eine positive Bilanz. „Und da unsere Segler zumeist jünger als ihre Konkurrenten sind, werden wir in den kommenden Jahren tolle Erfolge einfahren können“, ist sich der Landestrainer sicher.

Doch zum Gardasee waren nicht nur die Optis mit ihren Booten aufgebrochen. Auch die Teeny, Europe und Laser segelten rund um Ostern auf dem italienischen See und damit 75 Segler aus Niedersachsen. Und das könnten in den kommenden Jahren noch mehr werden. Denn, die Planungen für 2019 laufen bereits. „Wir werden zu Ostern auf jeden Fall wieder an den Gardasee fahren“, erklärt Kirchhoff. Und dann sogar mit einer noch größeren Mannschaft. In diesem Jahr waren die 420er nicht mit dabei. Das könnte sich im kommenden Jahr ändern. „Es wäre doch toll, wenn wir dann mit allen niedersächsischen Nachwuchsklassen bei diesem tollen Event vertreten wären“, lässt sich der Landestrainer schon einmal seine Pläne für das kommenden Jahr blicken: „Schließlich sind wir ein großes Team. Wir gehören alle zusammen.“

Dass die niedersächsischen Segler bereits auf dem besten Wege sind zu einem tollen Team zusammenzuwachsen erlebte Kirchhoff am eigenen Leib. Tims kleine Tochter Martha feierte am Gardasee ihren vierten Geburtstag. Dazu gab es dann ein „Happy Birthday“-Ständchen von der gesamten Mannschaft. „Ein echter Gänsehautmoment“, verrät Kirchhoff.

Übrigens: Im Februar im nordspanischen Palamos und nun am Gardasee – dass die niedersächsischen Nachwuchssegler an Trainingslagern und Regatten im Ausland teilnehmen können, ist nicht zuletzt auch ein Verdienst der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung. Sie unterstützt die Nachwuchssegler und hat damit einen Anteil an ihren Erfolgen.

3 Tage Teeny Training auf der Innersten

Schnell noch fit werden für die Saison war das Motto, denn am Wochenende drauf sollte ja schon die erste Ranglistenregatta und Südniedersachsen-Meisterschaft der Teenies stattfinden. So kamen auch 3 Teeny-Teams und eine 420er Mannschaft zum Intensivsegeln. Alle aus verschiedenen Vereinen – so trainierten jetzt Segler vom NFBS-w, WSVI, NSC, GSC und SVSS gemeinsam

Das Wetter war perfekt, beim Bootsaufbau schön warm und als es aufs Wasser ging, legte der Wind gleich etwas zu und innerste typisch mit tückischen Drehern. So segelten sich die Teams ein, die 420er Segler, beide Umsteiger aus dem Opti, freuten sich über ihren Bootsspeed – so schnell hatten sie bisher ihr Boot noch nicht erlebt. Erst Wende, dann Halsen um die Tonne. Auch für die Teeny-Segler war der Wind die absolute Herausforderung – Segler informierten mich, dass auf ihrem See nie so viel Wind weht.

Am Nachmittag wehte es etwas weniger, sodass auch der Spi gezogen werden konnte und wir auf einem Up-and Down Kurs trainieren konnten. So übten die Segler intensiv die Tonnenrundungen.  Zum Ende hin gab es noch Startübungen – erstmal ging es darum zu schauen, wie es sich mit 4 Booten an der Startlinie anfühlt. Natürlich war es für diese Segler noch echt schwer genau zum richtigen Zeitpunkt an der Startlinie zu sein und schnell in Fahrt zu kommen. Aber es klappte immer besser.

Am Ende waren alle erschöpft, aber es ging ein toller Segeltag zu Ende, und alle freuten sich an Land auf die warme Dusche und den leckeren selbstgebackenen Kuchen zur Nachbesprechung.

Am 2. Tag war der Wind etwas weniger und so kamen alle Segler gut die Manöver. Wir übten viele Starts und segelten immer wieder Up-and Down- Kurse, dabei trainierten wir alle wichtigen Basics für die erste Regatta dieser Saison, die ja für die Teeny Segler am kommenden Wochenende auf dem Programm stand.

