Neues vom Kadertraining/-trainer

Seit Anfang Mai startet das Kadertraining wieder in Niedersachsen, zunächst erstmal forciert im Einhandbereich mit dem Opti und Laser in Kleingruppen.

Schwerpunkt dabei sind die Landestützpunkte ZSK (Bad Zwischenahn) und YSTM (Steinhuder Meer), ab nächster Woche kommt dann hoffentlich noch der dritte Landesstützpunkt SVH (Dümmer See) dazu.

Der hauptamtliche Landestrainer Tim Kirchhoff konnte in strahlende Gesichter schauen, als es endlich nach gut 6 Wochen wieder mit dem Wassertraining los ging, er hatte mit Dr. Thomas Gote (1. Vorsitzender) und Katrin Adloff (Sportwart Leistungssegeln im SVN) ein Hygienekonzept für kontaktloses Kadertraining entworfen und in den entsprechenden Landkreisen eingereicht und somit eine Sondergenehmigung bekommen.

Zuvor wurde fast täglich digital an der Fitness und dem Theoriewissen der Kaderathleten gearbeitet.

Mimi Dohle (Foto) von der SVG (Steinhuder Meer) gehört laut Opti-Qualifikationsrangliste übrigens zu den besten drei Mädchen aus Deutschland und ist somit zur Europameisterschaft qualifiziert, ebenso wie Josi Koep vom SVBS (Braunschweig), die auch für den SVN startet. Leider wird die Opti-EM mit großer Wahrscheinlichkeit 2020 nicht stattfinden.

Tim Kirchhoff – Landestrainer

Mein Traum von den Olympischen Spielen – Verschoben!

2020 – das olympische Jahr, oder auch nicht… jetzt, nach Verschiebung der Spiele auf den Zeitraum vom 23. Juli bis 08. August 2021, wohl doch noch ein weiteres vorolympisches Jahr.

Nach meinen 63 Tagen in Australien kehrte ich am 03. März mit meinem 37. Platz bei der Weltmeisterschaft wieder zurück nach Deutschland. Da mein eigentlicher Flug über China auf Grund der Corona-Situation leider nicht wie geplant stattfinden konnte, musste mein neuer Flug über Doha/Qatar gehen. Vorbereitet auf medizinische Kontrollen am Flughafen, konnte ich jedoch ohne weitere Umstände von Papa am Flughafen empfangen werden.

Die Woche zu Hause war dann zwar etwas entspannter, trotzdem gab es genügend Punkte auf der „To-Do-Liste“, die vor Abfahrt zur zweiten, dreimonatigen Etappe der Olympia-Qualifikation abgearbeitet werden sollten. Zwei Segel mussten noch für die Princess Sofia Regatta und die Europameisterschaft mit Segelnummern versehen werden. Kurzfristig stand am Olympia Stützpunkt Niedersachen die, für den Fall der Nominierung in das Olympia Team, obligatorisch vorgeschriebene sportmedizinische Untersuchung nach DOSB Standard auf dem Programm. Nicht so einfach dafür einen Termin zu bekommen, wenn man in Eigenregie und ohne Kaderstatus handeln muss.

