J-Team mit altem Segler auf Ostsee-Törn

Als ihr erstes Projekt organsierte das im Febraur gegründete J-Team der Seglerjugend, die J-Sailors, einen Ostseetörn mit dem Dreimastschoner Alber Johannes. Insgesamt hatten sich 23 Jugendliche und zwei Betreuer angemeldet. Die Reise wurde durch ein Logbuch der Teilnehmer dokumentiert.

Sonntag, 25.10.15 – Rostock Stadthafen
Nachdem wir am Sonntag Abend in Rostock ankamen, gab es gegen 20:00 Uhr eine Begrüßung von Kapitän Martin und seinem Maart Maike. Nach der Begrüßung hatten wir noch Zeit mit unseren Eltern Essen zu gehen. Im Anschluss ließen wir den Abend mit Kartenspielen und Unterhaltung in der Messe ausklingen.

Montag, 26.10.15 – Rostock – Fehmarn
08:00 Uhr eigentliches Frühstück, doch das bestellte Essen kam nicht. Dann wurde selber eingekauft und ein leckeres Frühstück zubereitet. Nach einer kurzen Einweisung hieß es warten, warten, warten auf den LKW mit unserer Verpflegung für die Woche. Nach gefühlten tausend Anrufen beim Lieferanten kam es mit einer Verspätung von mehr als einer Stunde am Schiff an. Zitat von Michelle: „Die sind ja wie Bauarbeiter – kommen nie pünktlich. Durch den Trubel am Morgen verloren wir eine Stunde und legten erst um 11 Uhr in Rostock ab. Zunächst ging es etwa eine Stunde über die Warnow in Richtung Ostsee. Während der Fahrt stellten wir jedoch fest, dass die Hälfte unserer Bestellung fehlte, unter anderem die Getränke. Zum Glück waren noch ein paar Reserven an Bord. Als wir Warnemünde passiert hatten hieß es zum ersten Mal Segel setzen! Unter vollen Segeln schipperten wir bei wenig Wind und Sonnenschein in Richtung Dänemark… Durch den schwachen Wind und unsere Verspätung wurde uns jedoch schnell bewusst, dass wir Dänemark heute nicht mehr erreichen würden. Daher änderten wir unseren Kurs in Richtung Burg auf Fehmarn. Nach Bockwurst und Kartoffelsalat und minimalem Seegang J chillten wir erst einmal an Deck. Nach einer Weile wurde uns vom Skipper erlaubt in den Mast zu klettern und die Aussicht zu genießen. Auch das Abendessen, Schnitzel in Cornflakes-Panade schmeckte uns sehr gut. Auch diesen Abend ließen wir mit Spielen ausklingen.

Dienstag, 27.10.15 – Fehmarn – Kiel
Um 7.30 sind wir in Fehmarn aufgestanden und haben um 09.00 Uhr abgelegt. Uns überraschten hohe Wellen auf dem Weg nach Kiel. Bei 5 Windstärkenkamen wir gut voran und erreichten Kiel mit einer Halse nach 10 Stunden. Dort angekommen mussten wir das restliche Essen an Bord bringen. Zum Abendbrot gab es Spagetti Bolognese und einen Obstteller. Danach spielten wir ein Appel und ein Ei. Müde und erschöpft sind wir um halb zwölf ins Bett gegangen.

Mittwoch, 28.10.15 – Kiel – Brunsbüttel
Heute sind wir von Kiel nach Brunsbüttel gefahren. Um 8.30 Uhr, nach einem leckerem Frühstück, sind wir unter Motor zur Schleuse gefahren. Eine halbe Stunde später sind wir bei der Schleuse angekommen, und sind durch sie hindurch gefahren. Bei strahlendem Sonnenschein und warmen 15°C saßen wir unter Deck und haben Spiele gespielt, denn es gab am Nord-Ostsee Kanal reichlich wenig zu sehen.

Nur ein paar Frachter kreuzten unseren Weg. Das einzige große Highlight war ein Militär U-Boot in Begleitung von zwei Militär Schiffen. Vor dem Mittag hatten wir einen kleinen Zwischenstopp an einem kleinen Dorf mit einem Supermarkt. Zum Mittag gab es eine Tomatensuppe mit Brot. Leider hatte Michelle eine Magendarm Infektion und konnte leider nur in ihrer Kabine bleiben.

Am Abend wurde sie dann ins Krankenhaus geliefert. Gegen Halb fünf gab es fünf verschiedene Workshops zu machen, es gab z. B dekorieren für die Nächtliche Party oder das Schreiben einer Flaschenpost und noch viel weitere. Gegen Halb sieben sind wir in Brunsbüttel angekommen. Zu Abend gab es Spaghetti Bolognese.

Donnerstag,29.10.15 – Brunsbüttel – Ankerplatz Wesermündung
Am Donnerstag legte das Boot schon um 5.30 Uhr in der Früh ab, allerdings mussten wir beim Ablegemanöver nicht dabei sein und konnten etwas länger schlafen. Unter Motor und kaum Wind fuhren wir zunächst durch die Schleuse, auf die Elbe und schließlich in die Nordsee. Da wir gegen Wind und Strom fahren mussten war die Überfahrt nicht besonders schnell und spannend und deshalb spielten wir alle Unterdeck Werwolf. Zum Mittagessen gab es leckeren Milchreis, den wir alle schnell verputzten. Der Nachmittag verging und zum ersehnten Abendessen stand Chili con Carne, ein frischer Salat und als Dessert Vanillepudding auf dem Plan. Außerdem machten die Robben, die mit einigem Abstand zum Boot ihre Köpfe aus dem Wasser streckten, den Donnerstag zu einem sehr interessanten Tag. Nachdem der Anker herunter gelassen wurde, fingen die ersten Ankerwachen an, in dem Steuerhaus auf den Standpunkt des Bootes zu achten. Jede Wache wurde nach einer Stunde von den Nächsten abgelöst. Damit begann die erste Nacht auf offener See. Während der ersten Wachen tanzten die anderen fröhlich in der Messe herum.

Ergebnis der Nacht: keine besonderen Vorkommnisse, nur lustige Sprüche in der Tabelle mit den Standorten der Nacht…

Freitag,30.10.15 – Ankerplatz Wesermündung – Bremerhaven
Am Freitag durften wir bis 09:00 Uhr ausschlafen. Um 09:30 Uhr konnten wir dann frühstücken und danach rief uns Sebastian zu einer Besprechung zusammen. Diese wurde aber durch einen Generalalarm(welcher zum Glück nur eine Feuerübung war) unterbrochen. Nach der Übung haben wir den schweren, schwarzen Anker hochgeholt. Dafür waren kräftige Hände benötigt. Da der schwache Wind ungünstig von vorne kam fuhren wir unter Motor in Richtung Bremerhaven. Während der Fahrt räumten alle eifrig ihre Zimmer auf, putzten die Messe, die Kombüse, den Flur und die Treppen. Als wir dann in Bremerhaven angekommen waren, gab es als letztes Essen an Bord Kartoffelsuppe. Nach letzten Aufräumarbeiten verließen wir die „Albert Johannes“ und trudelten nach einer Weile alle auseinander.

Die Teilnehmer

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