Weihnachtsgruß des 1. Vorsitzenden des Segler-Verbandes Niedersachsen

Sehr geehrte Segelsportler/innen in Niedersachsen,

bitte entschuldigen Sie, dass der Vorstand des Segler-Verbandes Niedersachsen Ende 2020 entgegen der Satzung, aber nach den Corona-Ausnahmeregeln der Bundesregierung im Vereinsrecht legal, unseren Landesseglertag 2021 verschoben hat. Der Vorstand hielt es einstimmig für völlig unverantwortlich, einen Landesseglertag Anfang März 2021 durchzuführen! Ich bitte hier um Ihr Verständnis!
Ein Landesseglertag ist vom Vorstand im Spätsommer 2021, eventuell sogar im Zelt, angedacht. Noch können wir die pandemische Entwicklung der nächsten Monate nicht einschätzen. Wir werden Sie früh-zeitig informieren.

Nachdem ich mir gerade meinen Bericht zum Landesseglertag 2019 noch einmal durchgelesen habe, wurde mir bewusst, wie schnelllebig der Sport in den letzten zwei Jahren war. Probleme die damals unüberwindbar schienen, lösten sich wie von selbst auf. Dafür tauchten neue sehr große Hürden auf, die anfangs unüberwindbar schienen.

Ich empfinde die letzten zwei Jahre als zweigeteilt. 2019 mit einem Supersommer und einer stetigen Weiterentwicklung im Segelsport und dem SVN in Niedersachsen. Diese komfortable Situation haben nicht alle Landesseglerverbände in Deutschland. Leider hatten wir Segelsportler/innen im zweiten Halbjahr 2019, zum zweiten Mal hintereinander, mit den globalen Klimafolgen zu kämpfen. Extremer Wassermangel an vielen Revieren mit signifikanten Regattaausfällen in diesem Zeitraum waren unvermeidlich! Trotzdem waren in 2019 auf allen niedersächsischen, seglerischen Interessen positive Tendenzen zu vermelden. Ganz herzlicher Dank an alle ehrenamtlichen Beteiligten!

UND DANN KAM ZU BEGINN DER SEGELSAISON 2020 DIE ENTSETZLICHE CORONA-PANDEMIE!!

Erste Regatten und Fortbildungen 2020 konnten vor dem Frühjahrs-Lockdown noch stattfinden….nur nebenbei bemerkt: Mir ist kein Fall einer Covid-19-Infektion während einer SVN-Regatta oder eines SVN-Trainings in ganz 2020 bekannt.
Zeitgleich entwickelte sich eine große Unsicherheitsphase im Segelsport in Deutschland. Was darf ich, was darf ich nicht? (Stichworte: Hafen, Vereinsheime, Bootshalle, Gastronomie, Gastlieger, Individualsport, Trainings, Regatten etc.) Ich möchte nicht alle Details wiederholen, kann aber unterstreichen, dass der SVN durch massives, aktuelles Corona-Management landes- und bundesweit für Aufsehen erregt hat (Danke auch an die Kooperation mit den Kanuten, Motorbootfahrern und Ruderern – „Allianz der Bootfahrer“!). Vereine, Häfen, der Dachverband und andere Landesseglerverbände (!) suchten bei uns nach Informationen. Wir haben uns sehr engagiert, um hier Basisarbeit in seiner tollsten Form (beidseitig) leisten zu dürfen. U.a. tagesaktuell auf der Homepage bis heute. Ich habe seit Jahren nicht so tolle Kontakte zu unseren Vereinen gehabt. Liebe Mitglieder, bitte pflegt das weiter, auch ohne Corona!!!

Leider haben die trotzdem teilweise abstrusen Verantwortungszuständigkeiten bei Bund, Ländern, Landkreisen, Städten, Gemeinden und Behörden in Sachen Segelsport zu einem teilweise nicht erklärbaren Chaos geführt.

Das hat in meinem persönlichen Extremfall bedeutet, dass ich in einer (und nur einer) Woche im Frühjahr 2020 an meinem See hätte ablegen dürfen. Ein Anlegen an einem weniger als 2 SM entfernten Hafen, am gleichen See, hätte eine Ordnungswidrigkeit bedeutet???
Auch durch beharrliche Intervention des SVN und Dank des Dachverbandes DSV konnten hier im Laufe des Jahres 2020 Klarheiten geschaffen werden.

