Kooperationsvereinbarung zur Förderung der Jugend im Segelsport beschlossen

Sechs Segel- und Wassersportvereine der Region haben am Dienstag, 25.04.2017, einen Kooperationsvertrag zur Förderung des Segelsports für junge Seglerinnen und Segler beschlossen. Kinder und Jugendliche aller kooperierenden Vereine sollen in Zukunft an allen Segel-Trainingsmaßnahmen jedes Kooperationsvereins teilnehmen können. Dadurch soll eine kontinuierliche Segelausbildung sowohl in der Schulzeit als auch in den Ferien sichergestellt werden. Den Eltern der Segelkinder entstehen keine zusätzlichen Kosten. Die Vereine regeln die Kostenverteilung untereinander durch einen Finanzausgleich. In die Kooperation sollen nach dem Willen der Unterzeichner gerne auch Wassersportvereine aufgenommen werden, die keine Segeltrainingsmaßnahmen anbieten können, da sie zu wenig Jugendliche , kein Ausbildungsboot oder keinen Trainer haben. Auch Wassersportvereine, die nicht primär Segelsport betreiben, aber Jugendliche haben, die Interesse am Segeln zeigen, können jederzeit in die Gruppe der Kooperationsvereine aufgenommen werden.

Die konzeptionellen Ideen, die zum Kooperationsvertrag führten, haben die Segeltrainer Petra Borkowitz, Jan Eesmann, Detlef Hillers und Uwe Kinast ausgearbeitet und den Vereinsvertretern bereits im Januar auf der Revierversammlung vorgestellt. Am Tag der Unterzeichnung kam es nach einer Erläuterung des Kooperationpapiers durch Uwe Kinast dann zügig und einvernehmlich zur Unterzeichnung.

Folgende Vereine haben die Vereinbarung unterzeichnet:

Emder Segelverein e. V. (ESV), Freizeit- und Wassersportverein Uphuser Meer e. V. (WSU), Segelverein Neptun e.V. (SVN), Wassersportverein Emden e. V. (WVE), Segel Club Großes Meer e.V. (SCGM), Emder Yachtclub e.V. (EYC).

Auf zur Kieler Woche

Europameisterschaft als Trainingseinheit

Am 18. Juni 2016 beginnt in Kiel Schilksee zum 134. Mal die größte Segelveranstaltung der Welt – die Kieler Woche. In 40 Segelklassen messen sich dann etwa 4.000 Segler aus mehr als 50 Nationen. Für die qualifizierten Segler in den olympischen Bootsklassen ist es das letzte Kräftemessen vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Highlight der Segelwoche im Norden ist die Europameisterschaft der J/70 Klasse mit 95 Teilnehmern, das SLSV Segelbundesliga Team nimmt ebenfalls teil.

“95 Boote sind schon der Hammer“ so Alexander Gensch, der seit der gewonnenen Qualifikationsregatta im Herbst 2015 erstmals wieder zum Schaumburg- Lippischen Team dazu stößt. Gemeinsam mit Steuermann Florian Reichel, Niels Hentschel und Andre Steuer wird Gensch versuchen möglichst viel See-Revier Erfahrung aus der Kieler Woche mitzunehmen. “Unser primäres Ziel ist, uns für den Spieltag Ende Juli auf der Lübecker Bucht bestmöglich vorzubereiten und in den 11. Rennen der EM möglichst viele Erkenntnisse mitzunehmen“ so Gensch weiter. Nach den Leichtwind und Flachwasser Regatten Anfang des Jahres in Starnberg und Konstanz blickt die aktuell auf Platz 12. der 2. Segelbundesliga liegende Crew des SLSV’s den Regatten auf einem Seerevier entgegen. “Ein bisschen mehr Wind liegt uns schon etwas besser“ so der Segler aus Steinhude, der gerade erst die Teilnahme an der Flying Dutchmen Weltmeisterschaft erfolgreich beendet hat “und so hoffen wir, dass wir mit der Vorbereitung hier aus Kiel zum Spieltag in Travemünde wieder einstellig segeln können – vielleicht sogar bis ins Finale der besten sechs.“