Tja und am 3. Tag meinte es Rasmus wieder etwas zu gut mit uns – es wehte kräftig in Phasen wohl so mit 6 Beaufort und ruppigen Böen aus den Bergen – keine Frage dabei kann man gut Kentern unter realistischen Bedingungen üben. Da wir heute nur ein Motorboot zur Sicherung hatten, durften nur 2 Boote gleichzeitig raus und schon legten die ersten los. OK, gute Konzentration war erforderlich, schön das Boot gerade halten und die Wenden sauber segeln. Ging schon ganz gut, doch dann kam die nächste Böenfront und der Teeny ging baden. Die Innerstetalsperre war tief genug, sodass alle Boote schnell wiederaufgerichtet waren, aber dabei erfuhren alle Segler, dass man nach einer Kenterung auch zügig wieder weitersegeln kann.

Natürlich kostete das Kraft und an Land warteten leckere Speisen und heißer Tee auf die Segler. Alle haben was dazu gelernt und am Ende stand die Frage im Raum „Wann findet das nächste Training dieser Art statt – so ist Segeltraining toll und macht richtig Freude.

Birgit Henke, Trainer C-L01

420er Training für die Südniedersachsen in Salzgitter

Kaum ist das Eis abgetaut, zieht es die Segler auch schon wieder aufs Wasser und zum Einsegeln war das Wetter am 7. Und 8.April 2018 perfekt.  4 Teams aus Salzgitter, Braunschweig und vom Seeburger See nutzten das gute Wetter. Die meisten Segler waren Umsteiger aus den Jüngstenbooten und erlebten zum ersten Mal einen 420er.

Nach der Ankunft wurden die Boote erstmal aufgebaut und alle hatten es eilig aufs Wasser zu kommen. Ohne Vorbesprechung ging es aber nicht und ein paar einführende Worte zum Spi waren auch nötig. Umgezogen ging es dann hinaus auf den See.

Die Segler freuten sich endlich mal wieder in einem Boot zu sitzen und sie machten sich an ihre Übungen. Zuerst ging es ans Wenden, dann kamen die Halsen dazu und jeder musste auch auf die anderen Boote achten.

Viel zu schnell waren die erste schöne Wasserphase beendet, aber nach der Mittagspause ging es ja weiter – Im Club hatte der Grillmeister schon den Grill vorbereitet und zur Stärkung gab es leckere Würstchen mit Salat –  Vielen Dank.

Nach ein paar einführenden Worten zum Spinnaker, legten wir am Nachmittag das Augenmerk auf das 3. Segel im 420er. Die Basics wurden erklärt und mit dem Hinweis, wie man einen Spi fahren sollte, ging es wieder aufs Wasser. Die Tonnen für den Up-and-down lagen etwas weiter auseinander, damit man die Manöver nicht zu hektisch angehen muss und damit auch Zeit zum Probieren ist. Es waren ja auch Segler dabei, die dieses Manöver zum ersten Mal fuhren. Der Wind hatte auch gute Laune, so nebenbei wurde auch das Trapez eingesetzt.

Nach einem Start zur Kurzregatta mit anschließendem Hafenrace ging es ein wenig erschöpft zurück in den Hafen und zur Nachbesprechung.

Am nächsten Tag ging es um 10.00 weiter, wieder schön warm mit leichten Winden. In der Vorbesprechung ging es um die Wendetechnik. So übten die Teilnehmer jetzt Rollwende. Probiert doch gemeinsam die Kränkung nach Lee und schaut was passiert – war die Anregung, danach dann zusammen nach Luv krängen, lasst das Segel überkommen und steht dann auf. Ja, alles nicht leicht und die besondere Herausforderung besteht darin, diese Übung mit dem Partner gleichzeitig zu machen. Sowas klappt nicht auf Anhieb, aber die Saison und somit noch viele Wasserstunden liegen vor uns.  Der Wind schlief ein und es ging zur Mittagspause. Clubmitglieder kochten uns Seglern wieder ein leckeres Essen, diesmal gab es Pasta und die Kids waren trotz des wenigen Windes richtig hungrig gesegelt.

Über Mittag entstand eine leichte Thermik, sodass wir zur letzten Einheit noch einmal schöne Rollwenden und Spimanöver trainieren konnten, alles bei herrlichem Sonnenschein. Das waren gute Übungen zur Vorbereitung auf windigeres Wetter, denn dann ist gute Bootsbeherrschung elementar.