Ein weiteres Highlight war der Einsatz des SVN in diversen Umweltprojekten. So sind wir mit vielen (umwelt) – politischen Gremien in direktem Kontakt (z.B. im Wattenmeer). Hierdurch konnten wir auch zusammen mit der WVStM im Herbst einen tollen Erfolg hinsichtlich des LSG Seefläche Steinhuder Meer erzielen. Der Segelsport hat hier praktisch keine Einschränkungen zu erdulden, das sah im Rohentwurf des LSG noch ganz anders aus. Mein Dank gilt auch hier allen Beteiligten!

Zudem konnten wir in Niedersachsen in 2020 bedeutende seglerische Etmale setzen: Die erste Ranglistenregatta in ganz Deutschland fand mit wegweisenden Hygienekonzept in Steinhude statt. Die erste deutsche Binnenmeisterschaft, immer unter strengen Hygienevorschriften, fand in Niedersachsen statt. Ebenso sechs weitere Deutsche Meisterschaften! Der Rest unserer niedersächsischen Erfolgsstory (Meistertitel, Podiumsplätze etc.) ist Dank der tollen neuen Pressearbeit auf der SVN-Homepage nachzulesen.

Hervorzuheben sind hier die großartigen Leistungen der SVN-Kadersegler in den Klassen Opti, Laser, Europe und Teeny. Nach drei Jahren mit dem neuen Landestrainerkonzept, sind wir bereits in diesen Klassen an der deutschen Spitze angekommen. Und das nach eher kaum Mut machenden Ausgangspositionen noch vor drei Jahren. Unsere 3 neuen Landesstützpunkte (Zwischenahner Meer, Steinhude Meer, Dümmer See) konnten, trotz Corona, außerordentliche Arbeit leisten, wie man an den Erfolgen sieht.

Ich könnte hier noch seitenweise weiter schreiben. Alle nicht genannten Unterstützer des Segelsportes in Niedersachsen mögen mich entschuldigen.
Ich kann es wieder einmal betonen, ohne Ihr selbstloses gesellschaftliches Engagement wäre der Segelsport in Niedersachsen nicht so aufgestellt, wie er es heute ist. Vereinsvorstände, engagierte Vereinsmitglieder, Wettfahrtgemeinschaften, Schiedsrichter, Trainer, Wettfahrtleiter, Vermesser, Motorbootfahrer, Wettfahrthelfer etc. etc. und nicht zuletzt, mein tolles Team im SVN, helfen unsere dynamische Entwicklung voran zu treiben.

NUN DER NEUE LOCK-DOWN….ohne Worte…

Ich sehe gerade durch die aktuellen Entwicklungen massive vereinspolitische Veränderungen. Der LSB hilft hoffentlich offensiv. Wir werden unser Bestmögliches für den Segelsport in Niedersachsen leisten. Danke!

Liebe Freunde des Segelsportes, ich wünsche Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit. Bleiben Sie gesund, oder werden Sie es wieder und hoffen Sie mit mir auf ein besseres Jahr 2021

Dr. Thomas Gote
1.Vorsitzender SVN

Sailing Team Niedersachsen im Opti kaum zu schlagen

Die letzten Regatten sind gerade noch vor der zweiten Coronawelle ins Ziel gerettet worden und die niedersächsischen Optisegler/innen haben noch einmal reichlich Ranglistenpunkte gehamstert. In der Deutschen A-Rangliste bietet sich ein beeindruckendes Bild:

3x Niedersachsen unter den TOP 5 !

  • 2. Paul Ulrich (ZSK)
  • 3. Mirja Dohle (SVG)
  • 5. Clara Bonhagen (ZSK)

Die Trainerarbeit von Tim Kirchhoff trägt wieder einmal Früchte. Seine Newcomerin des Jahres ist Clara Bonhagen (Bad Zwischenahn). Mit Talent, Trainingsfleiß und unbändigem Siegeswillen war sie bereits im Mai 2019 so schnell unterwegs, dass das Trainerteam Claras vorzeitigen Wechsel vom B- zum A-Kader vollzogen. Sie qualifizierte sich auf Anhieb für die Meisterschaft und landete gleich im ersten Viertel. Mittlerweile gehört Clara definitiv zu den schnellsten und wenn die Starts noch ein wenig besser werden, wäre sie ganz vorne – so Trainer Kirchhoff.