Am 10. März machte ich mich dann mit einer SLSV-Clubkameradin als Reisebegleitung auf den Weg nach Mallorca bzw. 1700 km zur Fähre nach Barcelona. Unsere Anreise endete jedoch plötzlich und unerwartet am 12. März, als die Veranstalter die Princess Sophia Regatta (unsere 2. nationale Olympia-Ausscheidung) auf Grund der rasanten Entwicklung der Corona-Situation in Spanien absagen mussten. Als uns diese Nachricht erreichte, hatten wir schon 1480 km hinter uns und drehten stante pede zurück nach Deutschland um.Nach knapp 28 Stunden, einer Gesundheitsabfrage der Bundespolizei an der Grenze und einer Übernachtung in der Nähe von Freiburg kamen wir dann endlich und wohlbehalten wieder zu Hause an.
Auf dem Sofa sitzend, überschlugen sich die weiteren Nachrichten: alle Regatten, national und international, wurden bis auf Weiteres abgesagt oder verschoben und somit auch unsere Ausscheidung für die Olympischen Spiele. In welchem Rahmen die Ausscheidung später fortgeführt wird, ist noch unklar und muss nun von DSV und DOSB abgestimmt werden.
Auf Grund der aktuellen Situation sieht mein Training zurzeit auch ein wenig anders aus als zuvor, mal ganz davon abgesehen, dass ich mich im wichtigen Wassertrainingsblock in Südeuropa zur Vorbereitung auf den Ausscheidungs-Showdown der Europameisterschaft befinden sollte.Das Fitnessstudio in Kiel ist geschlossen und meine Trainingsbase im Kieler Yacht Club/ Strande, sind gesperrt. Aus diesem Grund bin ich nach wie vor bei meinen Eltern und absolviere, den Umständen entsprechend, meine Vorbereitung auf die weitere Saison. Meine Hoffnung war das Ende des Winterfahrverbots zum 20. März auf dem Steinhuder Meer, doch dann wurde der Schaumburg-Lippische Seglerverein zu meinem Bedauern, aber den landesweiten Vorgaben entsprechend, gesperrt.So wird der Laser unterm Carport zur Hängebank umfunktioniert, der Hobbyraum, sowie der Garten zum Gym und mit Hilfe von Mama und Papa wird auf Matratzen im Garten mit meinem Laser „Rollwenden und Halsen auf Pfiff“ trainiert.

Corona verändert, verschiebt und streicht zwar alles Mögliche, aber ganz sicher nicht meinen Traum von den Olympischen Spielen – auch wenn diese nun erst im Jahr 2021 stattfinden werden!
Ich lasse mich nicht unterkriegen und wünsche mir so schnell wie möglich die nächsten Minuten auf dem Wasser herbei!
Ich versuche das Beste aus der jetzigen Situation zu machen und positiv zu bleiben! Was auch immer kommen mag, irgendwann ist diese Corona-Krise vorbei und dann sehen wir uns alle in den Segelclubs und auf dem Wasser wieder!

In diesem Sinne: Bleibt gesund, haltet die Ohren steif und #stayhome!
Eure Pia

Pia Kuhlmann – WM in Australien/Melbourne erfolgreich beendet

Als am Samstag endlich das Charterboot in Empfang genommen werden konnte, wurde erstmal eine zünftige Bootstaufe des Lasers GER 052 auf den Namen „Coolrunnings“ (ganz nach Pias Lieblingsfilm) absolviert. Die Vermessung verlief problemlos, Probesegeln und Praticerace eine Pflicht danach. „Erstes Ziel: Goldkurs statt Golfkurs – sprich erstmal den Cut in die Goldgruppe (erste Hälfte) nach der Qualifikationsserie von 6 Wettfahrten schaffen und dann alles geben“ so Pia.
Die Eröffnungsfeier war schon mal „ziemlich nett“. Es gab einen Snack und ein Getränk, aber sie war von den Teilnehmern wie immer schlecht besucht. Die deutschen Laser Radial Segler waren mit 5 von 8 Seglerinnen noch gut vertreten und Deutschland wurde als eines der „teilnehmer-starken“ Länder besonders erwähnt. Auch ein Funktionär aus Japan für die olympischen Spiele war bei der Zeremonie vor Ort.
Pia begann Ihre Wettfahrtserie in der Gruppenphase mit den Plätzen 14 – 16 – 14 sehr konstant. Am Mittwoch gab es gleich drei Wettfahrten, die Sie mit den Plätzen 27 – 20 – 24 nicht ganz so erfolgreich abschloss. Damit ist Pia aber auf alle Fälle als 39. von 105 Startern aus 36 Nationen im weiteren Verlauf der Veranstaltung in der Goldgruppe qualifiziert. Donnerstag folgten die Plätze 28 – 21 – 46. Am Freitag wurde nur noch eine Wettfahrt absolviert (Platz 26). Damit hat sich Pia auf dem 37. Gesamtrang gesegelt. Blickt man auf die weiteren deutschen Teilnehmer lag Svenja Weger als 13. deutlich voraus, Hannah Anderssohn als 31. und Pauline Liebig als 32. aber in direkter Nähe.