Am Ende saßen alle gemeinsam mit einem breiten Lächeln auf den Lippen im Trainerboot zum Gruppenfoto. Diese Segler freuen sich schon auf weitere Trainings und haben bereits in den Regattakalender geschaut.

Birgit Henke

Segeln in Italien auf dem Lago di Garda Breitensporttraining des RV Weser-Ems

Am ersten Breitensporttraining des Jahres 2018 nahmen 10 junge Segler des Regionalverbandes Weser Ems teil. Teams aus Wilhelmshaven waren ebenso vertreten, wie Segler aus Emden, Leer, Greetsiel und anderen Orten der Region.

Eingeladen hatte der Verbandstrainer des RVWE, Siebo Willms und der Wassersport Verein Emden. In den Osterferien hieß es für die jungen Segler, sich mit ihren Eltern und den Booten auf den Weg zu machen, auf die andere Seite der Alpen. Das Ziel war Torbole am Gardasee, das an  der Nordseite des größten Italienischen Sees liegt. Einige Teams waren schon vorher angereist und hatten die Umgebung erkundet.

Am Sonntag wurden dann die 5 Teenys aufgeriggt und getrimmt. Es stand die erste Wassertrainingsarbeit auf dem Programm.

Schon im Vorfeld hatte der Trainer mit den Teams die besonderen Windverhältnisse erarbeitet.

Morgens wehte ein schwacher Wind von Nord nach Süd, dem Vento, und ab dem Mittag die kräftige Ora von Süd nach Nord.

Ab Mittag ging es dann raus auf den Gardasee, der sich von seiner besten Seite zeigte. Nach einer langen Kreuz ging es dann mit der Ora zurück nach Torbole.

Jeden Morgen begann das Training mit einer Vorbesprechung und einer Einheit Gymnastik.

Am Montag wurde im Anschluss an das Training noch eine Grotte mit Wasserfall erkundet, die nur mit dem Boot erreichbar ist.

Am Mittwoch startete die Gruppe zu einer Langstreckenfahrt nach Limone, um sich dort mit den Eltern zu treffen, um gemeinsam Pizza zu essen. Nach einem Eis ging es dann mit der Ora zurück nach Torbole. Zeitweise war ein sehr starker Wind und die Teams waren bei den Manövern gut gefordert.

So blieb die ein oder andere Kenterung nicht aus. Mit Routine wurden die Boote schnell wieder aufgerichtet und es ging weiter.

Imposant waren die schneebedeckten Berge, die immer im Hintergrund zu sehen waren. Für die jungen Segler des Regionalverbandes war diese Trainingswoche ein besonderes Ereignis, das sie so noch nie erlebt hatten und damit hoffentlich auch ein guter Start in die neue Saison, so dass sie alles dort gelernte umsetzen können bei den anstehenden Regatten.

Insgesamt waren diese 6Tage Training am Gardasee eine rundweg gelungene  Veranstaltung bei der alles gepasst hat. Es macht Spaß mit solch motivierten Segler zu arbeiten wenn im Hintergrund eine tolle Elternschaft steht die bei Bedarf anfasst aber den jungen Sportlern viel Eigenverantwortlichkeit überträgt.

Niedersächsischer Opti-Kader startet bei Fischereihafenregatta in Bremerhaven

Der Motor von Tim Kirchhoffs Trainerboot fror während der Regattabegleitung ein.

Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und dazu 30 Knoten Wind in den Böen – das war wahrlich ein frostiger Start in die Regattasaison 2018: Mitte März traten sieben Segler des niedersächsischen Opti A-Kaders bei der ersten Regatta des Jahres auf dem Fischereihafen in Bremerhafen an. Die Regatta entwickelte sich über zwei Tage zu einer frostigen Zitterpartie.

Los gehen sollte es eigentlich mit Samstag mit dem ersten von insgesamt sechs Läufen. Doch bei Temperaturen um Minus 3 Grad und bis zu 40 Knoten Wind entschieden  Wettfahrtleitung und Trainer gemeinsam, dass am Samstag nicht gesegelt wird. Der Wassersportverein Wulsdorf hatte als Ausrichter in Windeseile eine Alternativprogramm auf die Beine gestellt. Alle Segler erhielten Freikarten für das Schifffahrtsmuseum. “Das war eine tolle Geste des Vereins”, freute sich Niedersachsens Landestrainer Tim Kirchhoff der diese Einladung gemeinsam mit seinen Seglern gerne annahm.