Neben der Vorbereitung auf den kommenden Bundesliga- Spieltag hat aber auch eine EM ihren sportlichen Wert, so werden es die Segler des SLSV Bundesligateams gegen Teams aus 15 Nationen aufnehmen müssen. Darunter auch der Admirals Cup Sieger und Americas Cup Steuermann Karol Jablonksi, der Steinhude lange als seine Heimat zählte, sowie der aus Italien stammende Vize- Weltmeister Carlo Alberini mit seiner Crew.

“Unter den 47 deutschen Booten der EM finden sich mehr als 20 Segelbundesliga Crews“ sagt der Crewcaptain Niels Hentschel. Das Bundesliga Format und die Segeleigenschaften des etwa 7,00 Meter langen Kielbootes J/70 hätten eine Begeisterung für eine Bootsklasse geschaffen, die es in Deutschland lange Zeit nicht mehr gab. “Es wäre schön, wenn dieser Boom sich weiter fortsetzt und wir so auch in Steinhude mehr junge Menschen für diesen Sport und das Bundesliga- Format begeistern können“ so Hentschel weiter. “Vielleicht zieht ja ein weiterer Verein am Steinhuder Meer nach und wir trainieren hier demnächst mit zwei oder mehr Booten – das wäre schon cool!“

Foto: Lars Wehrmann

Sieg bei Wannseewoche

Sieg bei der Wannseewoche: In insgesamt acht spannenden Läufen konnte sich die J70 Crew wir uns bei drehenden und böigen Winden um die
15 Knoten gegen die Konkurrenz durchsetzen. Dabei lief auch bei uns nicht alles rund. Von der Regatta berichtet die Crew.
Am Himmelfahrtswochenende ging es für Gordon Nickel (Steuermann, SVW, SVC, TO), Sebastian Röske (Gennaker, SVW, SVSt), Nils Merten Färber (Fock, SVW) und Nick Slomka (Vorschiff, SVW, TSVS) wie schon im vergangenen Jahr nach Berlin zur Wannseewoche beim VSaW. Der Regatta, bei der wir im letzten Jahr unseren ersten Sieg in der J70 ersegeln konnten. An die Titelverteidigung war in diesem Jahr jedoch nicht zu denken, da wir in dieser Saison noch keine Regatta auf einem Binnenrevier bestritten hatten.
Doch der Wannsee zeigte sich am Samstag Morgen von seiner besten Seite. Bei herrlichem Wind und Sonnenschein kamen wir mit den drehenden Winden gut zurecht und beendeten den
ersten Lauf auf einem guten 2. Platz. In den weiteren Wettfahrten konnten wir mit den Ergebnissen 3, 3 und 2 ebenfalls sehr zufrieden sein. Zum Abschluss konnten wir noch einen
Tagessieg einfahren. Damit standen wir am Ende des ersten Wettfahrttages ganz oben auf der Ergebnisliste und wir konnten erstmals auf eine Titelverteidigung spekulieren.
Mit unserer Leistung waren wir dennoch nicht zufrieden. Kleine Abstimmungsprobleme in den Manövern, ein ausbaufähiger Downwindspeed und taktische Fehler wurden am Abend noch in einer ausführlichen Nachbesprechung behandelt.
Am nächsten Morgen wollten wir noch einmal alles geben und die Fehler vom Vortag nicht wiederholen. Zunächst gelang dies recht gut und wir konnten den ersten Lauf auf dem 2. Platz beenden. Einer unserer Verfolger konnte den Lauf jedoch gewinnen und so den Abstand auf uns verkürzen. Im siebten Rennen der Serie fanden wir trotz eines guten Starts nicht so recht den
Rhythmus und wir fuhren mit Rang 4 unseren Streicher ein. Damit hatten wir erneut wichtige Punkte auf die Konkurrenz verloren. Im letzten Rennen sollte sich dann entscheiden, ob wir erneut Sieger der Wannseewoche werden sollten oder nicht.
Nach einem guten Start und einer starken ersten Kreuz hatten wir die Konkurrenz auf die Plätze verwiesen. Auf dem ersten Downwind konnten wir den Vorsprung halten und gingen auf Position zwei liegend um das Leefass. Nun hieß es, konsequent zu verteidigen, um den Vorsprung und damit den Gesamtsieg nicht mehr aus der Hand zu geben. Das gelang uns sehr gut und wir konnten als erstes Schiff um die Luvtonne gehen. Doch dann manövrierten wir uns durch zwei ungeschickte Halsen in eine ungünstige Position und mussten die Konkurrenz, die eine gute Böe
erwischte, passieren lassen. Durch einen starken Schlussspurt konnten wir uns am Ende noch den 3. Platz retten und so den Gesamtsieg von insgesamt 14 J70 einfahren.
Für uns gibt es jetzt erst einmal eine kleine Pause, bevor wir uns im Juni auf die Europameisterschaft, die während der Kieler Woche auf der Kieler Förde stattfindet, vorbereiten.
Eure J70 Crew – GER 797

