Kombi Einsteiger / Aufsteiger Wettkampfvorbereitung U 19 Kite-Camp / 28.–30.05.2021

Haubentaucher-Regatta in der SVH mit fast 150 Teilnehmern

Endlich wieder segeln, endlich wieder Regatta

Haubentaucher-Regatta in der SVH mit fast 150 Teilnehmern

Die Seglervereinigung Hüde e.V. hat in ihrem Landesstützpunkt Segeln Niedersachsen am Dümmer schon viele große Regatten erlebt. Bei der traditionellen Haubentaucher-Regatta am 12.+13.Juni 2021 mit fast 150 Teilnehmern in den Bootsklassen Opti A + B, Europe sowie Teeny haben jedoch ganz besondere Anforderungen an die Wettfahrtleitung, das Regattateam an Land und auf dem Wasser, an die Mannschaft aus der Clubhausbewirtung, an alle Vereinsmitglieder und nicht zuletzt an die teilnehmenden Seglerinnen und Segler bestanden. Um es vorweg zu nehmen, diese Anforderungen haben alle Beteiligten nicht nur mit Bravour bestanden, vielmehr ist der „Haubentaucher“ zu einem seglerischen Glanzstück geworden, wie es die Seglerjugend aus Niedersachsen und den benachbarten Bundesländern in Pandemiezeiten lange nicht mehr erlebt hat. Aber der Reihe nach:

Aufbauend auf dem Hygieneschutzkonzept des Seglerverbandes Niedersachsen mussten zunächst erweiterte Schutzmaßnahmen ausgearbeitet werden, damit die ansteckungsfreie Durchführung einer so großen Regatta einschließlich für die Beherbergung des großen Trosses an Begleitpersonal gewährleistet werden konnte. So wurde nicht nur ein eigenes Corona Testzentrum auf dem Clubgelände organisiert, da jeder Teilnehmer nach den amtlichen Corona-Vorgaben ein aktuelles negatives Testergebnis verpflichtend vorweisen musste. Die erforderlichen Abstandsregeln auf dem Wasser einzuhalten war natürlich kein Problem, aber an Land eine umso größere Herausforderung. Alle organisatorischen Maßnahmen von der Meldung zur Regatta bis zur Ergebnisbekanntgabe wurden ausschließlich online durchgeführt.

Die exakte Zuweisung von vordefinierten Womo-Stellplätzen bzw. für Wohnwagen/Zelte bereits bei der Zufahrt zum Clubgelände ließ von Anfang an ein Gefühl der Sicherheit bei allen Beteiligten aufkommen. Die Abstellplätze der Boote im Hafen waren in sog. Beaches streng eingeteilt. Das bei solchen Regatten in der SVH traditionelle Abendessen wurde durch Clubwirt Andreas Matthey und seiner Crew ausschließlich draußen unter einem offenen Großraumzelt als Essen-to-go ausgegeben.

Lediglich in Bezug auf die sanitären Anlagen hatte der Landkreis Diepholz der Veranstalterin im Vorfeld einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Neben den sanitären Anlagen in den Clubhaus und Haus 2 der SVH war eigens ein Großraumcontainer mit Duschen auf dem Clubgelände aufgestellt worden. So sollte die Nutzung der sanitären Anlagen jeweils nur durch eine Person aus Hygieneschutzgründen gewährleistet werden. Der Duschcontainer musste allerdings auf amtliche Anweisung geschlossen bleiben und durfte nicht benutzt werden.

In seiner kurzen Ansprache bei der Siegerehrung zeigte sich Uwe Fischer als 1. Vorsitzender der SVH nicht nur besonders zufrieden mit der Durchführung des Hygieneschutzkonzeptes. Fischer lobte alle Beteiligten für ihr umsichtiges und rücksichtsvolles Verhalten trotz der für eine so große Regatta begrenzten Fläche von Hafen und Clubgelände. Die für den Notfall organisierten Ausweichflächen der benachbarten Surfschule mussten nicht in Anspruch genommen werden.

Seglervereinigung Hüde e.V. Dümmer
Landesstützpunkt Segeln Niedersachsen

c/o Thomas Schrader
Pressesprecher/Jugendwart

52. Horumer Regatta 2021 mit guter Beteiligung

Hooksiel: Kite-Surfer Jannis Maus trainiert für Olympia 2024

Hooksiel: Kite-Surfer Jannis Maus trainiert für Olympia 2024
14.04.2021 in Hallo Niedersachsen in der ARD-Mediathek

https://www.ardmediathek.de (Suchbegriff Jannis Maus)

Es ist eine Gratwanderung zwischen ziemlich verrückt und extrem beeindruckend oder, um es mit anderen Worten auszudrücken, supergeil. Es macht richtig viel Spaß, es ist heute ein bißchen kalt, aber optimale Bedingungen (Jannis Maus).

Jannis Maus kitet bereits seit seinem zehnten Lebensjahr. Mit dreizehn wird er auf Anhieb Drittbester bei den Deutschen Meisterschaften – beim ersten Wettkampf direkt aufs Treppchen ! Also eigentlich kein Wunder, dass er heute Teil des deutschen Olympiakaders für 2024 ist. Das ist absolut noch gar nicht bei mir angekommen, ich erfreue mich jede Minute auf dem Wasser zu sein und diese Olympia, dieser heilige Gral im Kiten ist für mich noch so absurd oder so fern (Jannis Maus).

Die Teilnahme an den Spielen muss sich Jannis auch erst noch erkämpfen, denn pro Nation tritt nur ein Team aus jeweils einem Kiter und einer Kiterin an. In Frage kommen da nur die Schnellsten, aber Jannis ist schnell: Mit mehr als 70 km/h jagen Profikiter wie Jannis übers Wasser. Die mehrere 1.000 Euro teure Ausrüstung für solche Fahrten erinnert eher an Sportboote als an ein Surfbrett.
Das ist das Material, womit ich bei Olympia antreten werde, sprich hier unten haben wir das sogenannte Hydrofoil; man muss sich das ungefähr vorstellen, das hier ist das normale Board, auf dem wir drauf stehen, dann haben wir den langen Mast ins Wasser und unten am Mast ist wie so ein kleines Modellflugzeug dran, das ab einer bestimmten Geschwindigkeit, sogenannten Lift, einen Auftrieb erzeugt, so dass wir eigentlich nur noch auf dem Flügel unten im Wasser fahren (Jannis Maus).

Anfassen übrigens strengstens verboten ! Fettige Fingerabdrücke auf dem Mast machen das Board nämlich langsamer, und Geschwindigkeit ist alles, was beim olympischen Kiten zählt. Das Hochspringen macht schon sehr sehr viel Spaß, aber ich bin wirklich ein Geschwindigkeitsfreak, also schnell Fahren ist das A und O, das macht richtig viel Spaß (Jannis Maus).

Doch wer schnell fährt, kann hart aufprallen. Nur gut, wenn die eigenen Eltern selbst kiten. Das erspart die Diskussionen um das immer größer werdende Materiallager im elterlichen Keller. Sorgen machen die sich ab und zu aber dennoch: Das ist schon wirklich sehr nervenaufreibend, ich bin immer froh, wenn er wieder an Land ist und er ist gesund und das Material ist heile. Natürlich ist es toll, wenn es ‘ne gute Platzierung dann noch ist, aber mir ist es immer wichtiger, dass er Arme, Beine und Kopf noch dran hat, muss ich ehrlich sagen (Kirsten Kammer).

Dabei sein 2024 in Paris – das ist der große Traum für Jannis Maus und im besten Fall bringt er neben Armen und Beinen auch noch eine Medaille mit.