 

Am Sonntag dann der zweite Anlauf: Wieder berieten sich Wettfahrtleitung und Trainer. Das Ergebnis: “Wir versuchen das.” Bei weiterhin Minus 3 Grad Lufttemperatur aber “nur” noch bis zu 30 Knoten Wind ging es hinaus auf die verkürzte Regattabahn. 25 der gemeldeten 40 Boote machten sich auf zur Startlinie. Einige Segler drehten schnell wieder um, am Ende segelten 14 Jungen und Mädchen eine Wettfahrt zu Ende. Die beiden weiteren geplanten Wettfahrten wurden abgesagt. Leon Senftleben vom Segler-Verein Großenheidorn landete als bester Niedersächsischer Segler auf dem siebten Platz.  ”Das war …kalt. Weder als Trainer noch als aktiver Regattasegler habe solch frostige Segelbedingungen jemals erlebt”, schildert Tim Kirchhof seine Eindrücke von der Regatta. Aber: “Auch wenn das Regattaergebnis sportlich keine große Aussagekraft hat, ich finde es super, dass alle unsere Kadersegler hinaus aufs Wasser gegangen sind. Respekt, das war Spitze”, sagt der Landestrainer.

Schwitzen für die neue Saison

Schwitzen für die neue Saison: Auch in den Wintermonaten trainieren die niedersächsische Kadersegler eifrig für die anstehenden Regatten. Einmal monatlich trafen sie sich jeweils für ein komplettes Wochenende im Jugendgästehaus in Lehmbruch am Dümmer. Mit dabei rund 45 Segler aus den Bootsklassen Opti, Laser, Europe und 420er.
„Weihnachten hat keine Spuren hinterlassen“, freut sich Kadertrainer Fabian Kirchhoff nach der Februar-Trainingseinheit. „Wir geben die Werte, die unsere Leistungssegler bei den Fitnesstests ablegen, in eine Datenbank ein. Ein Vergleich mit den Ergebnissen des Vormonats zeigt uns dann, wer zu Hause seine Aufgaben erledigt hat und wer nicht wirklich fleißig war“, erklärt Kirchhoff, der die Februar-Trainingseinheit mit drei Kollegen leitete. Das Ergebnis der Überprüfung kann sich sehen lassen. „Alle Segler haben sich in ihren Fitnesswerten über den Winter verbessert. Das gibt Hoffnung für die anstehende Saison“, sagt der Landestrainer weiter.
Während im Dezember und Januar alle 45 Kadersegler mit von der Partie waren, hatten die Opti- und 420er-Segler am ersten Februarwochenende frei. Sie mussten ihre Boote für den Transport ins spanische Trainingslager verpacken. Dort wartet auf die Kinder und Jugendlichen nicht nur die  erste Regatta des Jahres, sondern auch die ersten Trainingseinheiten auf dem Wasser. Diese werden vom neuen hauptamtlichen Landestrainer Tim Kirchhoff geleitet.
Aber auch auf den niedersächsischen Gewässern steht der Beginn des Wassertrainings an. An den ersten beiden Märzwochenenden treffen sich alle Kadermitglieder in Steinhude. Unter anderem  stehen dort mit GPS-Trackern überwachte Trainingsfahrten auf dem Programm. Was das Wintertraining gebracht hat, wird sich dann erstmals Ende März zeigen: Dann reisen die niedersächsischen Opti-Kadersegler zum Gardasee nach Italien und starten dort beim „4° Meeting Country Cup 2018“ in Riva del Garda.