Pia Kuhlmann in Australien

Pia Kuhlmann, Laser Radial Hoffnung aus Niedersachsen, lebt ihren Olympiatraum z.Zt. in Australien. Die Saisonvorbereitung für die Olympiaausscheidung ist in vollem Gang und nach langer Anreise gelang es gerade noch im Jahr 2019, mit dem gecharterten Laser bei tollen Wellen, Hängewind und Temperaturen um 25°C vor Sandringham/Melbourne ein erstes Mal zu segeln.

Zum Jahresbeginn folgte direkt am Neujahrstag die Vermessung zur Australischen Meisterschaft, an der 126 Segler/innen aus 22 Nationen teilnahmen. Am 3.1., dem ersten Segeltag, lag durch die verheerenden Waldbrände dichter Rauch über der Bucht, so dass sich der Wind nicht wie gewöhnlich aufbauen konnte, sondern eher leicht mit 9-12 Knoten und mit einigen schönen Wellen daherkam.
Am nächsten Tag war die Lage eine andere: 30 Knoten (mit Böen bis zu 42 Knoten) war der Wettfahrtleitung des Guten zu viel und so gab es einen für Pia gar nicht so unerwünschten Ruhetag.
Am zweiten Regattatag wieder mit starkem Buschfeuerrauch holte sich Pia leider eine starke Erkältung, mit der sie dann weitersegelte, aber wer will sich schon so ein Ereignis entgehen lassen. Als am letzten Tag auch noch der Wind zunahm, was eigentlich Pias Bedingungen sind, war die Luft/Kraft dann raus. „Und dann kam ja auch noch in der 9.Wettfahrt mein Mastfußbruch (die Verklebung im Rumpf hatte sich gelöst) hinzu. Dies bedeutete vor dem letzten Segeltag noch einmal viel Organisation und Stress. Ich musste Kontakt mit dem Vercharterer aufnehmen und mich um ein neues Boot sowie die Vermessung kümmern. Alles sehr aufregend, aber gemeistert !“ schreibt Pia.
Letztlich fand sich Pia auf einem achtbaren 32.Rang wieder und war im großen und ganzen zufrieden. Man muss sich auf alle Fälle noch mehr an die neuen Bedingungen gewöhnen, heißt für die nächste Zeit: Viel segeln und sich noch mehr mit den Windmustern beschäftigen. „Da knätert man den einen Vorwind los, um beim nächsten alle anderen wieder durchzuwinken, genauso an der Kreuz, die eine läuft wie am Schnürchen und auf der nächsten stelle ich das Boot so extrem in den Wellen ab, dass gar nichts mehr geht.“ klagt Pia. Die weiteren Deutschen (Svenja Weger 25., Julia Büsselberg 36.) sind aber in Reichweite und stehen natürlich unter besonderer Beobachtung.

„Ansonsten ist die/meine Stimmungslage gut. Ich finde mich langsam richtig gut zurecht, habe ein Fitnessstudio für meine weitere Vorbereitung hier vor Ort gefunden und habe mir ein Rad gekauft, um mobil zu sein… Doch dieses links fahren fällt mir noch recht schwer… Manchmal erwische ich mich doch noch auf der “richtigen” Fahrseite. Die Menschen sind alle sehr freundlich und hilfsbereit. Die Segelbedingungen sind (bis auf den Rauch) schon ziemlich genial, vor allen Dingen mit den ~21°C Wassertemperatur und den coolen Wellen, die sich schnell aufbauen.“

Daumendrücken also für die nächsten Events:
– Oceania (16.-21.01.2020)
– Frauen-WM Melbourne + 1.Qualifikationslauf zur Olympiaauscheidung (21.-28.02.2020)

Ranglisten 2019 – Wir gratulieren allen nieders. Segler/innen – vor allem dem Nachwuchs – zu ihren guten Leistungen:

 Opti A (410 Platzierte)
10. Leon Senftleben SVG (N.045)
24. Mirja Dohle SVG (N.045)
37. Bennet Robin Dinter SVH (N.062)
39. Ricardo Gießler WSCG (N.079)

