Das war die Regattasaison 2020 in Niedersachsen – ein Rückblick in Zahlen

Durch die Folgen des Coronavirus war die vergangene Segelsaison unvergleichlich kurz und intensiv. Zu Pfingsten wagte sich der SLSV am Steinhuder Meer mit der deutschlandweit ersten Regatta nach vorn und dank ausgezeichneter Hygienekonzepte folgten eine Vielzahl von Regatten nicht nur am Steinhuder Meer. Die Trainingslager fanden schnell wieder statt und der Nachwuchs – vor allem im Opti – brillierte auf ganzer Linie. In den großen Bootsklassen fanden noch viele Regatten statt, so dass offizelle DSV-Ranglisten (mind. 9 Wettf.) ausgewiesen werden konnten, für kleinere Klassen war die Saison komplizierter. Längst nicht alle Meisterschaften fanden statt, einige wurden mit Erfolg in die zweite Jahreshälfte verlegt.
Trotz erschwerter Bedingungen ist der SVN stolz auf die eingefahrenen Ergebnisse seiner Segler/innen, auf die geleistete Arbeit der Clubs bei der Durchführung der Regatten vor Ort und auf die Trainer, Eltern und alle, die im Hintergrund am Erfolg mitgewirkt haben.

Von hochkarätigen WM- und EM-Veranstaltungen kamen Pia Kuhlmann (SLSV), Batbold Gruner (ZSK) und Jannis Maus (SLRV) erfolgreich zurück.

Die Optis hatten ihre beste Saison, die Kadersegler/innen wuchsen mit Trainer Kirchhoff über sich hinaus.
DSV-Rangliste: 2. Paul Ulrich (ZSK) – 3. Mirja Dohle (SVG) – 5. Clara Bonhagen (ZSK):

Wir sind stolz auf sechs Deutsche Meistertitel in 2020 und weitere Podestplätze in den traditionellen Klassen.

Im Laser 4.7 blieb Batbold Gruner (ZSK) – nicht erst nach seinem Kieler Woche Sieg 2020 – das Maß der Dinge: Die Rangliste führt er mit maximaler Punktzahl an, Talente Hannah Marie Breitenstein (SLSV) und Josefine Siemann (WYCA) folgen auf Platz fünf und sechs (55 Segler/innen gelistet).

Die Flying Dutchmen aus Steinhude waren am eigenen Meer kaum zu schlagen. RL-Erster wurde Lukas Merz (SLRV)/Vorschoter bei Felix Albert (SSVEP) vor Kilian König/Johannes Brack (HYC) bei 44 ausgewiesenen Crews.

Am Dümmersee blieben bei den Europes viele Pokale am See/ Ranglisten-Siegerin Sophie Menke (SVH) lag vor Niklas Dahm (SCD) unter 76 (!) Seglern/innen.

Mit vielen Trainings in Bad Zwischenahn und Geeste wurden die Jüngsten im Teeny auf Kurs gebracht. Auf Platz 2 der Rangliste 2020: Anna Hillers/Okka Barghoorn (WVE/ESV), auf Platz 4 Josefine Voget/Hannah Kromminga (WVE/SVL) unter 33 Mannschaften.

Die O-Jollen weisen Jürgen Alberty (SCC) als Ranglistensieger 2020 (unter 60 Seglern) aus.

Unsere letztjährige FSJlerin Silja Braun (BSV) gewinnt mit drei Siegen die Rangliste der Korsaren (31 Mannschaften).

Bei den Piraten liegt Butze Bredt (HYC/Vorschoter bei Svenja Thoroe/Schilksee) nach IDM auch in der DSV-Rangliste (66 Wertungen) vorn.

Die Liste ausgewählter Platzierungen (siehe pdf) ist nicht nur lang, sondern beinhaltet auch eine breite Anzahl von Bootsklassen. Viel Spaß beim Durchstöbern. Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut über die Festtage ins Neue Jahr.