Trainingsstart auf dem Wasser

Mit acht Optis hin, mit neun zurück – Niedersächsische Nachwuchssegler starten in Spanien in die Saison
Die Regattasaison für die niedersächsischen Opti-Segler läuft bereits: Mitte Februar machten sich die Segler des A-Kaders auf den Weg Richtung Süden, ins 1700 Kilometer entfernte spanische Palamos. Dort nahmen sie an der „International Palamos Trophy“ teil. Doch bevor sich die acht Jungen und Mädchen im Alter zwischen elf und 14 Jahren mit 550 Opti-Seglern aus der ganzen Welt messen konnten, gab es noch ein Trainingslager an der Mittelmeerküste. Dieses wurde unter anderem durch die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung gefördert.
„Die Bedingungen hier sind einfach ideal“, freut sich Niedersachsens Cheftrainer Tim Kirchhoff. Während in Deutschland die Seen langsam aber stetig immer weiter zufroren, konnten in Spanien die Optis zu Wasser gelassen werden. Und das bei Temperaturen von bis zu 15 Grad, Winden zwischen 5 und 20 Knoten und einer Welle bis zu 2,50 Meter. Da machte es dann auch nichts, wenn es zu der einen oder anderen Kenterung im Training kam. „Die Kids hatten ihren Spaß“, berichtet Kirchhoff. Vier anstrengende Trainingstage mit jeweils sechs Wasserstunden standen auf dem Programm, ehe die Regatta startete. Und die nutzten der Seglernachwuchs um Bootsbeherrschung und taktische Feinheiten nach der Winterpause wieder aufzufrischen. Los ging es jeden Morgen bereits um sieben Uhr, mit Sport noch vor dem Frühstück. Die letzte Einheit des Tages bildete dann zumeist die Videoanalyse. Und die stand selten vor 21 Uhr auf dem Programm. Unterstützt wurde Kirchhoff von einigen Eltern, die zum Teil gemeinsam mit ihrem Nachwuchs nach Spanien gereist waren.
So tolle Segelbedingungen beim Training herrschten, so schlecht wurden sie bei der Regatta. Von zwölf geplanten Wettfahrten fanden am Ende ganze drei statt und auch die nur bei Flaute. Bester niedersäschischer Segler im Feld der 550 Segler aus aller Welt, war am Ende der Braunschweiger Marko Gomercic als 132.. 
Übrigens: Wie vorausschauend es war, für die acht Optis des niedersächsischen Seglernachwuchses ein Zehn-Boote-Trailer mitzunehmen, zeigte sich am letzten Regattatag. Unter den 550 Teilnehmern der „International Palamos Trophy“ verloste der Veranstalter einen funkelnagelneuen Opti „Winner 3D Star“ – und den gewann Marko Gomercic.
Auch wenn die Regatta nicht optimal verlief, für Tim Kirchhoff steht fest: „Das machen wir jetzt jedes Jahr. Zur Saisoneröffnung werden wir künftig immer nach Palamos fahren. Bessere Bedingungen finden wir zu der Jahreszeit nirgends. Der Termin ist so lange ich das Training verantworte in Stein gemeißelt“, schwärmt Kirchhoff von den Bedingungen an der nordspanischen Mittelmeerküste.
Auch im März wartet auf die Segler des niedersächsischen Opti A-Kaders ein strammes Programm. An den ersten beiden Wochenende finden jeweils Trainingseinheiten am Steinhuder Meer statt, dann geht es zur ersten Regatta in Deutschland nach Bremerhaven ehe zum Ende des Monats in den Osterferien ein Trainingslager am Gardasee mit der Teilnahme an der „36° Lake Garda Meeting Optimist Class“ auf dem Programm steht.

Das ist Freude am Segeln

Die Teeny-KV lud zum Training vom 2.-5.10.2017 ein.

So freuten sich 15 junge Segler aufs gemeinsame Training am Dümmer beim SCD mit Christian Swatosch. Die Fortgeschrittenen machten einen Luftsprung bei dieser Windprognose – 4-5 Bft, und in  Böen 6 – die Einsteiger waren etwas skeptisch.

Direkt nach der LJüM an der Möhne machten sich die Teams auf zum Dümmer, um die Herbstferien für ein intensives Training zu nutzen. Die auswärtigen Segler  wurden herzlich vom SCD empfangen – durften dort im Clubraum schlafen und unsere Sportwartin bekam spontan ein Wohnwagen zur Verfügung gestellt.