Aber auch auf den weiteren Plätzen schlummern die Talente:

  • 16. Constantin Streicher (SVG)
  • 30. Felix Bonhagen (ZSK)
  • 48. Peer Kruse (YCN)
  • 55. Charlotte Frobenius (BSV)
  • 64. Jule-Johanna Blank (ZSK)
  • 65. Maximilian von Geyer (WSCG)
  • 66. Joana Luisa Pfingsten (SVG)
  • 75. Lea Marie Winkler (SVG)

Insgesamt sind 231 Segler/innen mit mind. 9 gültigen Wettfahrten in der Deutschen A-Rangliste 2020 vertreten.
https://www.dodv.org/regatta/rangliste/ranglistenuebersicht/

„Im Team puschen sich alle gegenseitig und jeder will der/die Beste sein. Bei jedem Training entsteht sofort ein positiver Wettkampfgedanke, der die Qualität des Trainings, wenn man ihn richtig steuert und lenkt, enorm steigert. Anfang Mai 2020 waren wir einer der ersten Verbände, die mit einem Hygienekonzept erfolgreich durchstarten konnten, die vielen Trainings haben sich ausgezahlt“ resümiert Tim Kirchhoff.

Neun neue C-Trainer sind ausgebildet

Mit 5 Monaten Verspätung konnte doch noch die erste Gruppe des im November letzten Jahres gestarteten Lehrgangs zur Trainer-C-Breitensportlizenz mit der praktischen Prüfung abschließen. Trotz der Einschränkungen durch Corona war es aufgrund des sehr guten Hygienekonzepts des Segelvereins Speichersee Emsland e.V. möglich, auf dem Speichersee in Geeste eine praktische Prüfung zu absolvieren. Der SvSE ist deshalb so aufgestellt gewesen, weil er an den vorherigen Wochenenden neben der Weser-Ems-Meisterschaft der Opti, Teeny und 420er auch noch die IDJüM der Teenys ausgerichtet hat. Das schlüssige Hygienekonzept ermöglicht dem Verein zurzeit noch einen eingeschränkten Betrieb.
Erfreulich in diesem Jahr war die hohe Präsenz der Inseln bei diesem Trainerlehrgang. So gibt es jetzt neue engagierte Trainer auf Spiekeroog, Langeoog und Borkum.
Lehrproben wurden unter anderem in den Bootsklassen Opti, Teeny und 420er durchgeführt. Neben dem Verbandstrainer, Siebo Willms SvSE, des Regionalverbandes Segeln Weser-Ems waren auch die Klassenvertreterinnen des Regionalverbandes vor Ort, um die Prüfungen abzunehmen. Für die Optis war in diesem Jahr Katja Sinning vom Yachtclub Papenburg und die 420er Trainerin Nele Willms vom SvSE vor Ort. Unterstützung gab es auch von einigen jungen Seglern des Niedersächsischen Landeskaders der Teenys. Da noch Herbstferien waren, konnte der Lehrgang am Freitagmorgen wie geplant starten. Von Seiten des SvSE standen neben den Segeljollen auch 4 Motorboote zur Verfügung. Alle angehenden Trainer nutzten dieses Wochenende, um neben ihren eigenen Lehrproben auch Einblick in die Arbeit der anderen Trainer zu bekommen.

Herzlichen Glückwunsch an:
Susanne Nolte (Borkum)
Guido Weber (Leer)
Jan Peterson (Cuxhaven)
Tammo Janssen (Jemgum)
Gudrun Steffesen (Borkum)
Jule Lauterjung (Spiekeroog)
Fabius Müller-Kauter (Stade)
Helge Bents (Langeoog)
Oliver Scheffler (Nordhorn
)

Bei den Lehrproben war zu erkennen, dass alle sich sehr intensiv auf dieses Wochenende vorbereitet hatten und froh waren, diesen Lehrgang endlich zum Abschluss zu bringen. Sie alle freuen sich auf die Arbeit mit den jungen Segler in ihren Vereinen. Alle Teilnehmer lobten den ausrichtenden Verein für die guten logistischen Voraussetzungen und das anspruchsvolle Revier.