Sailing Team Niedersachsen im Opti kaum zu schlagen

Die letzten Regatten sind gerade noch vor der zweiten Coronawelle ins Ziel gerettet worden und die niedersächsischen Optisegler/innen haben noch einmal reichlich Ranglistenpunkte gehamstert. In der Deutschen A-Rangliste bietet sich ein beeindruckendes Bild:

3x Niedersachsen unter den TOP 5 !

  • 2. Paul Ulrich (ZSK)
  • 3. Mirja Dohle (SVG)
  • 5. Clara Bonhagen (ZSK)

Die Trainerarbeit von Tim Kirchhoff trägt wieder einmal Früchte. Seine Newcomerin des Jahres ist Clara Bonhagen (Bad Zwischenahn). Mit Talent, Trainingsfleiß und unbändigem Siegeswillen war sie bereits im Mai 2019 so schnell unterwegs, dass das Trainerteam Claras vorzeitigen Wechsel vom B- zum A-Kader vollzogen. Sie qualifizierte sich auf Anhieb für die Meisterschaft und landete gleich im ersten Viertel. Mittlerweile gehört Clara definitiv zu den schnellsten und wenn die Starts noch ein wenig besser werden, wäre sie ganz vorne – so Trainer Kirchhoff.

Aber auch auf den weiteren Plätzen schlummern die Talente:

  • 16. Constantin Streicher (SVG)
  • 30. Felix Bonhagen (ZSK)
  • 48. Peer Kruse (YCN)
  • 55. Charlotte Frobenius (BSV)
  • 64. Jule-Johanna Blank (ZSK)
  • 65. Maximilian von Geyer (WSCG)
  • 66. Joana Luisa Pfingsten (SVG)
  • 75. Lea Marie Winkler (SVG)

Insgesamt sind 231 Segler/innen mit mind. 9 gültigen Wettfahrten in der Deutschen A-Rangliste 2020 vertreten.
https://www.dodv.org/regatta/rangliste/ranglistenuebersicht/

„Im Team puschen sich alle gegenseitig und jeder will der/die Beste sein. Bei jedem Training entsteht sofort ein positiver Wettkampfgedanke, der die Qualität des Trainings, wenn man ihn richtig steuert und lenkt, enorm steigert. Anfang Mai 2020 waren wir einer der ersten Verbände, die mit einem Hygienekonzept erfolgreich durchstarten konnten, die vielen Trainings haben sich ausgezahlt“ resümiert Tim Kirchhoff.

Teeny-Jüngstenmeisterschaft endet mit Bronzeplatz für Niedersachsen

Josefine Voget und Hannah Kromminga vom Wassersportverein Emden segelten sich durch einen guten Endspurt nach zehn Wettfahrten auf dem Speichersee noch auf den dritten Podestplatz vor. Sie fingen damit ihre Vereinskollegen Anna Hillers/Okka Barghoorn noch ab, die lange auf einem Silberkurs lagen. Berlin feierte indes einen Doppelsieg durch Luise Urban/Charlotte Urban (KAR), die von Anfang an das Geschehen dominierten, und Lotte-Marie Kirchesch/Leonara Jaeckel (SCG).

Ein paar Eindrücke vom Geschehen vor Ort vermittelt ein gelungenes Kurzvideo unter:

https://www.emstv.de/videobeitrag/deutsche-juengstenmeisterschaft-im-segeln/

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SVN Teenykader liefert ab

Unter erschwerten Bedingungen fand in diesem Jahr die IDJüM der Teenys auf dem Speichersee Geeste statt. Ursprünglich sollte sie auf dem Kellersee in Malente ausgesegelt werden. Aufgrund der aufkommenden Pandemie im Frühjahr wurde sie frühzeitig abgesagt.

Als sich im Sommer abzeichnete, dass es unter strengen Auflagen doch möglich ist eine deutsche Meisterschaft der Teenys durchführen, bot sich der Segelverein Speichersee Emsland e.V. an, sie kurzfristig noch auf dem Weg zu bringen.