Am Montag blies der Wind schon ordentlich und  schnell  waren die Boote startklar. Es ging aufs Wasser und das Training konnte beginnen – alle hinter das Motorboot  und loskreuzen. Die Vorschoter gingen ins Trapez um das Boot gerade zu halten und man konnte toll über den See heizen – die Einsteiger mussten sich erstmal an den Bootsspeed gewöhnen. Bei den Seglern entwickelte sich ein breites Grinsen – endlich konnten sie im Teeny im Trapez stehen und richtig ab ging es unter Spi. Natürlich gehörte das Kentern mit zur Trainingseinheit, aber alle schafften das Boot wieder  alleine aufzurichten. Am Nachmittag lief es ähnlich und jetzt wussten die Segler warum eine gute Kondition erforderlich ist – Segeln bei diesem Wind kostet Kraft. Rasmus meinte es gut und hielt noch die nächsten 2 Tage an, bevor er seine volle Kraft im Sturmtief Xavier zum Ausdruck brachte. Da war kein Segeln mehr möglich.

Die Segler  haben viel gelernt und hatten sehr viel Spaß auf dem Wasser und an Land. Das flache Revier war trotz der windigen Verhältnisse sehr sicher und alle haben tolle Segelerfahrungen gemacht.

Stefan Schmidt,  Moritz Kretschmar vom Team 692   

Breitensporttraining auf dem Zwischenahner Meer

Vom 16.09. bis 17.09 fand auf dem Zwischenahner Meer das fünfte Breitensporttraining des Verbands statt. Ausrichter  dieser Maßnahme war diesmal der ZSK und von allen Teilnehmern wurde die tolle Willkommenskultur wahrgenommen, die dort am Verein herrscht.

Selbst die Gruppengröße von 20 jungen Seglern aus 7 Vereinen bereitete dem ZSK und der Gastronomie keine Probleme, da der Verein sehr gut aufgestellt ist. Neben ausreichend Motorbooten verfügt der ZSK auch über eine ansehnliche Flotte von 420er, die alle technisch in einem  sehr guten Zustand sind.

Das Training wurde diesmal von Nele Marie Willms, Leistungssporttrainerin C, geleitet. Nele kommt vom Speichersee Emsland und ist aktive 420er-Seglerin.

Nach der Begrüßungsrunde wurden die Ziele des Wochenendes definiert und die Boote klargemacht. Neben den sechs 420er nahmen auch noch drei Teenys der Fördergruppe des Regionalverbandes Weser Ems an der Maßnahme teil. Diese Boote nehmen am folgenden Wochenende erstmalig an einer Ranglistenregatta teil und die Teams freuen sich schon auf den Herbstpokal in Hamburg.

Besonders diese Teams erhofften sich viele Informationen, die sie bei der anstehenden Regatta umsetzen können.

Hauptaugenmerk am ersten Tag wurde von Nele darauf gelegt, dass die Segler das Gefühl für Höhe bekamen und dabei auch den Speed im Fokus hatten. Das hieß nach der Leetonnenrundung sofort die Segel dicht nehmen und Höhe laufen. Die Wetterbedingungen waren ideal und von Tonnenrundung zu Tonnenrundung klappten die Manöver immer besser.

Jetzt merkten die Mannschaften im direkten Vergleich, wie wichtig es ist, richtig Höhe zulaufen und was es an Metern ausmacht auf dem Weg zur Luvtonnen. Auch die Teeny-Teams standen jetzt direkt nach der Tonnenrundung im Trapez und zeigten, dass auch der Teeny richtig Höhe laufen kann. Dieses Thema zog sich wie ein roter Faden durch beiden Trainingseinheiten des Tages.

Die Teams bekamen von Nele direktes Feedback mit Tipps, wie sie die Tonnenmanöver noch optimieren können. Man sah, dass alle Mannschaften es sofort umsetzten und allmählich entstand von ganz alleine am Nachmittag eine Regatta, denn jedes Boot versuchte jetzt, das vordere Boot zu überholen. Im Eifer des Gefechts fiel jetzt schon mal ein Schotte über Bord und es gab die eine oder andere Kenterung.

Am Sonntag zeichnete sich frühzeitig ab, dass ein idealer Tag für Spimanöver wird. Aber vorher wurde noch mit den drei Teenys der Fördergruppe das Schleppen hinter dem Motorboot besprochen und die Schleppleinen ordnungsgemäß am Mast angebunden.

Die Teenys wurden jetzt zur anderen Seite des Sees hochgeschleppt, wo die Mannschaften sich nach dem Losmachen sammelten, um dann mit den 420er unter Spinnacker den See wieder runterzusegeln. Da sie das Schleppen in Gleitfahrt noch nie erlebt hatten, waren sie sehr überrascht über die Wasserfontäne aus dem Schwertkasten.