Siebo Willms

Corona Update vom 1.11.2020

Die Niedersächsische Landesregierung hat die Niedersächsische Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus SARS-CoV-2 (Niedersächsische Corona-Verordnung) vom 30. Oktober 2020 veröffentlicht, die am Montag, den 02. November 2020 in Kraft tritt.

Wichtig für die Einschränkungen im Bereich des Sports ist vor allem der §10 der Verordnung.

Hier der Link zur Verordnung auf der Seite der Landesregierung.

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html

Hilfreich zur Einordnung ist auch die FAQ Seite des Landes mit Antworten auf häufig gestellte Fragen_

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/antworten_auf_haufig_gestellte_fragen_faq/antworten-auf-haufig-gestellte-fragen-faq-185463.html

Corona update vom 24.10.2020

Rundschreiben an die Sportbünde und Landesfachverbände, dem LSB-Präsidium und den LSB-Abteilungsleitungen zur Kenntnis

Sehr geehrte Damen und Herren,

das aktuelle Infektionsgeschehen in Niedersachsen veranlasst uns zum Handeln. Die von heute an geltende Veränderung der Corona-Verordnung lässt den Sportbetrieb weiterhin nahezu unverändert zu. Die Verantwortung liegt aber bei jedem Vereinsmitglied, bei jedem Sportverein, jedem Sportbund und jedem Landesfachverband, mit Augenmaß die richtigen Schritte zu wählen, um den Schutz der Gesundheit weiterhin an erste Stelle zu setzen.
Eine sehr gute Orientierung bietet dabei die als Anlage beigefügte Datei, in der der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) Hygiene Standards definiert bzw. zusammenfasst.

Für unsere Arbeit auf Landesebene gebe ich Ihnen folgende Punkte zur Kenntnis:

Regelungen in der Geschäftsstelle
Innerhalb der LSB Geschäftsstelle haben wir die Möglichkeit des mobilen Arbeitens von Zuhause aus bis zum Jahresende verlängert. Wir werden keine Weihnachtsfeier für die Mitarbeitenden in der Akademie des Sports durchführen und haben darum gebeten, auch auf interne Weihnachtsfeiern in den Abteilungen und Teams zu verzichten. Darüber hinaus haben wir allen Mitarbeitenden mitgeteilt, dass Dienstreisen nur noch in den Fällen genehmigungsfähig sind, die unmittelbar für die Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit der Geschäftsstelle erforderlich sind. Auch sollen Fortbildungsveranstaltungen nach Möglichkeit nur noch digital besucht werden.
Wir wollen unsere Mitarbeitenden schützen und Dritte nicht gefährden. Deshalb achten wir in der Geschäftsstelle, in der Akademie, im Sportinternat und auch im Olympiastützpunkt sehr strikt auf die Einhaltung der behördlichen Vorgaben und der von uns selbst erarbeiteten Hygienerichtlinien.

Regelungen zur Teilnahme an Veranstaltungen
Seit dem Beginn dieser Woche haben uns vermehrt Absagen von Veranstaltungen verschiedener Träger erreicht. Darunter sind auch Absagen von Tagungen und Sporttagen der Spitzenverbände und auch von Ihnen in den Sportbünden und Landesfachverbänden. Der Schutz der Gesundheit wurde immer als Hauptargument angeführt und darauf verwiesen, dass Präsenzveranstaltungen auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Vor diesem Hintergrund werden auch die Mitgliederversammlung des DOSB und unser eigener Landessporttag in diesem Jahr als virtuelle Veranstaltungen durchgeführt.
Wir haben uns in Vorstand und Präsidium darauf geeinigt, zunächst bis zum Jahresende auf den Besuch von Präsenzveranstaltungen der eigenen Organisation und auch von Dritten weitgehend zu verzichten. Grußworte oder erbetene Statements könnten als Videobotschaften übermittelt werden, eine digitale Teilnahme wird in den meisten Fällen ebenfalls möglich sein. Falls Sie in Ihrer Organisation direkt betroffen sind und ein Grußwort bzw. eine digitale Teilnahme eines Mitglieds des Präsidiums oder des Vorstands wünschen, nehmen Sie gerne Kontakt zum Vorstandsbüro auf.