Opti B (89 / = Niedersächsische RL)
1. Maximilian von Geyr WSCG (N.079)
2. Charlotte Frobenius NFBS-W (N.073)
3. Lea Marie Winkler SVG (N.045)
4. Jan Will WSV-AWB (N.119)
5. Clara Bonhagen ZSK (N.039)
6. Constantin Streicher SVG (N.045
7. Noah Breitenstein SLSV (N.043)
8. Frederik Heisterkamp WSV-AWB (N.119)
9. Jule-Johanna Blank ZSK (N.039)
10. Joana Luisa Pfingsten SVG (N.045)

Europe (139)
4. Sophie Menke (= 2.Damen RL) SCC (N.176)
6. Nadine Möller (= 4.Damen-RL) BSV (N.040)
8. Nadja Kopp (= 5.Damen-RL) SCSZ (N.068)
13. Niklas Dahm SCD (N.061)
14. Peter Niklas Nagel SVH (N.062)

Laser - Radial (241)
5. Pia Kuhlmann SLSV (N.043)
22. Moritz Brandt SCD (N.061)
23. Lina Kristin Fischer SVG (N.045)
30. Thomas Büttner BSV (N.040)

Laser 4.7 (123)
5. Batbold Gruner ZSK (N.039)
8. Ben Kuhlemann SCC (N.176)
17. Hannah Marie Breitenstein SLSV (N.043)
20. Dora Gomercic WSCG (N.079)

Teeny (46)
1. Fabius + Julian Müller-Kauter SVST (N.001)
4. Paul + Florentine Blesken SCD (N.061)
9. Lilly + Rosa Vincke KSW (N.019)
10. Monique Chantal Laue/Lara Hummel NSC/SVSS (N.117/ N.084)

420er (146)
18. Jette Koep/Charlotte Beilken SVBS/WSV-AWB (N.072/N.119)
20. Hannah Kim Thiemann/Maleen Ostermann WSVI/SVBS (N.070/N.072)

FD (ca. 66)
3. Kilian König/Johannes Brack HYC (N.042)
4. Shmuel Markhoff/Lars Stöckmann FYC/SLSV (N.043)
10. Alexander Antrecht/Christian Kujan SCMa (N.049)/SCFF

Finn-Dinghy (146)
13. Michael Klügel SCSZ (N.068)

Pirat (114)
1. Svenja Thoroe/Karsten Bredt SYC/HYC (N.042)

15qm-P-Jollenkreuzer (40)
1. Wilfried Schweer/Olaf Bertallot STSV/HYC (N.048/N.042)
2. Uwe Lätzsch / Marc Romberg YSTM (N.046)/PYC
4. Dr. Thomas Gote/Kai Wolfram SVH/SCC (N.062/N.176)
5. J.Dannhus/Eike Lauzsus SCD (N.061)

16qm-S-Jollenkreuzer
1. Katrin Adloff/ Sven Düsener HYC (N.042)/PSV
2. Wilhelm + Günther Beckmann SVOH (N.065)

Varianta (44)
1. Olaf Bertallot/Andreas Blanke HYC/WSVSTM (N.042/N.056)

A-Kat (27)
1. Alexander Meister YSTM (N.046)
4. Matthias Dietz SLRV (N.191)

Korsar (91)
2. Silja Braun/Gerd Linnemann BSV (N.040)/SCV

O-Jolle (106)
4. Jürgen Alberty SCC (N.176)
7. Harry Voss SLSV (N.043)

Conger (70)
5. Dr.Thomas Gote/Peter Nagel SVH (N.062)

Kielzugvogel (43)
5. Michael Hotho/Jochen Wiepking SVG (N.045)

2.4m R (53)
5. Christoph Trömer/ SVST (N.001)

OK (73)
7. Wolfgang Höfener SVH (N.062)
10. Ralf Tietje SVG (N.045)

RS Aero 7 (10)
Juliane Barthel SCD (N.061)

Weitere Ergebnisse (Nachtrag):
Karsten Bredt (HYC/N.042) - Vize-Europameister im Piraten
Jannis Maus (SLRV/N.191) - Dt. Vizemeister im Kite-Surfen

Stand: 27.12.2019, Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Liste wird ergänzt, bitte weitere Ergebnisse/Änderungen an den Pressewart

