Erfolgreiches Opti-Camp mit Teenygruppe im SCD

Das diesjährige Opti-Camp fand bei sehr unterschiedlichen Wetter- und Windbedingungen mit 21 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter von 7 – 14 Jahren statt. Acht Kinder nutzten die Gelegenheit, um erste Erfahrungen im Opti auf dem Wasser zu sammeln. Es wurde gepaddelt, geknotet und bei zunächst mäßigen Windbedingungen erste Segelerfahrungen gesammelt. Dabei stand bei allen Aktivitäten der Spaß im Vordergrund. Zum Ende der Woche konnten die Kinder selbstständig ihre Boote aufbauen, einfache Kurse segeln, wenden und halsen.
Die fortgeschrittenen Seglerinnen und Segler hatten im Laufe der Woche Zeit erste Regattataktiken zu erproben. Dabei stand das Starten und Kreuzen sowie das richtige Handling an der Pinne bei den verschiedenen Manövern im Vordergrund.
Auch in diesem Jahr gab es wieder eine Teenygruppe.  Zwei erprobte Regattateams konnten ihre Kenntnisse erweitern und vier weitere Kinder hatten die Möglichkeit zum ersten Mal einen Teeny zu segeln. Dabei war das Trapezsegeln und das Setzen und Bergen des Spinnakers eine besondere Herausforderung.  Auch die unerfahrene Seglerinnen und Segler konnten sofort und unkompliziert von den Erfahrungen der „Jungprofis“ profitieren. Dies führte zu einem tollen Gemeinschaftserlebnis!
Neben den seglerischen Aktivitäten wurde viel Sport getrieben: Es gab u.a. ein Fußballturnier am Strand, Ball über das Netz, einen Ausflug zum Abenteuer-Golfplatz und Aquafitness. Außerdem wurden mehrere Tänze eingeübt und vorgeführt. Zum Programm gehörte auch das Helfen bei den täglichen Mahlzeiten sowie das Säubern der sanitären Anlagen. Mit viel Spass und Musik kann daraus auch mal eine ordentliche Putzparty werden! Am letzten Abend wurde in gemütlicher Atmosphäre gemeinsam Stockbrot im Feuerkorb gebacken.
Das Opticamp war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg! Einige Kinder haben sich schon für das nächste Jahr wieder angemeldet, dann gibt es sicher auch wieder den traditionellen Opti-Camp-Kuchen.

C. Dahm

Jugendtörn 2019 – Plattbodenschiff statt Jolle – Segeln einmal anders

Ein Wunsch der Jugendlichen vom Segel-Club Hameln wurde wahr: Mal mit einem großen Schiff segeln. Gemeinsam mit Jugendlichen aus befreundeten Vereinen, vom Segel-Club Schieder-Emmersee und vom Segelverein Speichersee Emsland, waren 10 Jugendliche mit ihren Betreuern in der letzten Woche der Sommerferien (5.-9.August) unterwegs auf dem Ijsselmeer und dem angrenzenden Wattenmeer.

Am Montagmorgen trafen wir uns bereits um 6:00 Uhr in Hameln zur Abfahrt. Mit drei Autos und einem Anhänger voller Gepäck und Proviant ging es auf die Autobahn Richtung Niederlande. Als wir gegen 11:00 Uhr in Stavoren ankamen, wartete die 23m lange Tjalk Middelsee bereits auf uns. Auch waren weitere Mitsegler aus dem Segelverein Speichersee Emsland schon vor Ort. In Windeseile wurden das Gepäck und die Vorräte in das Schiff geladen und verstaut. Nach Begrüßung durch unseren Skipper Stephan und Matrosin Rebecca, Sicherheitseinweisung und Routenplanung legten wir um zum späten Mittag ab. Noch im Hafen wurden die Segel gesetzt und das Ijsselmeer begrüßte uns mit 5-6 Bft. und ordentlich Welle. Gegen den Wind kreuzend ging es nach Medemblik. Bei den Manövern waren immer alle Hände gefragt. Bei jeder Wende mussten das Luvschwert hochgekurbelt, das Leeschwert abgelassen, die Backstagen umgesetzt und die Segel bedient werden. Nach unserer Ankunft im Hafen von Medemblik wurde erstmal Essen gekocht, um noch Kraft für die örtliche Kirmes zu tanken. Als wir um 22:00 Uhr wieder alle auf dem Schiff waren, sind wir hundemüde ist Bett gefallen.