Bei den leichten Windverhältnissen war das gesamte Können und das Fingerspitzengefühl des Schotten gefragt, um den Wind optimal im Spi zu halten. Auch hier konnten die jungen Segler im direkten Vergleich merken, wie wichtig sauberes Segeln ist.

Daher zeigten die Segler auch hierbei einen schnellen Lerneffekt und setzten fast direkt alles Gesagte um.

In der Abschlussrunde waren alle Teilnehmer hochzufrieden mit dem Wochenende und bedankten sich bei der Trainerin.

Weitere Breitensportmaßnahmen werden sowohl von glücklichen Seglern, als auch von der zufriedenen Trainerin erhofft. Auch von Seiten des Vereins wurde signalisiert dass ein weiterer Ausbau in der Zusammenarbeit mit dem Regionalverband gewünscht wird.

Siebo Willms

Gelungener Einstieg in den Regattasport

Drei ostfriesische  Teams der Leistungsgruppe Teeny des Regionalverbandes Weser Ems, machten sich mit ihren Booten auf den Weg nach Hamburg, um auf der Außenalster ihre erste Ranglistenregatta zu segeln.

Das Wetter war herrlich bei viel Sonne und wenig Wind, nur  für Segler im Herbst heißt das Flaute und keine Wettfahrt. Nachdem die Boote am Samstagmorgen abgeladen waren, wurden sie aufgeriggt und getrimmt. Danach schickte der mitgereiste Verbands-trainer Siebo Willms die Mann-schaften raus auf die Alster. Ziel war es, das Revier mit seinen Eigenarten kennenzulernen und sich auf eine Schwachwindregatta einzustellen.

Auch nutzten die jungen Segler den Nachmittag um mit ihrem Trainer im Briefing die Segelanweisung durchzugehen und den Kurs zu verstehen, denn in Hamburg sind  5 Bahnmarken auf der Regattastrecke zu beachten und nicht drei wie die Segler es sonst gewohnt sind.

Für den nächsten Tag war Wind gemeldet worden und der erste Start wurde auf 10 Uhr gelegt. Das hieß, früh aufstehen am Sonntagmorgen damit, man um 9:00 Uhr beim legendären Hamburger Segelclub sein konnte. Umziehen, Boote abdecken, Segel setzen, letzte Anweisung vom Trainer und dann ab aufs Wasser einsegeln und sich auf den ersten Start vorbereiten.

Neben der Bootsklasse der Teenys waren auch 420er und H Jollen auf der Bahn und so hieß die Device,  Aufpassen und Kollisionen auf dem engen Startraum vermeiden. Der erste Start lief nicht so optimal, weil alles etwas fremd und anders war als sonst auf Regatten. Beim zweiten Start lief es dann schon besser und besonders auf dem Vorwindkurs unter Spinnaker wurde um jeden Platz gekämpft.

Manchmal fiel die Entscheidung erst an der Tonne 5 wenn es auf die Zielkreuz ging und die Zuschauer konnten spannende Tonnenrundungen beobachten. Auch hier zeigten die jungen ostfriesischen Teams dass sie seglerisch schon das Zeug haben, an solchen Events teilzunehmen. Das Ziel für das nächste Jahr ist die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Teenys. Insgesamt wurden an diesem Tag 4 Wettfahrten gefahren und die jungen Sportler steigerten sich von Wettfahrt zu Wettfahrt.

Im Debriefing lobt der Verbandtrainer die Mannschaften für ihre hervorragende Leistung und alle waren sich einig, dass es wichtig ist, sich im Winter mit Taktik und Strategie zu beschäftigen. Die Heimreise nach Ostfriesland traten alle mit dem Gefühl an, dass dieses Wochenende auf der Alster nicht nur ein tolles Erlebnis war, sondern das es die Teams nach vorne gebracht hat. Auch das Ergebnis kann sich sehen lassen.

 

Ergebnisse

Platz 6 Fenja Schoof / Laura Eckert

Platz 7 Paul Ulrich / Josefine Vogets

Platz 9 Emma Ulrich / Anna Hillers

Siebo Willms