Regelungen zum Wettkampfbetrieb
In der Corona-Hotline sind zahlreiche Anfragen eingegangen, die sich auf den Wettkampfbetrieb in verschiedenen Sportarten beziehen. Gerade mit Blick auf zunehmende Hotspots und mögliche regionale Sportverbote in einzelnen Regionen empfehlen wir den Landesfachverbänden, unkomplizierte Regelungen zu ermöglichen, um Wettkämpfe und Punktspiele coronabedingt abzusagen. Strafzahlungen für Spiel und Wettkampfabsagen, wie sie von einzelnen Landesfachverbänden praktiziert werden, sind zum aktuellen Zeitpunkt aus unserer Sicht nicht angemessen.

Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass wir alle auch weiterhin risikolos Sport treiben können und gleichzeitig auf unsere Gesundheit achten.

Ihnen allen ein schönes Wochenende und bleiben Sie gesund!

Freundliche Grüße

LandesSportBund Niedersachsen e.V.

Reinhard Rawe
Vorstandsvorsitzender
Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10
30169 Hannover

Internet: www.lsb-niedersachsen.de

„Aktiv für Vereine – stark für den Sport!“

https://cdn.dosb.de/user_upload/www.dosb.de/Corona/Broschuere_DINA4_Hygienestandards_20201022_Ansicht.pdf

Teeny-Jüngstenmeisterschaft endet mit Bronzeplatz für Niedersachsen

Josefine Voget und Hannah Kromminga vom Wassersportverein Emden segelten sich durch einen guten Endspurt nach zehn Wettfahrten auf dem Speichersee noch auf den dritten Podestplatz vor. Sie fingen damit ihre Vereinskollegen Anna Hillers/Okka Barghoorn noch ab, die lange auf einem Silberkurs lagen. Berlin feierte indes einen Doppelsieg durch Luise Urban/Charlotte Urban (KAR), die von Anfang an das Geschehen dominierten, und Lotte-Marie Kirchesch/Leonara Jaeckel (SCG).

Ein paar Eindrücke vom Geschehen vor Ort vermittelt ein gelungenes Kurzvideo unter:

https://www.emstv.de/videobeitrag/deutsche-juengstenmeisterschaft-im-segeln/

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SVN Teenykader liefert ab

Unter erschwerten Bedingungen fand in diesem Jahr die IDJüM der Teenys auf dem Speichersee Geeste statt. Ursprünglich sollte sie auf dem Kellersee in Malente ausgesegelt werden. Aufgrund der aufkommenden Pandemie im Frühjahr wurde sie frühzeitig abgesagt.

Als sich im Sommer abzeichnete, dass es unter strengen Auflagen doch möglich ist eine deutsche Meisterschaft der Teenys durchführen, bot sich der Segelverein Speichersee Emsland e.V. an, sie kurzfristig noch auf dem Weg zu bringen.

Am Donnerstag, vor dem Start am Samstag (10.10.) schnellten die Infektionszahlen durch den Hotspot Sögel, im Emsland dermaßen in die Höhe, dass die Frage im Raum stand, ob es am Samstag wirklich losgehen könnte. Sowohl der DSV, der Landkreis als auch der SvSE legten sich mächtig ins Zeug und erstellten ein weiteres verschärftes Hygienekonzept. Am Freitag war noch nicht klar, welche Teams ins Emsland einreisen dürften. Als am Samstagmittag 28 Boote vermessen waren, war sicher, die IDJüM der Teenys 2020 kann starten. Leider mussten aufgrund der unklaren Regelungen, welches das Beherbergungsverbot anging, 10 Teams aus Schleswig Holstein und Berlin absagen.

Um 14.00h wurde das Practice-Race mit 28 Booten gestartet. Hier zeigte sich, dass der Niedersachsenkader gut aufgestellt ist. Platz 1 ging an Josefine Voget und Hannah Kromminga, Platz 3 an Anna Hillers und Okka Barghoorn.