Am Donnerstag, vor dem Start am Samstag (10.10.) schnellten die Infektionszahlen durch den Hotspot Sögel, im Emsland dermaßen in die Höhe, dass die Frage im Raum stand, ob es am Samstag wirklich losgehen könnte. Sowohl der DSV, der Landkreis als auch der SvSE legten sich mächtig ins Zeug und erstellten ein weiteres verschärftes Hygienekonzept. Am Freitag war noch nicht klar, welche Teams ins Emsland einreisen dürften. Als am Samstagmittag 28 Boote vermessen waren, war sicher, die IDJüM der Teenys 2020 kann starten. Leider mussten aufgrund der unklaren Regelungen, welches das Beherbergungsverbot anging, 10 Teams aus Schleswig Holstein und Berlin absagen.

Um 14.00h wurde das Practice-Race mit 28 Booten gestartet. Hier zeigte sich, dass der Niedersachsenkader gut aufgestellt ist. Platz 1 ging an Josefine Voget und Hannah Kromminga, Platz 3 an Anna Hillers und Okka Barghoorn.

Am Sonntag waren 4 Wettfahrten geplant und konnten bei optimalen Bedingungen auch gesegelt werden. An diesem Wettfahrttag hatten sich Anna und Okka auf Platz 2 gesegelt, dicht gefolgt vom Rest des Kaders. Hier zeigte sich, dass die Niedersachsen mit starken und wechselnden Windfeldern gut klar kamen. Leider nahm der Wind in den folgenden Tagen ab und die guten Platzierungen konnten nicht gehalten werden. Hier überwiegte die höhere Regattaerfahrung der Berliner Mannschaften, die am Ende die Deutschen Meisterinnen und Vizemeisterinnen stellten. Insgesamt dominierten in diesem Jahr die Mädchenmannschaften und belegten alle drei Podiumsplätze.

Von dem, erst im November letzten Jahres, wieder neu ins Leben gerufenen Teenykader des Segler-Verbandes Niedersachsen segelten sich fünf Mannschaften unter die Top Ten.

Mit zwei Podiumsplätzen, Bronze gesamt Josefine Voget/ Hannah Kromminga und Bronze U14 Jona Lotta Hahn / Amelie Grave, spiegelte sich die Gesamtleistung nicht wirklich wieder. Josefine und Hannah waren punktgleich mit den zweitplatzierten Seglerinnen. Entschieden wurde es durch die besseren Einzelergebnisse.

Insgesamt bewies der Niedersachsenkader, dass das Leistungsniveau sehr hoch ist, welches sich ins besondere bei der Manövertechnik der Teams zeigte.

Niedersachsen zeigte mit 15 Teams eine sehr hohe Präsenz an Mannschaften und mit Sophie Hillers und Marlene Voget stellten sie auch die jüngste Mannschaft der Meisterschaft. Die beiden jungen Seglerinnen freuten sich über den Wanderpokal der Teeny KV. Es ist der ehemalige Pokal des Haubentauchers vom Dümmer.

Siebo Willms

Luise & Charlotte Urban (KaR Berlin) auf der 1, Lotte-Marie Kirchesch/Leonara Jaeckel (SCG) als Zweite (links), Josefine Voget/Hannah Kromminga (WVEmden) als Dritte

König/Brack fliegen zum DM-Titel der FDs

Der Zwenkauer See südlich von Leipzig wird dieses Jahr zum Lieblingssee der niedersächsischen Segler: Nach Pia Kuhlmann im Laser Radial räumten nun auch Kilian König/Johannes Brack (Hannoverscher YC) bei der Deutschen Meisterschaft der Flying Dutchman souverän ab und verwiesen nach sieben anspruchsvollen Wettfahrten 41 weitere Teams auf die Plätze. Beide setzten sich ebenso souverän von Beginn an an die Spitze des Feldes und legten mit den Plätzen 1 – 2 – 3 – 3 erstmal konstant vor. Auch der Frühstart im fünften Rennen konnte als Streicher eliminiert werden. Und mit den Plätzen 11 – 4 ging die Leistungskurve am Ende wieder nach oben, zumal sich die Konkurrenz häufig Ausrutscher erlaubte.
Für den 39-jährigen Segelmacher König und seinem 36-jährigen Vorschoter war es zwar der erste ersegelte DM-Titel, aber auf den Weltmeisterschaften der Jahre 2015 und 2016 klappte es mit zweimal Bronze schon sehr gut.

