LSB-Pressemitteilung zur Verständigung der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten am 15. April 2020

LSB: DOSB soll bundesweit gültige Übergangs-Regeln für Sporttreiben vorlegen

„Mit großem Verständnis haben wir die Verständigung von Bund und Ländern angesichts der aktuellen Phase der Corona-Pandemie am 15. April 2020 zur Kenntnis genommen – auch wenn über den Vereinssport keine Entscheidungen getroffen wurden.  Der LandesSportBund Niedersachsen sieht gleichwohl die Notwendigkeit, dass in den kommenden Wochen und Monaten ein begrenzter Sportbetrieb nach einheitlichen Standards wieder anlaufen kann.“

Dieses erste Statement gaben der Präsident des LandesSportBundes (LSB) Niedersachsen, Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, und LSB-Vorstandsvorsitzender Reinhard Rawe nach der Berliner Pressekonferenz ab. Rawe erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass der Olympiastützpunkt Niedersachsen sehr verantwortungsvoll die Chance, 54 Olympia- und Perspektiv-Kadern in den olympischen Sportarten wieder Trainingseinheiten im Sportleistungszentrum Hannover unter Beachtung der weiterhin für die gesamte Bevölkerung geltenden Sicherheitsvorschriften zu ermöglichen, umgesetzt habe.

„Wir setzen darauf,  dass Bund und Länder bei ihrem nächsten Treffen am 30. April 2020 über das wertvolle Sporttreiben in Vereinen entscheiden und angepasste Sportangebote möglich machen“, sagten Dr. Umbach und Rawe und verwiesen auf das DOSB-Positionspapier als Angebot der Mithilfe zur Wieder-Aufnahme des vereinsbasierten Sports mit zehn Leitplanken als verbindlicher allgemeiner Rahmen für den Vereinssports.

Beide sehen dafür aber auch den DOSB stärker in der Verpflichtung. „Wir brauchen umgehend klare, verbindliche sportartspezifische Übergangs-Regeln für die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs und wenn möglich eines begrenzten Wettkampfbetriebs, als klare Leitfäden für die Sportvereine.“  Der DOSB müsse nun zeitnah einen Handlungskatalog mit den Spitzenverbänden erarbeiten, damit es eine bundesweit einheitliche Praxis in den Sportvereinen gebe. 

„Wir erwarten, dass die Vorschläge dann in das nächste Treffen auf Bundesebene am 30. April eingebracht werden können.“  Denn ein Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen und Handhabungen wie er bereits aktuell in Teilbereichen zu sehen sei, könne Vereinsmitgliedern und Sporttreibenden nicht dauerhaft vermittelt werden.

Am 22. April will der LSB mit dem Niedersächsischen Minister für Inneres und Sport über die Ergebnisse der ersten landesweiten LSB-Vereinsbefragung zu den finanziellen Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf Sportvereine und ein daraus ggfs. resultierendes zusätzliches Förderprogramm für diese diskutieren.

Die 10 Leitplanken des DOSB:

  • Distanzregeln einhalten
  • Körperkontakte auf das Minimum reduzieren
  • Freiluftaktivitäten präferieren
  • Hygieneregeln einhalten
  • Umkleiden und Duschen zu Hause
  • Fahrgemeinschaften vorübergehend aussetzen
  • Veranstaltungen wie Mitgliederversammlungen und Feste unterlassen
  • Trainingsgruppen verkleinern
  • Angehörige von Risikogruppen besonders schützen
  • Risiken in allen Bereichen minimieren

Freundliche Grüße

LandesSportBund Niedersachsen e.V.

3 Kommentare
  1. Dirk Jacobs sagte:

    Moin,
    es wird mir hier zuviel über das Leistungssegeln geschrieben und gesprochen, es gibt auch genug Segler die können zur Zeit noch nicht einmal zu Ihrem Schiff weil die Marinas gesperrt wurden, was ich persönlich für völlig übertrieben halte.
    Wie will man den Seglern erklären das die Baumärkte geöffnet haben wo man mit ca 20 Personen an der Kasse steht, die Segler aber noch nicht einmal Ihre Boote zu Wasser lassen dürfen.
    Und die Segler die schon im Wasser liegen dürfen Ihre Schiffe nicht nutzen, dabei kann man doch auch auf den Steganlagen den vorgeschriebenen Abstand halten.

    Mfg
    Dirk Jacobs

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  2. Herbert Iwaszkiewicz sagte:

    Hallo Vorstand,
    Ich stimme den Regeln als Leitplanken zu.
    Bei den Körperkontakten würde ich Schäfer formulieren.

    Ich habe jedoch eine Zusatzfrage:
    Kann der Segelklub den Indivdualsport von seinem Grundstück aus den Mitgliedern erlauben??

    Mit besten Seglergrüßen
    Segel-Klub Minden e.V.

    Herbert Iwaszkiewicz
    Vorsitzender

    Antworten
  3. Frank Brodtmann sagte:

    Es gibt keine Sportart die bei Corona besser geeignet als mit dem im Haushalt lebenden Partner segeln zu gehen. Sportverbot für Bootsfahrer ist Menschenfeindlich. Es nimmt älteren Menschen eine Möglichkeit ihr Immunsystem zu stärken. In vergangenen Tagen verortnete man Jodhaltige Seeluft bei Lungenkrankheiten. Wen sollen Bootsfahrer denn anstecken. Und Landgänge nur zum Einkaufen unter Berücksichtigung aller Regeln muss doch möglich sein.

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