Am Sonntag waren 4 Wettfahrten geplant und konnten bei optimalen Bedingungen auch gesegelt werden. An diesem Wettfahrttag hatten sich Anna und Okka auf Platz 2 gesegelt, dicht gefolgt vom Rest des Kaders. Hier zeigte sich, dass die Niedersachsen mit starken und wechselnden Windfeldern gut klar kamen. Leider nahm der Wind in den folgenden Tagen ab und die guten Platzierungen konnten nicht gehalten werden. Hier überwiegte die höhere Regattaerfahrung der Berliner Mannschaften, die am Ende die Deutschen Meisterinnen und Vizemeisterinnen stellten. Insgesamt dominierten in diesem Jahr die Mädchenmannschaften und belegten alle drei Podiumsplätze.

Von dem, erst im November letzten Jahres, wieder neu ins Leben gerufenen Teenykader des Segler-Verbandes Niedersachsen segelten sich fünf Mannschaften unter die Top Ten.

Mit zwei Podiumsplätzen, Bronze gesamt Josefine Voget/ Hannah Kromminga und Bronze U14 Jona Lotta Hahn / Amelie Grave, spiegelte sich die Gesamtleistung nicht wirklich wieder. Josefine und Hannah waren punktgleich mit den zweitplatzierten Seglerinnen. Entschieden wurde es durch die besseren Einzelergebnisse.

Insgesamt bewies der Niedersachsenkader, dass das Leistungsniveau sehr hoch ist, welches sich ins besondere bei der Manövertechnik der Teams zeigte.

Niedersachsen zeigte mit 15 Teams eine sehr hohe Präsenz an Mannschaften und mit Sophie Hillers und Marlene Voget stellten sie auch die jüngste Mannschaft der Meisterschaft. Die beiden jungen Seglerinnen freuten sich über den Wanderpokal der Teeny KV. Es ist der ehemalige Pokal des Haubentauchers vom Dümmer.

Siebo Willms

Luise & Charlotte Urban (KaR Berlin) auf der 1, Lotte-Marie Kirchesch/Leonara Jaeckel (SCG) als Zweite (links), Josefine Voget/Hannah Kromminga (WVEmden) als Dritte

Frauen Power bei der Landesjugendmeisterschaft der 420er

Am zweiten Oktoberwochenende hat die Baltische Segler-Vereinigung die Ankerlaterne der 420er auf dem Steinhuder Meer ausgerichtet, die gleichzeitig auch noch Landesjugendmeisterschaft Niedersachsen war. Aufgrund der sich wieder verschärfenden Corona-Pandemie konnten nur 14 Teams an den Start gehen. Ein Blick in die Wetter-App versprach aber besten Segelwind für das gesamte Wochenende.

Samstagmittag ging es bei 20 kn Wind aus West und 12°C Lufttemperatur auf den Up-and-Down-Kurs. Als Nachmittags eine Schauerfront mit Böen von 25+ kn über den See zog, wurde es auch aufgrund von einigen Kenterungen ziemlich nass und kalt, sodass die Wettfahrtleitung beschloss, für den Tag keine weiteren Wettfahrten mehr zu starten. Zurück an Land gab es für alle Teilnehmer erstmal ein Brötchen zur Stärkung und eine heiße Dusche. Abends konnte, wer wollte, in der Gastronomie des Segelvereins noch etwas Warmes zu essen bekommen.

Für den Sonntagmorgen war etwas weniger Wind und nicht so heftige Böen vorhergesagt, so dass noch 2 schöne Wettfahrten gesegelt werden konnten. Wieder an Land wartete auf die durchgefrorenen Segler/innen ein heißes Chili. Niedersächsische Jugendmeister wurde das Team GER 55155 Jette Koep und Charlotte Beilken vor GER 55363 Muriel Hecht und Lara Eckebrecht sowie GER 56733 Juliane Adelssen und Marie Halle.

Alles in allem war es ein wunderbares Segelwochenende. Die Baltische Segler-Vereinigung freut sich schon jetzt auf die Ausrichtung der Ankerlaterne 2021. Herzliche Grüße vom Steinhuder Meer

Thorsten Gaubisch

Muriel Hecht/Lara Eckebrecht (SVG) / Jette Koep/Charlotte Beilken (SVBS/WSVAwb) / Juliane Adelssen/Marie Halle (NRV)