Drei Meistertitel bei Silberner Seerose vergeben

Drei Meistertitel sind bei der Segelregatta Silberne Seerose des Segel-Club Steinhuder Meer am Wochenende 23. und 24. April 2016 auf dem Steinhuder Meer vergeben worden. Bei niedrigen Temperaturen sowie kräftigem und zum Teil auch drehendem Wind an beiden Tagen waren insgesamt 80 Boote an den Start gegangen, darunter auch jeweils zwei Gäste aus den Niederlanden und Dänemark. Wettfahrtleiter Wilhelm Nordmeier ließ am Sonnabend drei und am Sonntag eine Wettfahrt segeln.

In der Laserklasse mit 25 Gestarteten sicherte sich Sören Leinert vom Segelverein Circonia Storkow den Gesamtsieg und damit auch den Seerosenteller. Norddeutscher Distriktmeister wurde jedoch der Zweiplatzierte Nick Heuwinkel vom Segel-Club Mardorf (SCMa) vor dem Gesamtdritten Christian Engelke vom Wassersportverein Altwarmbüchen und Thomas W. Müller von der Eissegler-Gemeinschaft Steinhuder Meer, der als Gesamt-Fünfter auch den Masterpokal für den besten Segler über 35 Jahre erhielt. Vom Steinhuder Meer waren auch noch Matthias Garzmann (Hannoverscher Yacht-Club/HYC, 9.) und Philipp Sudbrack  (Baltische Segler-Vereinigung, 21.) mitgesegelt.

In der Laser-Radial-Klasse wurde der Gesamtsieger Tim Parlow vom Norddeutschen Regatta-Verein (NRV) zugleich auch Norddeutscher Distrikmeister vor dem Gesamt-Dritten Leonhard Hanisch (NRV) und Philipp Steenbuck vom Segelclub Salzgitter, in der Gesamtwertung auf dem vierten Platz. Unter 26 Startern sicherte sich Tim Conradi (Duisburger Yacht-Club) den zweiten Gesamtrang. Lina Kristin Fischer vom Segler-Verein Großenheidorn (SVG, 8.) wurde als beste Steuerfrau mit der Gläsernen Seerose ausgezeichnet. Für Pia Kuhlmann vom Schaumburg-Lippischen Segler-Verein (SLSV) reichte es trotz eines Wettfahrtsieges und eines zweiten Platzes nur für Rang 14, weil das Schiedsgericht sie in der dritten Wettfahrt disqualifizierte. Im Feld von 26 Startern waren außerdem Lena Marie Weißkichel (SVG, 15.) und Maike Heuwinkel (SCMa, 17.) dabei.