Nach einer guten Portion Schlaf in den doch etwas beengten Kojen und anschließendem Frühstück haben wir am Dienstag um 9:00 Uhr den Westerhaven wieder verlassen. Bei einem ruhigen Halbwindkurs bei nach wie vor strammer Brise segelten wir Richtung Abschlussdeich. Am frühen Mittag passierten wir die Schleuse ins Wattenmeer. Auf einem Schlängelkurs fuhren wir Richtung Oost-Vlieland. Dabei mussten wir immer wieder Untiefen, Tonnen und anderen Schiffen ausweichen. Ab und zu schleifte auch schon mal das Lee-Schwert über den Sand. Gegen 16:00 Uhr lagen wir dann mit vielen anderen Schiffen im Hafen von Vlieland. Am Nachmittag haben wir mit Schwimmen und Stadtbummel vergnügt.

Am Mittwoch nach dem Frühstück war erstmal Hafenkino angesagt. Das Hafenbecken hatte sich am Dienstagabend fast vollständig mit Schiffen gefüllt. Viele Segler, die im Päckchen lagen, wollten Vlieland am Vormittag verlassen. Wir selbst hatten auf unserem Schiff Plätze in der ersten Reihe. Nach 2 Stunden Umparken war das Spektakel vorbei. Um 13:00 Uhr haben wir dann auch den Hafen verlassen. Bei 7 Bft. ging es auf einem Halbwindkurs zügig Richtung Festland. Am Nachmittag erreichten wir den Hafen von Harlingen, erkundeten gleich die Stadt und füllten die Vorräte an Bord auf. Den Abend haben wir dann entspannt beim Kartenspielen ausklingen lassen.

Am Donnerstag verließen wir bereits um 8:00 Uhr ohne Frühstück den Hafen von Harlingen, um rechtzeitig an der Schleuse zum Ijsselmeer zu sein. Die fehlende Mahlzeit machte sich laut Skipper in der Leistung unserer Gruppe doch bemerkbar. Nach dem Frühstück nahmen wir Kurs auf Warkum. Dort fuhren wir durch eine Schleuse ins Innere der Stadt. Mit weniger als einen Meter Abstand zu anderen Yachten quätschten wir das 5m breite Schiff durch die Kanäle. Kaum hatten wir die letzte Brücke hinter Warkum passiert, wurden die Segel auch schon wieder hochgekurbelt. Über die Kanäle segelten wir ins Fluessener Meer. Gegen 16:30 Uhr legte wir an der kleinen Insel Nije Krúspôle an. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Badengehen, Grillen und anschließendem Lagerfeuer.

Freitagmorgen regnete es zum ersten Mal in dieser Woche. Auf der letzten Etappe zurück nach Stavoren waren nur noch diejenigen an Deck, die feste Regenbekleidung hatten. Der Rest begann bereits unter Deck zu packen und aufzuräumen. Um 13:00 machten wir wieder in Stavoren fest. Anschließend wurde es noch sehr stressig beim Entladen des Bootes und Beladen der Autos. Nach einer schnellen Abschlussrunde und kurzem Verabschieden fuhren wir wieder zurück nach Hameln.
Besonderen Dank gilt Rebecca und Stephan, die uns sicher durch die Woche gesegelt haben und uns viel mit anpacken ließen. Danke auch an den Segler-Verband Niedersachsen, der diesen Törn mit einem großzügigen Zuschuss unterstützt hat. Uns allen hat diese Freizeit viel Spaß gemacht. Bis zum nächsten Mal …

Felix Weißensteiner
Jugendwart Segel-Club Hameln e.V.