Damit nicht genug: Auch ein halber Vizetitel wurde noch mit Lukas Merz vom Sail-Lollipop-RV nach Niedersachsen vergeben, der als Vorschoter bei Felix Albert (SSEPlauen) mit den Plätzen 5 – 6 – 5 – 9 – (dnf) – 5 – 2 ins Ziel kam. Lars Stöckmann (SLSV) segelte als Vorschoter bei Shmuel Markhoff (Frankfurter YC) als Vierter mit drei Tagessiegen knapp am Podestplatz vorbei. Die Steinhuder FD-Flotte war mit vielen weiteren Mannschaften sehr aktiv an dieser Meisterschaft beteiligt.

Kilian König (2.v.l.) und Johannes Brack umrahmt von den Drittplatzierten Malte Burkert (links) und Kai Schäfers (rechts)

Doppelsieg und Double bei den Deutschen Europe Meisterschaften durch Sophie Menke und Fabian Kirchhoff

Das Europe Team Niedersachsen dominierte die diesjährige Deutsche Meisterschaft der Europe Klasse am Schweriner See und holte alle drei DSV-Titel an den Dümmer. Unter der Leitung des Schweriner Yacht Clubs gingen vom 08.10. bis 11.10. insgesamt 90 Teilnehmer an den Start. Da die Deutsche Jugendmeisterschaft über Himmelfahrt coronabedingt leider abgesagt werden musste, hatte die Europe Klassenvereinigung geschickterweise diese Meisterschaft parallel mit einer Sonderwertung auch als Deutsche Jugendmeisterschaft ausgeschrieben.
Somit gingen entgegen den sonstigen Regularien die Jugendlichen und Senioren, sowie die Frauen und Männer gemeinsam an den Start. In acht ausgeschriebenen Wettfahrten galt es somit nicht nur die Gesamtwertung im Blick zu haben, sondern auch in den jeweiligen Kategorien sich entsprechend zu positionieren.
Dies gelang dem Topfavoriten und ehemaligen Weltmeister Fabian Kirchhoff (SVH) am besten. Mit einem Tagessieg und sechs zweiten Plätzen holte er sich seinen mittlerweile sechsten Deutschen Meistertitel in souveräner Manier. Auf Platz zwei bei der Männerwertung folgte Johann Stammen (SVK) vor Robert Zink (SCSt).
Bei den Damen war die Entscheidung wesentlich spannender. Vor dem letzten Lauf konnten sich noch drei Seglerinnen Hoffnung auf den Deutschen Meistertitel machen. Dank ihrer überragenden Vormwindtechnik bei „O-Bedingungen“ und einem Tagessieg im letzten Lauf setzte sich Sophie Menke (SCC/SVH) vor Nele Söker (FSC/ZSK) und Vorjahresmeisterin Nadine Möller (BSV) verdient durch und holte sich ihren ersten Deutschen Meistertitel.
Damit nicht genug, als Jugendliche gewann sie gleichzeitig den Titel des internationalen Deutschen Jugendmeisters vor ihren Team- und Trainingskollegen Niklas Dahm (SCD) und Larson Schütze (SVH).
Einen weiteren Podestplatz ersegelte Anton Schofler (SVH) in der U17-Wertung.
Diese tollen Ergebnisse sind einmal mehr Ausdruck einer intensiven, langjährigen Betreuung auf Leistungsniveau im Landesstützpunkt Segeln in der SVH am Dümmer.
Alle Segler waren wirklich froh, dass die Meisterschaft 2020 überhaupt stattfinden konnte. Es waren super Segelbedingungen an den drei Tagen und die Wettfahrtleitung legte die Bahn immer optimal in den Schweriner See. Ein besonderes Dankeschön gebührt dem Ausrichter SYC, der Klassenvereinigung und den Seglern selbst, die sich an den besonderen Coronaauflagen strikt gehalten haben. Im nächsten Jahr hoffen die Segler, auch wieder an internationalen Events teilnehmen zu können, nachdem in diesem Jahr sowohl WM wie auch JEM abgesagt wurden.