In der O-Jolle musste Detlef Munke von den Gastgebern sich nach zwei Siegen in Folgen in den vergangenen Jahren dieses Mal mit dem fünften Platz begnügen. Trotzdem ging er mit zwei Pokalen nach Hause: Als Landesmeister und als bester Teilnehmer der Steinhuder Flotte. Den Gesamtsieg aber ersegelte sich Kai Mölders vom Sport-Segel-Club Diemelsee vor Göran Freise (Wassersportverein Buckau Fermerslebe) und Jörg Legien (Yacht-Club Bayer Leverkusen). Unter 29 Startern waren diese Einheimischen: Olaf Bertallot (HYC, 5.), Dr. Axel Forstmann (SLSV, 9.), Harry Voss (SLSV, 11.), Armin Nietert (SLSV, 13.), Johannes Schulte (SLSV, 16.), Uwe Hennings (HYC, 18.), Franz Dänekas (SLSV, 20.), Karl-Erich Smalian (Steinhuder Segler-Vereinigung, 21.), Walter Philipp (Yacht-Club Niedersachsen, 23.), Frank Bühmann (SLSV, 28.).

Laser-Radial-Kader trainiert am Gardasee

Unser diesjähriges Ostertraining absolvierten wir vom 27.3.2016 bis zum 2.4.2016 in Torbole am Gardasee. Wir hatten wie immer in der Gruppe mit sechs Seglern viel Spaß und konnten so ein intensives Training genießen. Schnell hat unser neuer Trainer Fabian Kirchhoff einen guten Zugang zu der Gruppe gefunden. An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an Uwe und Kai, die uns zuvor mit viel Engagement das Leistungssegeln gelehrt haben.

Das Wetter und die Kulisse des Gardasees war wie gewohnt atemberaubend und ließ keine Wünsche übrig. Auf die Ora war Verlass und wir hatten keinen Tag, an dem wir nicht segeln konnten. Dadurch waren wir in der Lage unser großes Sortiment an Übungen abzuarbeiten und unsere seglerischen Fähigkeiten nach der Winterpause wieder abzurufen.

Wir begannen unser Segeltraining am Sonntag mit einer ersten Reviererkundung und wurden direkt mit Gardasee typischen Windbedingungen empfangen. Das erste Mal konnten wir für diese Saison mit konstantem Wind segeln.

Nach einem tollem ersten Tag legten wir zunächst unseren Schwerpunkt auf die Manövertechnik. Am Nachmittag wollten wir sehen, wie wir konditionell und seglerisch im Vergleich zu anderen Trainingsgruppen nach der Winterpause dastehen und fuhren mit ihnen kurze Wettfahrten.

Auch am Dienstag arbeiteten wir zunächst an unseren Techniken und Taktiken, um uns am Nachmittag gegen die anderen Trainingsgruppen noch besser behaupten zu können. In der Schwimmweste hatten wir GPS-Tracker verstaut, welche es uns später ermöglichten unsere strategischen Entscheidungen in der Gruppe zu diskutieren. Am Abend trafen wir uns in der Hotellobby unseres Trainers, um das angesammelte Videomaterial auszuwerten.

Als wir am nächsten Tag feststellten, dass zunächst kein Wind war, beschlossen wir am Vormittag eine Crossfiteinheit einzulegen. Wir haben uns auf dem Tennisplatz des Campingplatzes Moradi getroffen und unsere Körper konditionell an ihre Grenzen geführt. Im Verlauf des Tages stellten wir mit Begeisterung fest, dass es doch noch ein wenig aufgefrischt hatte. Wir entschlossen uns dazu eine lange Wassereinheit zu machen und konnten noch einmal bei einer sehr starken Ora segeln. Nach einem Nachmittag mit im Schnitt 23 Knoten waren wir sehr geschafft und gingen rechtzeitig ins Bett.