Ab durch die Mitte

Jugendfördertrainingslagers der BIC Board-Klasse in Hüde

Unter der Leitung von Leon Delle, Profi-Windsufer aus Kiel und Jan Wöhning, Windsurfing Club Dümmer See fand Anfang Mai auf der Surfeinsatzstelle in Hüde das Jugendfördertrainingslager statt. Das Ziel: Die Vorbereitung auf den Norddeutschen Windsurf Jugend Cup vom 01. – 03.06.2018, der während der Internationalen Deutschen Meisterschaft im Windsurfen in Hüde ausgetragen wird. Die Teilnehmer: Die Surf-Jugend des Windsurfing Clubs Dümmer See, Benedikt Breulmann, Cara Dahlkötter-Martinez, Louisa Moldenhauer, Vinzenz Halbsguth, Nils Wenzel und Eike Drawe.

Bei sommerlichen Temperaturen und nordöstlichen Winden trainierten sie auf dem Dümmer See alles, was schnell macht. Zum Beispiel „Pumptechniken“, um auch durch Windlöcher schnell hindurch zugleiten oder den Wind von Böen optimal zu nutzen. Hinter sich hatten sie zu diesem Zeitpunkt bereits ein allmorgendliches Jogging- und Fitness Programm und ein kräftiges Frühstück. Video-Analyse und Theorieeinheiten ergänzten das viertägige Programm auf dem Wasser. Am Sonntag stand abschließend Regatta-Simulation auf dem ausgefeilten Trainingsplan von Leon Delle. Der in den letzten Tagen intensiv trainierte „Z-Kurs“ sowie die mittige Belastung des Surf-Boards konnten im Regattamodus angewandt werden. Anschließend waren sich alle einig: Wir haben so viel gelernt und sind top vorbereitet. Aufgrund der guten Resonanz ist ein weiteres Trainingslager im Herbst ins Auge gefasst, außerdem hat Jan Wöhning für seine Schützlinge einige Regatta-Teilnahmen in den kommenden Sommermonaten geplant. Das Team ist bereit zum Kampf um gute Platzierungen, ready to win, so seine Bilanz.

Die Maßnahmen wurde durch die Seglerjugend Niedersachsen im Rahmen der regionalen Breitensportförderung unterstützt.

Das ist Freude am Segeln

Die Teeny-KV lud zum Training vom 2.-5.10.2017 ein.

So freuten sich 15 junge Segler aufs gemeinsame Training am Dümmer beim SCD mit Christian Swatosch. Die Fortgeschrittenen machten einen Luftsprung bei dieser Windprognose – 4-5 Bft, und in  Böen 6 – die Einsteiger waren etwas skeptisch.

Direkt nach der LJüM an der Möhne machten sich die Teams auf zum Dümmer, um die Herbstferien für ein intensives Training zu nutzen. Die auswärtigen Segler  wurden herzlich vom SCD empfangen – durften dort im Clubraum schlafen und unsere Sportwartin bekam spontan ein Wohnwagen zur Verfügung gestellt.

Am Montag blies der Wind schon ordentlich und  schnell  waren die Boote startklar. Es ging aufs Wasser und das Training konnte beginnen – alle hinter das Motorboot  und loskreuzen. Die Vorschoter gingen ins Trapez um das Boot gerade zu halten und man konnte toll über den See heizen – die Einsteiger mussten sich erstmal an den Bootsspeed gewöhnen. Bei den Seglern entwickelte sich ein breites Grinsen – endlich konnten sie im Teeny im Trapez stehen und richtig ab ging es unter Spi. Natürlich gehörte das Kentern mit zur Trainingseinheit, aber alle schafften das Boot wieder  alleine aufzurichten. Am Nachmittag lief es ähnlich und jetzt wussten die Segler warum eine gute Kondition erforderlich ist – Segeln bei diesem Wind kostet Kraft. Rasmus meinte es gut und hielt noch die nächsten 2 Tage an, bevor er seine volle Kraft im Sturmtief Xavier zum Ausdruck brachte. Da war kein Segeln mehr möglich.

Die Segler  haben viel gelernt und hatten sehr viel Spaß auf dem Wasser und an Land. Das flache Revier war trotz der windigen Verhältnisse sehr sicher und alle haben tolle Segelerfahrungen gemacht.

Stefan Schmidt,  Moritz Kretschmar vom Team 692