Lutz/Beucke dicht an einer WM-Medaille dran

Tina Lutz (ChiemseeYC) und die Strander Susann Beucke (HYC) überzeugten mit einem fünften Platz bei der Weltmeisterschaft in der olympischen 49erFX-Klasse vor Auckland/Neuseeland und sicherten damit nicht nur das Nationenticket für Olympia im kommenden Jahr in dieser Klasse, sondern brachten sich selbst auch in eine ausgesprochen gute Position, was den weiteren Verlauf der internen DSV-Qualifikation angeht.
Als Drittplatzierte gingen die beiden ins abschließende Medal Race, mussten in Führung liegend nach einer Kenterung zwar noch zwei skandinavische Teams vorbeiziehen lassen, aber nach kurzer Enttäuschung überwog schnell der Stolz, so gut wie alles richtig gemacht zu haben. Im Feld der 61 Teams aus 27 Nationen gelang ihnen mit gutem Bootsspeed eine konstante Serie mit wenigen Ausrutschern jenseits der Top Ten-Plätze. Beide Seglerinnen zeigten sich konzentriert und mit guter Moral an Bord, waren locker genug, um mit dem Druck ihrer dritten Olympia-Kampagne umzugehen.
Nach durchwachsenen Ergebnissen in der vorolympischen Saison 2019 hatten die beiden Routiniers (beide segeln seit 2007 zusammen) sich im Herbst vom Mannschaftstraining des DSV-Teams abgemeldet und trainieren seither mit dem Briten Ian Barker, 49er Silbermedaillengewinner von Sydney 2000 und ehemaliger Coach der Irischen Nationalmannschaft. Der Mut, so spät noch einmal entscheidende Veränderungen vorzunehmen, ist jetzt belohnt worden.
Daumen drücken für die beiden weiteren Events, die WM 2020 im Februar in Australien und die Prinzess Sofia Trophy auf Mallorca im April, wo sich Tina und Susann dann endgültig das olympische Ticket für die Spiele in Tokio holen sollen! Bisher hat sich der hohe Aufwand jedenfalls gelohnt, die Motivation im Team ist nach der Weltklasseleistung in Neuseeland weiter sehr hoch.

Viel Flaute bei der Laser – Radial U21 WM

Die Bedingungen bei der U21 WM Anfang November vor Split/Kroatien gestalteten sich schwierig: Jede Menge Startverschiebungen wegen Flaute waren zu überstehen, in den ersten fünf Tagen der Regatta schafften wir gerade mal zwei Rennen und das bei grenzwertigen Leichtwindbedingungen. Der ausrichtende JK Mornar konnte das erste Rennen erst am vierten Tag der Veranstaltung austragen. Der Start war meistens für früh morgens angesetzt, da das die einzige Zeit des Tages war, wo noch annähernd Wind vorhergesagt war. Die Startreihenfolge änderte sich jeden Tag, da immer nur die ersten zwei Fleets ein bzw. ein halbes Rennen schafften. Je nachdem, ob wir vor oder nach den Jungs starteten, brach der Wind auch tatsächlich am Start schon wieder ein.

Doch am letzten Tag kam zum Glück ein Tiefdruckgebiet, welches uns auf den letzten Drücker noch drei weitere Rennen bei schönem starkem Wind bescherte. So kam dann doch noch eine Meisterschaftswertung zustande. Meine Performance bei diesem Event war durchwachsen und ein Frühstart trug auch nicht unbedingt zu einem besseren Ergebnis bei. Trotzdem war es für mich eine schöne – meine letzte – U21 WM. Ich habe nochmal jede Menge gelernt und durch die reichliche Wartezeit viele der anderen Segler besser kennengelernt. So eine Segelkampagne ist ein langer, anstrengender, aber auch unglaublich aufregender Weg. Und es macht noch viel mehr Spaß, wenn man ihn mit Freunden, die die gleiche Leidenschaft haben, teilt.

Lena Weißkichel

Anm. d.R.: Lena startet für den Segler-Verein Großenheidorn e.V. am Steinhuder Meer,
weitere Fotos von der Veranstaltung über Facebook „ILCA Laser Under 21 World Championship“.