Am Donnerstag stand für uns Vorwindtraining auf dem Programm. Wir hatten vor, nach Limone und von dort aus wieder zurück nach Torbole zu segeln. Jeder nahm sich 10 € für eine Pizza in Limone mit und war gespannt auf einen abwechslungsreichen Tag. Als wir um
9 Uhr auf dem Wasser waren, mussten wir mit Erschrecken feststellen, dass wirklich überhaupt kein Wind war. Kurzer Hand fassten wir den Beschluss, den Tag zur Entspannung zu nutzen und teambildende Maßnahmen durchzuführen. Mit den Lasern im Schlepp statteten wir der Grotte gemeinsam einen Besuch ab. Von dort aus ging es weiter nach Limone zum Pizzaessen. Nach dem Mittag war endlich genug Wind, um mehr oder weniger vernünftig zu trainieren. Wir ließen einen Tag mit schwachen Bedingungen und spaßigen Erlebnissen bei einem Teamabend ausklingen.

Am Freitag hatten wir noch einmal vor, unser Bootsfeeling zu verbessern. Wir segelten im Stehen und im Liegen, vorwärts und rückwärts, mit und ohne Ruder. Wir probierten alle möglichen Situationen aus und mussten uns das ein oder andere mal wieder klarwerden lassen, wie kalt das Wasser des Gardasees doch noch war. Am Nachmittag trainierten wir unsere feldtaktischen Fähigkeiten auf engem Raum und konnten so regattaechte Situationen simulieren. Später gingen wir erneut in Wettfahrten mit anderen Trainingsgruppen, in denen wir uns schon sehr erfolgreich behaupten konnten. Am Abend werteten wir erneut unser Video- und GPS-Material aus.

Als wir am letzten Tag auf dem Wasser feststellen mussten, dass leider noch kein Wind war, fasten wir den Beschluss unsere Sachen zu packen. Wir hatten alle noch eine lange Heimfahrt, die nach einer solchen tollen Zeit nicht unnötig stressig werden sollte.

In der Nachbesprechung waren wir uns zu 100% einig, dass wir eine ganz besondere Zeit mit vielen Erfolgen und Erlebnissen hatten. Jedoch stand fest, dass wir alle sehr glücklich waren, nicht noch Auto fahren zu müssen. Unsere Körper waren am Limit und wir haben uns alle auf einen ca. 1300km langen Erholungsschlaf gefreut. Doch das ist das, was das Segeln ausmacht. Danke an Fabi für eine wirklich tolle Woche.

Ebenfalls am Gardasee unterwegs die niedersächsischen 420er Segler. Ein paar Impressionen ihrer Trainingswoche.

DSV-Präsident besucht Ems

DSV Präsident Dr. Andreas Lochbrunner besuchte unseren Verein um sich einen Eindruck von den Problemen an der Ems zu verschaffen und brachte dazu einen Teil seines Präsidiums mit.

Neben dem Präsidenten waren auch die frischgebackene Vizepräsidentin für Fahrtensegeln, Freizeit- und Breitensport Mona Küppers, der Vizepräsident für Umwelt und Recht Ditmar Reeh sowie der Jugendobman des DSV Timo Haß dabei. Außerdem vom Segler-Verband Niedersachsen der 1. Vorsitzende Volker Radtke und der Geschäftsführer und Schriftwart Friedhelm Schrader. Die Initiative zu der Besichtigungstour war von Dr. Lochbrunner selbst ausgegangen, nachdem er beim Deutschen Seglertag, der am vergangenen Freitag und Samstag in Papenburg stattgefunden hat, von den Problemen der Emsvereine erfahren hatte. Dort hatte der Arbeitskreis Ems, dem neben Reviervertreter Wilfried Heikens auch unsere 1. Vorsitzende Jutta Simmering und der 2. Vorsitzende Frank Simmering angehören, einen Informationsstand aufgebaut und über die Verschlickung der Häfen an der Ems sowie die Zunahme der Strömungsgeschwindigkeit und die damit verbundenen Probleme informiert. Der Arbeitskreis erreichte es auch, dass der Deutsche Seglertag eine Resolution verabschiedete, in der Politik und Wirtschaft aufgefordert werden, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den gemeinnützigen Wassersport auf der Ems nachhaltig zu erhalten.