Jörg Menke
Regionalobmann Niedersachsen

Platz 1-3 Damen (v.l.): Nele SÖKER (FSC/ZSK), Sophie MENKE (SVH/SCC), Vorjahressiegerin Nadine MÖLLER (BSV)
Foto: Schweriner Yacht-Club e.V.
Platz 1-3 der Herren (v.l.): Johann TAMMEN (SVK) , Fabian Kirchhoff (SVH), Robert ZINK (SCST)
Foto: Schweriner Yacht-Club e.V.
Jugendmeister Platz 1-3 (v.l.): Niklas DAHM (SCD) , Sophie MENKE (SVH/SCC), Larson Schütze (SVH)
Foto: Schweriner Yacht-Club e.V.
Jugendmeister U17 Platz 1-3 (v.l.): Nils Wittich (SVAOe) , Leon Maximilian Peters (YCBL) , Anton Schäffler (SVH)
Foto: Schweriner Yacht-Club e.V.

Sven Naumann (SVH) holt sich den Vizemeistertitel in der Conger-Klasse

Mit nur einer Bootslänge Rückstand in der zwölften und letzten Wettfahrt verpasste Sven Naumann mit Vorschoter Hans-Hermann Franke (OSV Bremen) seinen vierten Meistertitel in der Conger-Klasse denkbar knapp. Conger-Urgestein Julia Pechstein und Wolfgang Goeken (HSC) segelten am Dümmer die konstanteste Serie und holten sich einen erneuten DM-Titel.

Elf schöne Wettfahrten bei Windstärken zwischen 3 und 5 Bft. und z.T. herrlichem Sonnenschein waren in nur drei Tagen absolviert und die Ergebnisliste zeigte einen hauchdünnen Vorsprung von nur einem Pünktchen zugunsten Pechstein/Goeken an. Die Dramatik wollte es so, dass zur entscheidenden Wettfahrt der Wind noch einmal kräftig zulegte und Böen von 5-7 Bft. das Feld in Atem hielt. Naumann/Franke konnten zunächst die Führung erobern, die zwar zwischenzeitlich auch an Schönfeldt/Schönian wechselte, aber bis zur Halsentonne des letzten Dreiecks sah die Welt noch gut aus. Dann verhinderte ein gekenterter Pirat die optimale Tonnenrundung, der nachfolgende spitze Schenkel brachte nicht den erhofften Speed und schon war der Vorsprung von 150m aufgezehrt und die Leetonne rundeten Pechstein/Goeken als Erste mit einer Bootslänge vor. Überraschend fuhren dann beide Titelaspiranten auf unterschiedliche Seiten und trafen erst kurz vor der Ziellinie in gleicher Reihenfolge wieder aufeinander. Ein kurzes Abdecken, ein paar Wenden vor dem Ziel und schon war die Entscheidung (siehe oben) gefallen.

Die ausrichtende SVH erhielt viel Lob für die kompetente Wettfahrtleitung, das super Landteam und ein großes Dankeschön für die tolle Meisterschaft unter den erschwerten Corona-Bedingungen.

Unter den 27 gestarteten Teams konnten sich für Niedersachsen folgende Segler/innen noch unter die TOP TEN platzieren:

  1. Platz Thomas Gote/Mathias Jakobtorweihen (SVH)
  2. Platz Jens Dannhus/Olaf Bertallot (SCD/HYC)
  3. Platz Eberhard und Corinna Nalop (SVH)

Titelfoto: Sven Naumann, Hans-Hermann Franke, Wolfgang Goeken, Julia Pechstein, Antje Kempke, Harald Stoppel (v.l.n.r.)