Fabian Kirchhoff neuer Europe-Meister

Toller Erfolg für Fabian Kirchhoff. Der für die Seglervereinigung Hüde startende Kirchhoff ist neuer Deutscher Europe-Meister. Der 25-Jährige gewann den Titel in Reichenauf auf dem Bodensee. Damit ist für den Herforder die aktuelle Wettkampfsaison beendet, aber die Vorbereitungen für die neue Saison beginnen bereits. Kirchhoff bereitet sich auf die Weltmeisterschaft 2016 auf dem Gardasee vor. Sein Ziel: Nach dem zwölften Rang bei den vergangenen Welt-Titelkämpfen peilt er nun einen Platzierung in den Top 10 an.

Europe-Team Niedersachsen jubelt über Erfolge

Das in der Seglervereinigung Hüde e.V. in dessen Landesstützpunkt Segeln Niedersachsen geführte Europe Team Niedersachsen hat anlässlich des Saisonabschlusstrainings auf dem Dümmer eine sehr positive Jahresbilanz gezogen. Mit den aktuell 23 jugendlichen Leistungsseglern dürfte es sich bei dem Europe Team Niedersachsen um das größte feste Segelteam in Deutschland handeln nach dem Sailing Team Germany (Nationalmanschaft).

Fabian Kirchhoff (SVH) als Headcoach des Teams darf mit seinen Co-Trainern Sönke Herrmann (HYC), Florian Jakobtorweihen und Malte Schrader (beide SVH) mit Stolz darauf verweisen, dass das Europe Team Niedersachsen bei allen Europe-Meisterschaften 2015 mit Medaillenrängen auf dem Siegerpodest vertreten gewesen ist.

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Allen voran mit dem Titel des Internationalen Deutschen Meisters – Herren – 2015 durch Fabian Kirchhoff konnte das Team mit Katharina von Schleinitz (HSSC Frankfurt) eine weitere Bronze-Medaille bei der IDM 2015 – Damen – in der Europe Klasse erreichen. Matthias Leitl (SKS und SVH) und Robert Zink (SVH) belegten bei den Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften 2015 auf dem Steinhuder Meer in den Gruppen U20 bzw. U17der Europes jeweils einen hervorragenden 3.Platz.

Besonders erfolgreich war das Europe Team Niedersachsen bei den Niedersächsischen Landesjugendmeisterschaften der Europes auf dem Dümmer. Die Teammitglieder Matthias Leitl, Vincent Schrader und Robert Zink (alle SVH) belegten die ersten drei Plätze. Hinzu kommt, dass Segler des Teams mit Fabian Kirchhoff, Peter Niklas Nagel (SVH) und unseres Gastseglers Nikolaus Schmidt bei dem Nations-Cup anlässlich der Europe – WM in Norwegen erstmals für Deutschaland die Bronze- Medaille gewonnen haben.

„Erfolg kommt nicht von ungefähr, sondern von den vielen Wasserstunden, die das Team das ganze Jahr über mit Trainings verbracht hat“ fasste Team-Chef Thomas Schrader (SVH-Jugendwart) die Saison 2015 zusammen. „Und wir wollen auch in 2016 richtig Gas geben“, ergänzt der Trainer. Das gilt natürlich nicht nur für die Spitzensegler des Teams. Wichtig ist auch eine kontinuierliche Aufbauarbeit. So werden zu dem Europe Team Niedersachsen nach einem Sichtungslehrgang auf dem Dümmer Mitte Oktober 2015 sieben weitere Segler dazu stoßen, die von dem Optimist in die Europe-Klasse umsteigen werden. Deshalb plant Team-Chef Thomas Schrader für 2016 das Saisontraining mit gleichzeitig drei festen Gruppen zu jeweils 10 Seglern in der SVH zu starten. Dafür bietet der Landesstützpunkt mit dem umweltorientierten Yachthafen in Hüde ein optimales Umfeld. Ergänzend hat die SVH in der abgelaufenen Saison ihre große Slipanlage vollständig erneuert, so dass auch große Gruppen schnell und reibungslos slippen können.

Ein ganz besonderer Dank des Europe Team Niedersachsen gilt auch dem YStM in Steinhude und seiner 1.Vorsitzenden Ulrike Grüneberg. Der YStM hat dem Europe Team Niedersachsen anlässlich der IDJM 2015 auf dem Steinhuder Meer perfekte Vortrainingsbedingungen und Unterkunft während der Jugendmeisterschaft geboten. Deshalb freut sich das Team auch bereits auf die kommende Gesamt-Niedersächsische Landesjugendmeisterschaft 2016 aller Jugendbootklassen. Diese wird am ersten Wochenende im September 2016 vom YStM und SVG ausgerichtet.

Auf der Saisonabschlussfeier des Teams im Dorfgemeinschaftshaus in Hüde hat Thomas Schrader den anwesenden ca. 60 Eltern und Seglern das Jahresprogramm 2016 vorgestellt sowie die Meisterehrungen vorgenommen. Der Ausblick auf die neue Saison 2016 ist verbunden mit dem Grundsatz, dass nach der Saison vor der Saison ist. Deshalb bereitet sich das Team mit 4 Wochenenden auf dem Baldenay-See in Essen und dem Lingener Speicherbecken sowie mit 2 Athletiktrainings in der Dammer Jugendherberge auf die neue Saison 2016 intensiv vor. Auch 2016 wollen die Segler des Europe Team Niedersachsen auf allen Siegerpodesten der Europes – möglichst ganz oben – vertreten sein. Vielleicht findet sich dann auch noch ein neuer Sponsor, der das Team großzügig unterstützen könnte. Freie Werbefläche für zukünftige Sponsoren ist jedenfalls auf den neu angeschafften großen Regattatonnen oder den Trainingsanzügen des Teams ausreichend vorhanden.

Weitere freie Teilnehmerplätze für 2016 stehen allerdings nur noch für engagierte Segler ganz ausnahmsweise zur Verfügung. Alle anderen interessierten Segler müssen auf den Sichtungslehrgang für 2017 voraussichtlich im Oktober 2016 verwiesen werden.

SLSV setzt Kurs Richtung 2. Liga

Souverän qualifiziert sich der Schaumburg – Lippische Seglerverein (Wunstorf/ nur Steinhude ) als erster niedersächsischer Verein für die 2. Deutsche Segelbundesliga. Acht erste Plätze in elf Rennen führten zum souveränen Sieg der Qualifikationsregatta auf der Flensburger Förde.

In 2016 geht die Erfolgsgeschichte der Deutschen Segelbundesliga bereits in die vierte Saison. Ins Leben gerufen von der Hamburger Sportvermarktungsagentur Konzeptwerft GmbH und gegründet durch zu Anfangs 17 Deutschen Segelvereinen, führt dieser Vereinswettbewerb zu einer im deutschen Segelsport nie da gewesenen Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und vor allem Identifizierung in den Clubs.

Mittlerweile segeln in der 1. und 2. Liga jeweils 18 Vereine; nahezu alle europäischen Segelnationen haben nachgezogen und einen Ligabetrieb eingeführt; seit 2014 vergibt der Deutsche Seglerverband den Titel “Deutscher Meister der Segelvereine“ – und im September 2015 wurde im ehrwürdigen Yacht Club Costa Smeralda erstmals das Champions-League Finale ausgesegelt.

So ist es nicht verwunderlich, dass der Andrang auf die Qualifikationsplätze groß war. Die Regeln der Ligaqualifikation sehen vor, dass sechs Absteiger aus Liga zwei gegen maximal 54 “Bewerber“ antreten, um die sechs Qualifikationsplätze auszusegeln. Gesegelt wird die Qualifikation auf der Flensburger Förde vor den Toren der Hanseatischen Yachtschule in Glücksburg auf den in der ersten Liga eingesetzten Booten des Typs J/70 sowie den in der zweiten Liga zum Einsatz kommenden B/Ones.