Sven Naumann/Hans-Hermann Franke runden die Luvtonne als zwischenzeitlich Führender im gelben Trikot
Mit Spaß dabei – Altmeister Frank Schönfeldt und Lebensgefährtin Anna Schönian
Geballte SVN-Vorstandspower: Dr. Thomas Gote und Mathias Jakobtorweihen

Niedersächsischer Nachwuchskader der Optimisten in absoluter Top-Form

Gleich drei Segler/Seglerinnen aus Niedersachsen werden bei der deutschen Opti A Jahresrangliste unter den TOP TEN geführt:

  • 8. Paul Ulrich (ZSK)
  • 9. Mirja Dohle (SVG)
  • 10. Constantin Streicher (SVG) (Stand: 7.10.2020)

„Alle drei, aber auch der Rest, der sich kurz dahinter platziert hat, haben für 2021 hohe Ziele. Mindestens eine Handvoll (5 Segler) haben locker das Zeug, nächstes Jahr um den deutschen Meistertitel mitzusegeln.“ – so war es von Landestrainer Tim Kirchhoff letzte Woche zu hören.

Zum „Rest“ (siehe oben) gehören wohl mindestens als

  • 20. Clara Bonhagen (ZSK) und
  • 27. Felix Bonhagen (ZSK). (Stand: 7.10.2020)
8.Platz – Paul Ulrich (ZSK)
9.Platz – Mimi Dohle (SVG)
10.Platz – Constantin Streicher (SVG)

Pia Kuhlmann – Deutsche Meisterin 2020 im Laser Radial der Frauen

Auf dem Zwenkauer See, südlich von Leipzig, wurde die IDM der Laser (Standard + Radial) an diesem Wochenende nach neun nervenaufreibenden Wettfahrten entschieden. In der Kategorie Laser Radial Frauen kam Pia Kuhlmann vom SLSV mit den z.T. chaotischen Windbedingungen am besten zurecht und siegte mit großem Punktabstand vor der Zweitplatzierten Pia Conradi (Duisburger YC) und Gesa Papenthin (Potsdamer Yacht-Club). Pia lag von Anfang an in Führung und legte die Plätze 1, 4, (9), 2, 1, 2, 9, 3, 1 und 23 Punkte hin. Als zweitbeste Niedersächsin platzierte sich Jennifer Weissenberger (SVH) unter 27 Teilnehmerinnen auf dem 16.Rang.

Die Wettfahrttage in Kurzform: Am ersten Tag gab es aufgrund der widrigen Windverhältnisse nur eine Wettfahrt, die Pia von Position vier nach dem Start mit Glück und Verstand noch auf den ersten Platz beenden konnte.

Der zweite Tag war vom Ergebnis etwas durchwachsener, schwierige, drehende Bedingungen, die einem mental einiges abverlangt haben, doch an sich war da schon klar – bloß nicht aufgeben.

Der dritte Tag war eine einzige Aufholjagd! Pia und ihr Team sind um etliche Jahre gealtert…“ Ganz besonders die Vormwindgänge waren dieses Mal gut. Ihr letztes Tagesrennen war noch ein 9. Platz bei extremen Drehungen und Böen. Auf der letzten Vormwindseite links, hätte ich all die bisher gelernten Prinzipien über Bord werfen müssen, um auf der rechten Vormwindseite in die Bö zu kommen, mit der zuvor schon fünf Boote an mir vorbeigefahren waren. (“Ich war links, (fast) ganz allein links” – à la Frank Schönfeldt)

Für den letzten Tag waren noch einmal vier Wettfahrten angesetzt, doch trotz Wind schafften wir es (wieder einmal) nur zwei Rennen zu segeln, da der Kurs hätte angepasst werden müssen, dies war aber aufgrund von vier segelnden Gruppen auf dem Trapezkurs anscheinend nicht allzu einfach. Das letzte Rennen, in dem Pia dann noch einen Tagessieg segelte, war auch nur noch ein Einbahn-/Straßenbahnrennen in 18-20 Knoten (eine wahre Halbwind-Heizerei aufgrund des Drehers).
Und dann wurde abgebrochen! Und ich war Meisterin !!!

Jetzt ist Pia schon in Danzig/Polen bei der Europameisterschaft (6.-13.10. – Wettfahrten seit 8.10.), das letzte Olympiaausscheidungsevent, bei dem es nochmal Boden gut zu machen gilt. Daumendrücken, dass es weiter aufwärts geht und die Nerven halten.

Copyright Fotos: NAB Nils-Arne Bast