Der Schaumburg Lippische Seglerverein, einer der ältesten Vereine am Steinhuder Meer, entsendete nach kurzer Vorbereitung bereits 2014 ein Team zur Qualifikationsregatta. Scheiterte das Team damals noch denkbar knapp mit 2,5 Punkten am alles entscheidenden 6. Platz, sollte es in diesem Jahr besser klappen.

Florian Reichel (37), ein mit Gennaker Booten vertrauter und ehemaliger 49er Spitzensegler; Niels Hentschel (40), erfahren in diversen Bootsklassen und besonders im Starboot erfolgreich; Alexander Gensch (33) ex Deutscher Meister im Schwertzugvogel und aktuell mit seiner Lebensgefährtin in der Vorbereitung für die FD Weltmeisterschaft in Steinhude Anfang 2016 und Dirk- Andre Steuer (35), erfahren in diversen Jollenklassen wurden als Crew benannt und starteten bereits früh in der Saison die Vorbereitung auf die Qualifikationsserie.

So wurde die zur Kieler Woche stattfindende German Open der J/70 als Trainingsmaßnahme genutzt und gemeinsam mit diversen Liga- Mannschaften, unter anderem mit dem amtierenden Deutschen Meister vom Norddeutschen Regatta Verein, auf der Alster in Hamburg trainiert. Dieser Aufwand sollte sich lohnen! Am Freitag, 09. Oktober startete die Qualifikation auf der Flensburger Förde und wurde am Samstag bei besten Bedingungen fortgesetzt. Dabei segelten zunächst alle Mannschaften in jeweils 6-Boot Rennen in 7 Flights gegeneinander. Mit den Plätzen 3, 1, 1, 1, 2, 1, 1 ging das Steinhuder Team aus den Vorläufen als Sieger hervor. Am Sonntag segelten dann “nur“ noch die besten 18 Mannschaften gegeneinander, um die sechs Qualifikationsplätze zu besetzen.

“Unser Ziel war, für die ganze Serie und besonders für das Finale keine Platzierung schlechter als Dritter zu segeln“ so Steuermann Florian Reichel und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu “das haben wir im ersten Finallauf ja auch gleich gut hin-gekriegt“! Startete das Team noch mit einem dritten Platz in die Finalläufe, wurden alle drei weiteren Rennen gewonnen. Damit gewann das SLSV Team die Qualifikation mit gesamt 16 Punkten vor dem Duisburger Yacht Club (19 Punkte) und dem Segel Club Ville (23 Punkte) und qualifiziert sich damit für die 2. Segelbundesliga.

“Taktisch sind wir jedes Rennen eher defensiv angegangen“ so Niels Hentschel “wir waren uns sicher, dass ein sicherer Dritter immer besser als ein riskanter Erster sein wird. Mit unserer wirklich beeindruckenden Bootsbeherrschung haben wir dann aus einer guten Luvtonnen- Position noch fast jedes Rennen gewonnen. Riesenkompliment an unsere Crew – dass war wirklich ganz, ganz stark!“ so der sichtlich zufriedene Mannschaftskapitän.

Nun stehen der Crew insgesamt 5 “Spieltage“ in 2016 auf Deutschlands- Segelrevieren bevor. Das Motto heißt zunächst “Liga halten“ – aber was aus einer defensiven Taktik werden kann, hat das SLSV

SVH-Segler erfolgreich bei der Europe-WM

Mit sechs (!) Seglerinnen und Seglern der Seglervereinigung Hüde (SVH) startete das 16-köpfige deutsche Team bei der Europe-WM in Arendal, wobei die SVH `ler entscheidenden Anteil an dem besonders erfolgreichen Abschneiden des deutschen Teams hatten. Weiterlesen